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Kraft langt kräftig zu und will Mondelez kaufen

Laut Medienberichten will der Nahrungsmittelriese Kraft Heinz den Konkurrenten Mondelez kaufen

Der brasilianische Multimilliardär Jorge Paulo Lemann und seine Investmentfirma 3G soll hinter diesen Überlegungen stehen, obwohl sich bei Unternehmen aktuell zu den Spekulationen nicht äußern wollen. Zusammen mit der Investmentlegende Warren Buffett und seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hat Lemann bereits letztes Jahr Kraft Foods mit dem Ketchuphersteller Heinz fusioniert.

Lustigerweise wurde Mondelez erst 2012 von Kraft abgespalten. Mondelez ist in Deutschland bekannt mit folgenden Marken:

  • Milka
  • Toblerone
  • Tuc

Zum jetzigen Zeitpunkt sind dies jedoch noch Spekulationen.

 

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Coca Cola dreht jetzt das große Rad

Letzte Woche hatte ich bereits berichtet, dass Warren Buffett´s Lieblingsgetränk jetzt auch Soja Getränke verkauft. Der weltweit führende Erfrischungsgetränkehersteller stellt sich jetzt noch breiter auf und will seine Aktivitäten im Bereich Kaffee, Tee und Kakao noch weiter ausbauen.

Wie will Coca Cola das machen?

Coca Cola will vor allem das Automatengeschäft ausbauen. Die bestehende Marke Chaqwa soll Kalt- und Heißgetränke an frequenzstarken Plätzen, wie z. B. Flughäfen, Stadien und Einkaufszentren mit Hilfe der Automaten verkaufen. Coca Cola ist im Automatengeschäft bereits die Nummer Zwei in Deutschland. Nummer eins im deutschen Raum ist Dallmayr.

Erste Erfolge kann Coca Cola bereits vorweisen. Chaqwa ist seit Anfang diesen Jahres bei Rewe und Penny präsent. Der Lebensmitteleinzelhandel verfolgt seit neuesten eine Markenstrategie um die Kunden und Marge zu halten. Neben der Selbstbedienung am Automaten soll Chaqwa auch für Bistros und Bäckereien anbieter mit Vollautomaten werden. Hier wird der Siegeszug von Coca Cola jedoch nicht so schnell funktionieren, da hier bereits etablierte Anbieter, wie z. B. WMF, Coffema oder Melitta stark vertreten sind.

Der übermächtige Weltkonzern

Coca Cola setzt hier jedoch selbstbewusst auf die eigene über „1.000 Mann starke Vertriebsmannschaft“. Weiterhin soll die Zusammenarbeit mit dem Getränkefachgroßhandel bei Marktbearbeitung und Kunden Akquise gestärkt werden. Das „Zuckerwasser aus Atlanta“, USA kann hier also voller Selbstvertrauen ans Werk gehen. Dem langfristigen Erfolg steht wohl wenig entgegen.

Ich bin gespannt wie andere Hersteller von Kaffee sich verhalten werden. Nestlé verkauft Kaffee bereits seit Jahren. Die Marken Nescafé oder Nespresso sind bereits sehr stark am Markt vertreten. Und auch Nestlé kann auf eine sehr lange und erfolgreiche Historie verweisen.

Nestlé wird 150 Jahre

Der Nahrungsmittelkonzern feiert das 150-jährige Bestehen

Nest – so heißt das neue Museum am Firmensitz im schweizerischen Vevey. Der deutsche Apotheker Heinrich Nestle hat 1860 ein Milchpulver für Säuglinge erforscht. Die folgenden 150 Jahres der Industrialisierung, Mangelernährung und Forschung haben das Unternehmen extrem wachsen lassen. Letzte Woche Donnerstag hat der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt in Vevey das 150-jährige Bestehen gefeiert. Für die Feier wurde ein eigenes Museum errichtet. Es heißt wie das Logo – Ein Nest.

Wenig bekannt ist jedoch, dass Henri Nestle die Rechte an seinem Logo und seiner Unterschrift 1875 für eine Millionen Schweizer franken an einen Amerikaner verkaufte, der das Unternehmen erst so groß gemacht hat. Obwohl Nestlé sehr heimatverbunden ist, macht das Unternehmen lediglich 2 % des Jahresumsatzes von 80 Milliarden Euro in der Schweiz, also ein echter „Global Player“.

Nestlé wurde so groß, weil die Mütter früher auf Grund von Mangelernährung nicht in der Lage waren, die eigenen Kinder zu ernähren. Mittlerweilen macht der Hersteller  aber noch vieles mehr:

  • Cailler, Schweizer Traditionsschokolade
  • Maggi
  • Eis von Mövenpick bis hin zu Häagen Dazs (mein Lieblingseis)
  • Wasser von San Pellegrino bis Vittel
  • Nudeln von Buitoni
  • Tiernahrung
  • Nespresso, Nesquik und Nescafé

Wer Lebensmittel herstellt, ist für die Ernährung der Menschen verantwortlich. Beginnend beim Milchpulver können die Schweizer also stolz auf das erreichte sein.

Nestlé im ständigen Wandel

Nestlé wäre nicht Nestlé wenn es nicht schon längst den nächsten Trend verfolgt: personalisierte Nahrungsmittelzusätze. Mit den Sparten Nestlé Health Care und Nestlé Skin Health wird auch bereits Anti Falten Cremes verkauft. Der Nahrungsmittler bewegt sich also immer mehr Richtung Pharma Konzern. Die Zukunft bleibt spannend. Sicher ist jedoch, dass die Schweizer mit ihren Marken hervorragend aufgestellt sind und mit die höchsten Renditen in der Branche erzielen. In Summe also ein tolles Unternehmen. Warren Buffett ist mit seiner Berkshire Hathaway ja ebenfalls an einem großen Nahrungsmittelhersteller beteiligt: Kraft Heinz Company.

 

Warren Buffett´s Lieblingsgetränk kauft zu

Der Getränkeriese Coca-Cola kauft in Lateinamerika Ades

Warren Buffett trinkt leidenschaftlich gerne Coca Cola. Passenderweise besitzt er gleich 10 % dieser Firma über seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. Der US Konzern Coca Cola kauft für 575 Mio. Dollar das Soja-Drink-Geschäft von Unilever, ein Lebensmittelkonzern aus England. Gemeinsam mit dem lateinamerikanischen Coke-Abfüller Femsa kauft der amerikanische Konzern das Unilever Geschäft ab. Femsa darf in seinem Vertriebsgebiet (Venezuela, Brasilien, Argentinien und den Philippinen) die Soja Drinks verkaufen. Der bisherige Umsatz von 284 Mio. Dollar hat Ades mit dem Verkauf von 56 Mio. Einheiten an Sojamilch und Fruchtsaftgetränken erreicht. Ades wurde 1988 in Argentinien gegründet und beliefert bisher Märkte wie z. B. Mexiko, Uruguay, Bolivien und Chile.

