Philip Fisher definierte einige Kriterien für Qualitätsfirmen, genauso wie Benjamin Graham es in Kapitel 5 seines Buches „The Intelligent Investor“ getan hat. Kennzeichen defensiver Qualitätsfirmen:

  • Eine signifikante Größe und Bedeutsamkeit
  • 20 Jahre oder länger andauernde Dividendenhistorie
  • Eigenkapitalquote von mindestens 50%
  • Aktienpreis nicht mehr als das 25-fache der durchschnittlichen Gewinne der letzten 7 Jahre
  • Aktienpreis nicht mehr als das 20-fache der letztjährigen Gewinne

Auch Stefan Bielmeier von der DZ Bank AG hat „eine Lanze für Qualitätsfirmen gebrochen“:

http://www.bielmeiersblog.dzbank.de/2015/10/19/defensive-dividendenaristokraten-bieten-hohe-renditen/

Aktuell fällt der weltweit tätige Hersteller von Produkten für den Gesundheitsbereich Johnson-Johnson aus den USA in diese Merkmale. Die Produktpalette von J&J umfasst Konsumgüter (Hautpflege, Wundpflege, etc.), medizinisch-technische Geräte, und Pharmazeutika.

sind die Marken, die vielen Verbrauchern etwas sagen.

Das seit 1944 an der Börse notierte Pharma- und Konsumgüterunternehmen ist ein sog. Dividendenaristokrat, denn im April hat J&J die Dividende um 7,1% erhöht auf den aktuellen Wert von 0,75 USD – und damit hat J&J seine Dividende das dreiundfünfzigste Jahr in Folge angehoben. Das alleine ist natürlich kein Grund für einen Kauf. Doch J&J hat kürzlich seine Quartalszahlen vorgelegt und obwohl man unter dem starken Dollar zu leiden hatte, lagen diese doch mal wieder über den Erwartungen und J&J hat einige neue Medikamente in der Pipeline, die das Zeug zu Milliardenumsätzen in sich bergen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 53% und der Umsatz beträgt rund 74 Mrd. USD. Mit einem KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 3% ist J&J attraktiv bewertet und das neue Aktienrückkaufprogramm von 10 Mrd. USD sollte dem Kurs zusätzlichen Auftrieb geben.

Florian Günther
 

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