Ob Buffett jetzt von seiner geliebten Cherry Coke auf Sojamilch umsteigt?

Ich glaube wohl eher nicht 🙂

 

Warren Buffett kauft Apple Aktien

 

Als ich die Nachricht gelesen habe hat es mich fast umgehauen:

 

Warren Buffett hat laut Meldungen im abgelaufenen ersten Quartal 9,8 Millionen Apple Aktien gekauft. Sein Anteil ist ca. 1 Milliarde Dollar wert.

Weitere Zukäufe hat er unter anderem bei:

IBM

Kraft Heinz

Liberty Media

Visa

Deere

Bank of New York Mellon

getätigt.

Verkäufe gab es bei:

Walmart

Wabco

Mastercard

Procter & Gamble

AT & T

 

Buffett folgt bei vielen seiner Käufen dem Cash Flow Investing. Die erhaltene IBM Dividende z. B. hat er gleich in „neue Aktien gesteckt“. Aber die Sache mit Apple ist für mich sehr überraschend, da Buffett eigentlich ein bekennender „Technik Feind“ ist.

Zusammen mit dem angeblichen Interesse an Yahoo macht Buffett mit seinen 85 Jahren wohl erneut eine Wende in seinem Investment Stil.

Für mich ist Buffett eine große Inspiration. Ein tolles Buch über ihn und seinem ständigen Wandel kann ich Euch HIER EMPFEHLEN:

Bierverkauf geht weiter – Wettbewerbshüter schauen hin

 Warren Buffett´s Partner hat noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen.

AB InBev stellt weitere Marken zum Verkauf

Der Bierriese AB InBev legt bei seinem Angebot an die EU-Kartellwächter nach: Weitere Marken aus dem Portfolio von SABMiller sollen im Falle einer Übernahme verkauft werden. Ob der weltgrößte Braukonzern damit die Wettbewerbshüter überzeugen kann, wird sich bereits in wenigen Wochen zeigen.

Im Ringen um grünes Licht aus Brüssel für die Milliarden-Übernahme des kleineren Konkurrenten SABMiller zieht Biergigant AB InBev neue Register: Der EU-Kommission bietet der Konzern nun den Verkauf der gesamten Geschäftsaktivitäten von SABMiller in Mittel-Osteuropa inklusive der Marke Pilsner Urquell im Falle einer Fusion an, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Laut Analysten von Exane BNP Paribas geht es dabei um Vermögenswerte in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar (rund 4,4 Mrd. Euro). Das Angebot an die Kartellwächter gilt zusätzlich zum bereits vereinbarten Verkauf der SABMiller-Biermarken Peroni, Grolsch und Meantime für 2,55 Mrd. Euro an den japanischen Brauer Asahi.

AB InBev ist damit bereit sich von fünf weiteren Ländergesellschaften zu trennen: Dreher Breweries in Ungarn, Kompania Piwowarska in Polen, Plzenský Prazdroj und Pivovary Topvar in der Tschechischen Republik und der Slowakei sowie Ursus Breweries in Rumänien. Der Bieriese versucht so die Bedenken der EU-Behörden zu zerstreuen, dass die Milliarden-Fusion der Nummer eins und Nummer zwei auf dem weltweiten Biermarkt den Wettbewerb lahmlegen könnte.
Ob AB InBev mit seinem neuen Angebot die europäischen Wettbewerbshüter im ersten Anlauf überzeugen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen: Bis zum 24. Mai will die EU-Kommission eine Einschätzung abgeben, ob die Fusion mit den bisher gemachten Zugeständnissen über die Bühne gehen kann oder weiter Nachbesserungsbedarf besteht.

Auch in Südafrika steht noch die Genehmigung des Deals aus. In den USA hat SABMiller im Vorfeld der geplanten Mega-Übernahme sich aus dem Joint-Venture mit dem US-Bierkonzern Molson Coors zurückgezogen, um dort etwaige Bedenken über eine zu hohe Marktkonzentration zuvorzukommen.

Schwacher Jahresauftakt für AB InBev

Der Bierriese AB InBev muss Abschläge bei Umsatz und Gewinn verschmerzen. Der starke US-Dollar und der insgesamt rückläufige Absatz belasten das Geschäft im ersten Quartal. Auch in Deutschland verzeichnet der Beck’s-Brauer ein Minus beim Absatz.

Der weltgrößte Bierbrauer AB InBev kämpft weiter mit Problemen in Brasilien und dem starken Dollar. Gut lief dagegen das Geschäft in Mexiko, die Lage in Europa und den USA soll sich verbessert haben. Zudem konnte der vor der Übernahme des Konkurrenten SABMiller stehende Konzern höhere Preise durchsetzen. Das reichte aber nicht aus um den insgesamt rückläufigen Absatz und die Folgen des starken Dollar auszugleichen. Konzernweit gingen Umsatz und operatives Ergebnis deutlich zurück.

Der Erlös sank um zehn Prozent auf 9,4 Mrd. Dollar (8,2 Mrd. Euro), wie der Konzern am Mittwoch in Leuven mitteilte. Beim um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug der Rückgang 13 Prozent auf 3,46 Mrd. Dollar. Damit schnitt AB InBev schwächer ab als Experten erwartet hatten.
In Deutschland musste der Konzern ein Absatzminus im einstelligen Prozentbereich hinnehmen – und das, obwohl sich das Deutschland-Flaggschiff Beck’s gut verkauft hatte. Insgesamt büßte der weltgrößte Brauer hierzulande aber Anteile in einem ohnehin rückläufigen Markt ein.

Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen

Energiegeladener Buffett

 

Der Duracell Chef Stefan Sallandt hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und will den Batterie Hersteller nach vorne bringen. Warren Buffett setzt auf den Manager und seine gewohnte „dezentrale Entscheidungsfreiheit“.

Im Fokus soll in Zukunft nicht mehr das „Konzerndenken“ von Procter & Gamble stehen, sondern der Konsument.

Den deutschen Batteriemarkt dominieren Eigenmarkten. Platz eins unter den Markenherstellern besitzt Varta vor Energizer. Duracell folgt auf Platz drei. Der Manager Sallandt will die Marktanteile aggressiv zurückerobern.

Warren Buffett hat im Jahr 2014 den Deal mit Procter & Gamble ausgehandelt und den Konsumgüterhersteller mit überwiegend eigenen Aktien gezahlt. Beitrag aus der Zeit –>

Tabula Rasa bei Mondeléz

Auch Buffett´s Mondeléz kann neue Fakten berichten

Das finnische Unternehmen Fazer übernimmt von Mondelez die Gebäckmarken Jaffa, Domino und Fanipala.

  • Der US-Süßwarenhersteller Mondelez verkauft weitere Marken
  • Jetzt trennt sich der Konzern von den regionalen Marken Domino, Jaffa und Fanipala
  • Käufer ist das finnische Unternehmen Fazer

Mondelez trennt sich von weiteren regionalen Gebäckmarken. Domino, Jaffa und Fanipala gehen an das finnische Unternehmen Fazer. Dieses hatte sein Gebäckgeschäft 1995 an Danone verkauft, die es 2007 an Kraft Foods weiterreichten. 2012 kaufte Fazer jedoch die Fabrik in Vantaa zurück.

Der US-Süßwarenhersteller Mondelez geht derzeit mit dem Stahlbesen durch sein Markenportfolio: Anfang April hat der Konzern die Trennung von zehn europäischen Süßwarenmarken bekannt gegeben, darunter Carambar und Suchard. Schon im vergangenen Jahr hat Mondelez sein Kaffeegeschäft im Rahmen einer Megafusion in den niederländischen Kaffeekonzern D.E. Master Blenders eingebracht. Spekuliert wird immer wieder auch über einen Verkauf des Frischkäsegeschäfts mit der Marke Philadelphia.

Mondelez bringt Bonbonmarke Halls

Jenseits des aktionsgetriebenen Milka-Tafelschokoladengeschäfts mit Milka will sich Mondelez mit Bonbons ein neues Geschäftsfeld aufbauen.

Der Süßwarenhersteller Mondelez International startet im Juli in einer neuen Warengruppe in Deutschland und offeriert dem deutschen Handel die Bonbonmarke Halls.

Mondelez greift in einer neuen Kategorie an: In Kalenderwoche 27 startet der Hersteller von Milka-Schokolade und Oreo-Keksen mit Bonbons unter der internationalen Marke Halls in Deutschland. Nach Konzernangaben ist Halls bereits Marktführer in Spanien, Portugal und Griechenland und zählt in Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Irland, Italien und Dänemark zu den Top 5 Marken.

Auch wenn Mondelez International in dem Segment in Deutschland bislang ein unbeschriebenes Blatt ist: Weltweit setzte der Konzern laut Zahlen der Marktforscher von Euromonitor 3,9 Mrd. USD mit Zuckerwaren (ohne Kaugummi) um und ist damit der weltgrößte Hersteller in dieser Kategorie. Dicht auf den Fersen folgt Perfetti Van Melle mit 3,7 Mrd. USD, dann Mars mit 2,8 Mrd. USD. Weltweit legte das Zuckerwarengeschäft von Mondelez in den vergangenen drei Jahren laut Euromonitor 500 Mio. USD zu.

„Die Voraussetzungen sind sehr positiv“

Europaweit habe sich Halls zuletzt „sehr gut entwickelt“, so der Konzern gegenüber der LZ. Zudem wachse der deutsche Frischebonbon-Markt um 4 Prozent nach Umsatz (rollierend bis Juni 2015). „Die Voraussetzungen für den Markteintritt in das neue Segment Bonbons in Deutschland sind also sehr positiv.“

Mondelez wird die Einführung der fünf Sorten Coolwave, Citrus Mix, Extra Strong, Strawberry Flavour, Forest Fruit Flavor mit TV-Werbung, Social-Media-Aktivierung und Samplings begleiten und möchte sich nach Unternehmensangaben als „Bonbon mit dem Frischekick“ positionieren – saisonal unabhängig. Das bedeutet nicht nur neue Konkurrenz für Hustenbonbonmarktführer Ricola und die Nummer zwei Fisherman‘s Friend, sondern auch für Fruchtbonbonhersteller wie Storck und Katjes im rund 2,7 Mrd. Euro großen deutschen Markt für Zuckerwaren.

Die Bremer können frische Umsätze gut gebrauchen: Nach der LZ vorliegenden Marktzahlen mussten sie im vergangenen Jahr in Deutschland ein zweistelliges Absatzminus hinnehmen. Ein schwächeres Saisongeschäft, die Auslistung von Milka bei Lidl zur Mitte des Jahres sowie die Regalpreisstellung von über einem Euro dürften zu Buche geschlagen haben, auch wenn Oreo-Gebäck nach Konzernangaben zweistellige Wachstumsraten erzielte.

Aldi-Listung könnte helfen

„Mit unserem Geschäft in Deutschland in 2015 sind wir sehr zufrieden“, heißt es dagegen aus Bremen. Auch das Jahr 2016 sei gut gestartet, beispielsweise aufgrund von Neuprodukten wie „Milka Collage“. Die Aldi-Listung helfe, für Konsumenten „überall verfügbar zu sein“. Sie dürfte allerdings auch helfen, 2016 wieder zu Wachstum zurückzukehren. Neben Oreo sind die Bremer mit Milka präsent, die bei Aldi Süd für 95 Cent verkauft wird. Diskontierende Händler haben diesen Preis in Süddeutschland nachvollzogen.

Laut Branchenkennern sind Umsatz und Stückabsätze mit den lila Produkten bei Aldi bislang nicht besonders hoch. Das Geschäft ist mit einem Aktionsanteil von über 60 Prozent stark promotionsgetrieben. Nach LZ-Informationen hatte Mondelez die Aldi-Listung mit einer erneuten Erhöhung der Abgabepreise an den Handel flankiert.

Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen

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Was haben die Philippinen mit Value Investing gemeinsam?

Friseur

Ein Besuch bei einem philippinischen Frisör rechnet sich

Beim Besuch von Verwandten meiner Frau auf den Philippinen sind mir einige Interessante Dinge aufgefallen. Das Bild zeigt mich bei einem Friseurbesuch in San Fernando, La Union. In Deutschland zahle ich für einmal Haareschneiden ca. 12 €. Auf den Philippinen kostet der Besuch beim Friseur (inklusive Kopf, Nacken und Rückenmassage) lediglich 0,80 €. Der Mitarbeiter des Friseursalons hat sich ca. eine halbe Stunde Zeit für mich genommen. Da es lediglich ein Angestellter des Ladens war, gehe ich davon aus, dass er hochgerechnet auf einen Tag ca. 7 € Tagesverdienst erhält. Steuern und Versicherung wie in Deutschland lasse ich jetzt mal vollkommen außen vor.

Das Risiko, dass der Friseur mich nicht versteht, sein Handwerk nicht kann und Fehler macht, war groß. Ein Totalverlustrisiko (um in „Value Worten“ zu sprechen) war durchaus möglich. Da der Friseurbesuch jedoch auch in Deutschland demnächst fällig war, bin ich das Risiko eingegangen. Diese enormen preislichen Unterschiede zu unserem westlichen Industriestaat sind mir immer wieder aufgefallen. Absolut günstig auf den Philippinen sind Mitarbeiter.

Um in Warren Buffetts Worten zu sprechen: Ich habe also den Euro für ca 7 Cent bekommen.

Natürlich habe ich auch die Spritpreise betrachtet. Einen Liter Diesel bekommt man für ca. 0,50 €. Also ziemlich genau zur Hälfte im Vergleich zu den aktuellen deutschen Preisen. Mit großer Begeisterung habe ich festgestellt, dass Shell ein sehr großes Vertriebsnetz (also Tankstellen) betreibt und sich große Marktanteile sichert.

Tourismus auf den Philippinen

Leider erst am Tag vor unserer Abreise haben wir einen tollen Menschen kennengelernt. Stephan Lindenfeld ist mit PhilStep aus meiner Sicht ein Pionier unter den Tourismusmanagern im Norden der Philippinen. Das Land nördlich von Manila ist traumhaft schön und hat mit seinen riesigen Reisterrassen, Bergen, der Kolonialstadt Vigan und einheimischen Völkern einiges zu bieten. Die vielen Traumstrände rund um das Surfer Paradies San Juan sind aus meiner Sicht touristisch noch in der Aufbauphase. Dies bietet vor allem solchen Touristen tolle Möglichkeiten, die fernab von Pauschaltouristen Ruhe suchen und die Natur genießen möchten.

Auch ein gutes Investment! In diesem Fall in einen spannenden Urlaub abseits der ausgetretenen Tourismuspfade.

Die Exzesse des Mario Draghi und dessen Folge

Jede Dienstleistung und alle Güter besitzen einen Preis. Der Preis wird gezahlt um die Wertschöpfung zu zahlen. Die EZB (Europäische Zentralbank) hat mit den aktuellen geldpolitischen Mitteln die Marktteilnehmer überrascht und dieses oben genannte Gesetz gebrochen.

Der Preis für Geld, nämlich der Zins ist auf 0 % gesunken. Darüber hinaus wurde das Anleihen Kaufprogramm stark ausgeweitet.

„In einem Meer mit ständig steigendem Wasserpegel ist es schwierig auf Grund zu laufen“

Diese Metapher soll bedeuten, dass die internationalen Börsen angesichts der Geldschwemme stark volatil sind und wohl eher Richtung Norden tendieren werden (Annahme). Gleichzeitig wird es bei steigenden „Wasserständen“ auch schwierig, „trockenes Land und einen sicheren Hafen zu erreichen“

Mario Draghi möchte mit den jüngsten Maßnahmen mit aller Kraft gegen schwache Inflationsaussichten kämpfen. Stefan Bielmeier hat in seinem Blog ein Video mit einigen Einschätzungen zu den aktuellen EZB Schritten gepostet. Ob die Schritte wirkungsvoll sind, kann man wie so oft zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beantworten.

Was beunruhigt mich an der Sache?

Zwei Dinge:

Die Bild Zeitung schreibt, man soll jetzt Aktien kaufen. Dies war in der Vergangenheit immer ein sehr treffender Indikator für folgende Aktienmarkteinbrüche.

Zum anderen habe ich in der Süddeutschen Zeitung (ein in Sachen Wirtschaft wohl seriöseres Blatt) von einem Whisky Fonds gelesen. Der Fonds spekuliert (Entschuldigung, aber für mich ist das nichts anderes als Spekulation) darauf, dass ältere Whisky Flaschen im Wert stark ansteigen. Der Fondsvertrieb war in der Lage 9 Millionen Dollar in Hong Kong einzusammeln. Ein klares Zeichen der Spekulation ist für mich die fehlende Wertschöpfung. Es steht kein Unternehmen dahinter das einen Veredelungsprozess vornimmt und einen Mehrwert schafft. Für mich sind solche Anlageformen ein klares Zeichen von Übertreibungen und Fehlallokationen des Geldes.

Da Draghi und andere Notenbanker Geld rund um den Globus stark abwerten, quasi wertlos machen, sucht das Geld andere Kanäle. Die Börsen- und Immobilienmärkte sind durch die Geldfluten und niedrigen Zinsen überbewertet, also werden von den Investmentbankern neue Anlagemöglichkeiten erfunden. Der Vergleich zu den synthetischen Kreditverbriefungen vor der Finanzkrise 2008 ist m. E. stark zutreffend.

Warren Buffett sagt zu solchen Anlageformen:

„Die Börse ist lediglich ein Marktplatz. Die Wertschöpfung findet in den Unternehmen statt“

Ich kann die Zukunft nicht vorhersehen. Ich kann mich nur darauf vorbereiten. Cash wird jetzt zwar abgewertet. Die Bedeutung als Call Option in der Zukunft ist davon jedoch unangetastet.

Warren Buffett kauft Ölunternehmen, aber…

 

Er ist unglaublich: Während die Welt den „Todesstoß“ für den Ölpreis befürchtet, weil der große Erdölförderer Iran an den Weltmarkt zurückkehrt, kauft die Investmentlegende Warren Buffett munter Anteile von Ölfirmen.   Der 85-jährige Multimilliardär zeigt, dass er auch im hohen Alter an einem Leitspruch festhält:

„Sei gierig, wenn andere ängstlich sind“

– Warren Buffett –

Dieser Spruch ist einer seiner berühmtesten. Er kann zufrieden damit sein.

Und Buffett ist mit seinen Investments voll im „Öl Rausch“. Er hat die marode Ölbranche schon vor längerer Zeit für sich entdeckt. Sein jüngster Coup nun, wie zahlreiche US-Medien übereinstimmend melden, ist der angebliche Kauf von 26,5 Millionen Aktien des in Houston ansässigen Pipelinebetreibers Kinder Morgan. Der Wert der Beteiligung beläuft sich auf 396 Millionen Dollar. Der Deal fand offenbar bereits im Dezember statt. Zu welchem Preis der Altmeister einstieg, ist nicht bekannt. Er witterte wohl aber ein Schnäppchen. Die Papiere des Industrieunternehmens waren seit April vergangenen Jahres mit dem Ölpreisrutsch um rund zwei Drittel gefallen.

Darüber hinaus stockte Buffet auch seinen Anteil an Phillips 66 um 14,3 Prozent weiter auf, wie die Medien berichten. Sechs Milliarden US-Dollar war ihm das Folge-Investment wert. Seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway ist mittlerweile der mit Abstand größte Aktionär bei dem Erdöl-Raffinerie- und Tankstellenbetreiber. Zuletzt hatte Buffett Mitte Januar dazugekauft, kurz bevor der US-Ölpreis erstmals seit 12 Jahren unter die Marke von 30 Dollar je Barrel fiel. Philipps 66 gehört zu den größten Ölfirmen der Welt.

Aber….

Der große Unterschied von Kinder Morgan zu anderen Ölfirmen ist, dass Pipelines und Raffinerien andere Werttreiber aufweisen  als „nur“ den Ölpreis. Im Gegenteil. Raffinerien besitzen bei niedrigen Ölpreisen eine hohe Profitabilität, da sie den Rohstoff günstig einkaufen können.

Happy Birthday FG Capital

Heute feiern wir uns selber. Genau heute vor einem Jahr, am 24.02.2015 wurde die Gesellschaft beim Notar gegründet. Es hat sich einiges getan. Ich möchte den heutigen Tag für eine kleine Rückschau nutzen.

 

Zu Früh ans Öl getraut

Die Firma wurde im Februar 2015 gegründet und die Homepage ist seit Mai 2015 online. Der erste Beitrag, Öl Downturn, ging am 14.05.15 online. In dem Beitrag geht es um die Gründe für den niedrigen Ölpreis. Der Preis für ein Barrel Öl betrug damals 46 $. Im Vergleich zu heute ist der Preis nochmals um 13 $ gesunken (ca. – 28 %). Damals wie heute gilt: Ich weiß nicht, wie sich die Preise für Öl, Unternehmen oder andere Dinge entwickeln werden. Kritisch betrachtet muss ich jedoch zugeben, dass ich mich wohl ein Jahr zu früh mit unterbewerteten Unternehmen aus dem Ölsektor  beschäftigt habe. Investments in diesem Bereich liegen aktuell ca. 25 % unter dem Einstandswert. Dies ist für mich nicht beunruhigend. Im Gegenteil ich freue mich darüber.

 

„Wenn man die Zukunft nur aus der Vergangenheit ableiten könnte, wären Historiker die reichsten Menschen.“

-Warren Buffett –

Cost Everage EffectDie oben stehende Zeichnung (ich weiß, akademischen Ansprüchen kann dies nicht genügen) soll zeigen, dass Kursrückgänge (selbst dauerhaft) zu Wertsteigerungen führen können. In der Situation I geht der Wert des Investments am Anfang starkt zurück und bleibt für einen langen Zeitraum niedrig (Ich denke so wird es mit dem Öl auch passieren). Am Ende der Laufzeit steigt der Wert stark an. Die Summe der niedrigen Einstandswerte während der Laufzeit überkompensiert den deutlichen Kursverlust am Anfang. Das Investment wird am Ende im Plus liegen, obwohl der Preis des Wertes am Ende niedriger liegt, als am Anfang.

Situation II gleicht eher dem Wunsch, als der Ralität. Das Investment liegt von Beginn an im Plus, wobei die Anfangsinvestitionen deutlicher steigen, als die Investitionen am Ende der Zeit. In Summe wird der Wertzuwachs geringer ausfallen, als im Vergleich zur Situation I.

Und weiter geht´s im Text

Dem ersten Beitrag sind 42 weitere Beiträge bis heute gefolgt. Mein Ziel ist es, monatlich zwischen sechs und acht Beiträge zu veröffentlichen. Die meisten Beiträge behandeln folgende Themen:

Zukunftsausblick

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen einen Newsletter mit einzubinden. Weiterhin möchte ich die Blog Roll erweitern und etwas verändern und schlussendlich einige optische Dinge verbessern. Der Blog steckt mit seinen zehn Monaten noch in den Kinderschuhen. Es macht jedoch sehr viel Spaß das Wachstum täglich zu sehen.

Ich kaufe jetzt Öl Multis

Öl

10 Jahres Ölchart

„Billigöl ohne Ende: Wohin führt der Preisverfall?“

„Billiges Öl und die Folgen“

Die Wirtschaftszeitungen des Landes überschlagen sich mit den aktuellen Meldungen zum Ölpreis. Jeden Tag wird diese „Sau durchs Dorf getrieben“.

Ende 2015 wurde von Goldman Sachs der Preis für ein Fass Rohöl auf 20 USD taxiert. Jetzt sagen die Experten bereits einen Preis von 10 USD oder sogar negative Preise voraus. Die Lager für Rohöl sind voll und die Produzenten wissen nicht wohin mit dem produzierten Öl.

Weniger als 30 USD kostete ein Fass Rohöl der US Sorte WTI letzte Woche. Im Juni 2014 hatte der Preis noch bei 115 USD gelegen. Das bedeutet, dass ein Liter Rohöl im Moment zu etwa 17 Euro-Cent gehandelt wird. Das ist weniger, als Discounter für einen Liter Sprudelwasser aufrufen. Auslöser der Preisverfalls war der Öl Boom in den USA durch die Technik Fracking. Saudi-Arabien und die anderen traditionellen Ölstaaten produzieren trotz des zusätzlichen Angebots unvermindert weiter, um ihren Marktanteil zu halten.

Shell ist ein der größten Förderer von Rohöl und Gas. Neben dem Fördergeschäft (Upstream) ist Shell auch in der Veredelung (Downstream) und im Vertrieb dieser Rohstoffe tätig. Shell hat sicherlich (wie alle anderen Ölmultis auch) Probleme, die Rohstoffe zu den aktuellen Konditionen wirtschaftlich zu fördern. Dies ist auch einer der Hauptgründe, warum die Aktie von ca. 30 € auf der derzeit 18 € gefallen ist. Die Veredelungssparte (z. B. Raffinerie) sowie die Vertriebssparte (z. B. Tankstellen Netz) erwirtschaften jedoch weiterhin Milliarden Gewinne. Dies liegt daran, dass Shell den zu veredelnden Rohstoff jetzt 70 % günstiger auf dem Weltmarkt einkaufen kann.

An den Tankstellen werden derzeit Preise für den Liter Diesel von ca. 0,90 € aufgerufen. Der Preisrückgang war hier sehr viel geringer. Die Spritpreise weißen folglich eine sehr geringe Preiselastizität aus, was sehr gut für Shell ist.

Durch den Zukauf der BG Group aus England wird Shell 2016 zum weltweit größten LNG Förderer weltweit aufsteigen.

Ein wichtiger Aspekt wird bei dem Thema Öl jedoch vergessen. Öl wird nur zu einem Bruchteil (ca. 20 %) für Sprit verwendet. Ein Großteil der Rohöl Produktion fließt in die Kunststoffproduktion für Materialien wie z. B.:

  • PVC
  • Styropor
  • Teflon
  • Silikon
  • Polyethylen
  • Kevlar
  • PET
  • Nylon
  • Plexiglas
  • Zelluloid

Aus diesen Materialien werden sehr viele Dinge unseres täglichen Lebens hergestellt.

Ich kaufe jetzt Shell Aktien im einstelligen KGV Bereich bei einer Dividendenrendite von knapp 10 % (Shell hat seit dem zweiten Weltkrieg die Dividenden nie gesenkt). Weiterhin hoffe ich, dass die Aktien noch weiter fallen. Durch quartalsweise Ausschüttung der Dividenden kann ich durch den ständigen Zustrom an Kapital weitere (noch billigere) Anteile kaufen.

Wenn die Rohölpreise wieder steigen (siehe meinen Artikel zu „Schweinezyklus“) wird auch Shell wieder zu fairen Preisen gehandelt werden. Die einzige Unsicherheit liegt im Zeitpunkt der wieder steigenden Rohölpreise.

PS: Im übrigen kauft auch Warren Buffett jetzt Öl Multis….

Buy and Hold – Ein Liebesgeständnis

„Buy and Hold“ ist die überlegene Strategie an den Aktienmärkten. Aus mehreren Gründen. Menschen verhalten sich auf Grund ihrer Urinstinkte bei Gefahr ängstlich. Sie reagieren mit Rückzug und Flucht. Dieses Phänomen ist auch an den Börsen zu sehen.

Als Mensch sind wir jedoch auch dem Gefühl der Euphorie unterlegen. Wir wollen bei jeder Party dabei sein und kaufen so Aktien zu astronomischen Preisen.

„Buy and Hold“ ist eine tolle Strategie um diese Heuristiken zu vermeiden. Kaufe Qualitätsfirmen, wie z. B. Colgate-Palmolive, Berkshire Hathaway, Procter & Gamble, Henkel, Fielmann, SAP, Nike, Unilever, Nestlé usw. Kurzfristige Rücksetzer sind (zum Glück) immer möglich und ermöglichen einen vorsichtigen Einstieg.

Wie erkenne ich Qualitätsfirmen?

Value Investing, das wertorientierte Investieren, kommt ohne komplizierte mathematische Formeln aus, es setzt vielmehr auf den gesunden Menschenverstand und Geduld. Je einfacher und langweiliger das Geschäftsmodell ist, desto interessanter ist es grundsätzlich für Value Investoren. Man kauft Anteile an soliden Unternehmen, die von ehrlichen und fähigen Leuten geführt werden und das zu einem Kurs, der unterhalb des fairen Wertes liegt, also das Gewinnpotenzial des Unternehmens (noch) nicht widerspiegelt.

Kurzfristige Rückschläge im Aktienkurs sind tolle Gelegenheiten um die Positionen weiter aufzustocken. So macht sich der Zinseszinseffekt bemerkbar. Man läuft nicht Gefahr, in einer Baisse oder in einem Crash Aktien panisch zu verkaufen. Wer das Auf und Ab an der Börse erträgt wird langfristig belohnt.

 

„Börsengewinne sind Schmerzensgeld – erst kommen die Schmerzen, dann das Geld“

André Kostolany

Steuern und Transaktionskosten darf man jedoch nicht unterschätzen. Sie nehmen einen Gutteil des Vermögensgewinns weg. Warren Buffett besitzt Anteile an Coca-Cola, American Express, Wells Fargo, Wal-Mart, Costco, U.S. Bancorp, Procter & Gamble, Moody’s sehr lange. Viele Positionen liegen seit mehreren Dekaden in seinem Depot. Buffett möchte eine Besteuerung des Gewinns vermeiden. Er will vollumfänglich vom Zinseszins profitieren. Solange seine Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway nicht den Gewinn einer Aktie realisiert, muss keine Steuer auf den Papiergewinn entrichtet werden. Es ist ein tolles Steuersparmodell.

In dem Buch „Warren Buffett – Das Leben ist wie ein Schneeball“ beschreibt Autorin Alice Schroeder Buffetts Rat an Studenten so:

Im Kern war seine Botschaft immer, schnell reich werden zu wollen, ist nicht das wertvollste Ziel im Leben.

Warren Buffett ist der Überzeugung, dass man sich weder mit Marktprognosen noch mit Charts aufhalten sollte, sondern vor allem mit dem Lesen der Geschäftsberichte der Unternehmen. Da steht alles drin, was ein Value Investor über das Unternehmen wissen muss und dort findet er die Zahlen und Daten, die er für die Bewertung des Unternehmens und die Ermittlung von dessen fairen Wert benötigt. Und er rät, Geld nur in Unternehmen zu investieren, deren Geschäft man auch versteht.

Interessante Unternehmen

Die Adventszeit vergeht wie im Flug. Heute ist bereits der dritte Advent und in elf Tagen ist Weihnachten. Irre. Habt ihr bereits alle Eure Geschenke? Ich bin wie jedes Jahr sehr spät dran. Wahrscheinlich läuft es wie jedes Jahr: Ein Tag vor Weihnachten mach ich mich dann mal auf die Suche und werde leicht panisch

 

Ich möchte heute ein paar Gedanken zu Unternehmen schreiben, die ich sehr interessant finde. Viele der unten stehenden Unternehmen kann ich in meiner täglichen Arbeit sehen und „anfassen“, zumindest deren Produkte.

Frei nach dem Motto:

„Ich will es Euch unmöglich machen, Geld auszugeben, ohne Euch dabei selber zu bereichern“

seht ihr hier einige Unternehmen deren Geschäftsmodelle, Jahresabschlüsse und Inhaber / Unternehmenslenker ich persönlich geprüft habe

Neben Zahnpasta und Seife ist das Unternehmen aus dem schönen New York auch Hersteller (zugegeben: in Europa unbekannt) von Tierfutter. Von 100 Personen putzen 65 die Zähne mit Produkten von Colgate!!! Stetig steigende Gewinne je Aktie und Aktienrückkäufe sind starke Indikatoren eines starken Managements.

 

Ist ein Hersteller von Schmierstoffen aller Art. Im Bereich der Lebensmittelschmierstoffe wurden einige tolle Zukäufe getätigt und garantieren nachhaltige Geschäfte. Ein KGV  jenseits der 25 mahnen mich jedoch (leider) zur Zurückhaltung.

 

Deutsches Familienunternehmen mit langer Historie und toller Performance. Wie Fuchs Petrolub aktuell jedoch zu teuer.

 

Amerikanischer Pharmazie- und Konsumgüterhersteller sowie Healthcareunternehmen. Kriesenresistent selbst zu Kriegszeiten. Warum? Johnson & Johnson ist (unter anderem) Hersteller der „OP Fäden“ zum Nähen von Wunden. Makaber aber wahr.

 

Konsumgüterriese aus den USA. Es ist fast unmöglich an Produkten des Konzerns vorbeizukommen.

 

Ist im Vergleich zu den bisher genannten Unternehmen ein echtes „Small Cap“. Das Unternehmen ist der größte Hersteller von Heißluftdämpfern der Welt und fehlt in keiner Kantine. Die Gewinne, die hier Jahr für Jahr eingefahren werden suchen seines Gleichen. Entsprechend teuer ist das Unternehmen auch.

 

Knorr, Lipton Eis Tee und andere Leckereien kommen aus dem Hause Unilever. Die Briten sind jedoch auch in der Körperpflege stark aufgestellt.

 

Das Konzept deutscher Volks- und Raiffeisenbanken ist einfach. Auch die deutschen Sparkassen halten sich konsequent an die volkswirtschaftlichen Grundaufgaben von Banken:

 

– Fristentransformation

– Losgrößentransformation und

– Risikotransformation

 

Wer eine solide Bank kaufen möchte (Raiffeisenbanken und Sparkassen kann man leider nicht kaufen) ist mit Wells Fargo bestens aufgestellt. Auch Warren Buffett vertraut einen Großteil seines Vermögens diesem Unternehmen an.

 

Shell ist mit seinen weltweit 20.000 Tankstellen ein Ölunternehmen, dass sowohl mit niedrigen als auch hohen Ölpreisen gut auskommt.

 

US Tech Riese und eng verzahnt mit den meisten Unternehmen weltweit. Der Technologiekonzern kann in einer der wohl schnelllebigsten Branchen bereits seit 100 Jahren bestehen und sich Tag für Tag neu erfinden. Aktuelle Schwächephasen nutze ich (als auch das Unternehmen selbst, Stichwort Aktienrückkäufe) um Bestände auszubauen.

Was haltet Ihr von dieser kleinen Zusammenfassung? Welche Unternehmen fehlen aus Eurer Sicht?

 

 

 

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Warren Buffett´s Aktivitäten

 

Kauf

Warren Buffett hat im dritten Quartal 2015 einige Aktionen durchgeführt, die schon seit längerem klar sind: Die zweitgrößte Portfolio Position von Buffett ist jetzt Kraft Hein. Buffett hat die Mehrheit des Unternehmens zusammen mit seinem Kollegen von 3G Capital, Herr Jorge Paulo Lemann, zu diesem Nahrungsmittelriesen fusioniert.

Weiterhin hat Warren Buffett Anteile von Phillips 66 gekauft. In Deutschland kennt man das Unternehmen durch die Tankstellen „JET“. Buffett hatte bei diesem Deal die Anleger jedoch an der Nase herum geführt. Bereits im zweiten Quartal 2015 hatte er die bis dahin aufgebauten Aktienbestände des Unternehmens vollkommen verkauft. Dies war zumindest die Meinung vieler. Da die Position jetzt jedoch als großer Zukauf in den Büchern steht wird offensichtlich, dass die Bestände nicht verkauft wurden. Er hatte lediglich einige Publikationsauflagen der SEC anders interpretiert.

Suncor Energy ist ebenfalls ein Unternehmen aus dem Öl Sektor. Auch hier hat Buffett die Bestände weiter erhöht. Zusammen mit Phillips 66 hat Buffett jetzt seine Anteile aus dieser Branche in 2015 stetig gesteigert und macht mir Mut, weiterhin auf diesen Bereich zu setzen. Mein Top Pick aus der Branche ist Shell.

Komplett neu im Depot sind die Aktien von

Im Oktober wurde bekannt, dass Liberty Global nun weitere Unternehmen kaufen möchte. Es würden Gespräche mit der britischen Cable & Wireless Communication über eine Übernahme geführt

Verkauf

  • Deere
  • Wal Mart
  • Bank of New York Mellon
  • Wabco
  • Goldman Sachs
  • CHICAGO BRIDGE & IRON

hat Warren Buffett im dritten Quartal reduziert. Viacom und Direct TV hat er jetzt aus seinem Depot komplett entfernt. Sehr schön zu sehen ist, dass er die Sparte „Fernsehen“ weiterhin interessant findet. Buffett hat lediglich seine Mittel auf Liberty Global umgeschichtet. Ich finde die Branche rund um den Breitband Internetzugang ebenfalls sehr interessant. Direct TV wurde in drittem Quartal von AT & T übernommen. Aus diesm Grund sind jetzt AT & T anstatt Direct TV im Depot. Buffett bleibt hier seinem Motto treu:

Kaufe nur, was Du verstehst

-Warren Buffett-

Deutsche Telekom ist für mich ein tolles Unternehmen aus diesem Bereich. Da der Staat hier jedoch Anteile hält und somit auch einiges zu sagen hat, ist dies jedoch ein „NO GO“ für mich.

Die komplette Aufstellung des Depots von Warren Buffett könnt ihr hier sehen.

Börsensprüche

 

Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde. Ich suche Unternehmen, die ich verstehe und von deren Zukunftsaussichten ich überzeugt bin.

– Warren Buffett –

 

IBM

 

Unter den vielen bestehenden Unternehmensanalysen werde auch ich heute etwas zu IBM sagen:

IBM ist nach wie vor ein sehr begehrter Wert unter den „Star Investoren“, hier vor allem Warren Buffett. Buffett´s Berkshire Hathaway besitzt knapp 80 Millionen IBM Aktien in einem Wert von rund 13 Milliarden Dolllar.

Ich habe Euch die Zahlen der Vergangenheit in einer Excel Tabelle zusammengefasst:

 

Jahr 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005
Operatives Ergebnis 20470 19926 22361 21414 20091 18540 17388 15100 13595 12446
Anzahl Aktien 1004 1097 1143 1198 1271 1330 1361 1431 1530 1603
Jahresüberschuss 12022 16483 16604 15855 14833 13425 12334 10418 9492 7934
Dividende / Sonderdividende 4,25 3,7 3,3 2,9 2,5 2,15 1,9 1,5 1,1 0,78
Bilanzielles Eigenkapital 11868 22792 18860 20139 23046 22637 13465 28470 28506 33098
Verbindlichkeiten 105518 103294 100229 96197 90279 86267 96058 91962 74728 72650
Bilanzsumme 117532 126223 119213 116433 113452 109022 109524 120431 103234 105748
Eigenkapitalquote 10,10% 18,06% 15,82% 17,30% 20,31% 20,76% 12,29% 23,64% 27,61% 31,30%
Umsatzrendite 12,96% 16,52% 15,89% 14,83% 14,85% 14,02% 11,90% 10,55% 10,38% 8,71%
Eigenkapitalrendite 101,30% 72,32% 88,04% 78,73% 64,36% 59,31% 91,60% 36,59% 33,30% 23,97%
Gewinn/Aktie 11,98 15,03 14,52 13,24 11,67 10,09 9,07 7,28 6,2 4,95

 

Das aktuelle KGV von unter 10 und eine Dividendenrendite von ca. 3,5 % sind sehr attraktiv. Das historische KGV beläuft sich auf 14. Wenn es IBM gelingt, die Umsätze zu stabilisieren und die Profite weiterhin hoch zu halten, ist IBM ein sehr interessantes Unternehmen. Bedenkt man jetzt, dass Unternehmen wie Amazon oder google zu einem weit höherem „Vielfachen des Unternehmensgewinn“ gehandelt werden, so ist klar, dass IBM unterbewertet ist.

Warren Buffett

Warren Buffett kaufte 2011 das erste mal IBM Aktien, obwohl er dafür bekannt ist den Technology Sektor zu meiden. Der schnelle Wechsel innerhalb des Sektors ist für einen Langfrist Anleger wie Buffett sehr schwierig. Jedoch gibt es im „Tech Sektor“ einige Außnahmen bezüglich des schnellen Wandels:

  • Microsoft und
  • IBM

IBM zum Beispiel blickt auf eine Hundertjährige Geschichte zurück. Sie haben den PC quasi erfunden.

Das Buffett, als auch das Management von IBM an das Unternehmen glauben, sieht man an den rießigen Aktienrückkäufen der Vergangenheit. Dies ist auch der Hauptgrund, warum die Eigenkapitalquote eher einer Bank gleicht, als einem Tech Unternehmen.

 

IBM Share Count by Year

 

Die Aktienrückkäufe bewirken, wie eben erwähnt, eine Rückläufige Eigenkapitalquote. Auf der anderen Seite erhöht es den Gewinn je Aktie (hier noch einige weitere Gedanken zu Aktienrückkäufen).

 

Wolken für IBM´s Cloud

 

IBM hat in der Vergangenheit jedoch Martkanteile an seine Herausforderer abgeben müssen, hier vor allem Amazon und Microsoft. Obwohl IBM auf eine breite Kundenbasis zurückgreifen kann (Regierungen, Militär und Unternehmen) sind Endverbraucher bisher eher wenig mit IBM „vertraut“.

Der Konzern hat gerade die Übernahme des texanischen Unternehmens Gravitant bekannt gegeben. Die Firma hat eine Art Broker-Dienst entwickelt. Mit dessen Hilfe können die Einkäufer die Cloud-Angebote aller Provider bequem miteinander vergleichen. Zuvor musste man sich mühsam durch jedes einzelne Angebot hindurchkämpfen. Neben dem Broker hat IBM noch einen Wetter Dienst Anbieter gekauft. Big Data oder Cloud für die Wolken – ein nettes Wortspiel.

 

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Aktuelle Beispiele für die Ineffizienz der Aktienmärkte

 

Ich möchte den heutigen Beitrag mit einem Zitat von Warren Buffett eröffnen:

Der Preis wird an der Börse gemacht. Die Wertschöpfung erfolgt in den Unternehmen.

Warren Buffett

Die folgenden Beispiele sollen zeigen, dass die Preise an den Börsen nicht mit rationalen Gedanken nachvollziehbar sind:

IBM vermeldet ein positives Quartalsergebnis: 3 Mrd Dollar Gewinn –> Kurs der Aktie fällt um 6 %

Shell vermeldet ein negatives Quartalsergebnis: 6 Mrd Euro Verlust –> Kurs der Aktie fällt um 1,5 %

Ein Dreisatz würde jedoch ergeben, dass der Kurs der Shell Aktie um 12 % fallen müsste. Eine mathematisch korrekte Verhätlnismäßigkeit ist an der Börse nicht anzutreffen.

 

Weiteres Beispiel: Fuchs Petrolub

 

Preis der Vorzugsaktie: ca 45 €

Gewinn je Aktie in Prozent: 100 %

 

Preis der Stammaktie: 37 €

Gewinn je Aktie in Prozent: 99 %

 

Ein Dreisatz würde jedoch ergeben, dass der Kurs der Stämme bei 44,55 Euro liegen müsste. Natürlich muss ich jetzt vollständiger weise noch erwähnen, dass die Stammaktien von Fuchs Petrolub nicht im MDAX gelistet sind und somit weit weniger „liquide“ handelbar. Dafür hat man jedoch die Möglichkeit an der Jahreshauptversammlung Stimmen für die Tagesordnungspunkte abzugeben.

Außerdem möchte ich hinzufügen:

Was macht es für einen Unterschied, wenn ich die Möglichkeit habe, ein tolles Unternehmen zu einem deutlich günstigeren Preis zu bekommen, wenn meine Haltedauer sehr langfristig (10, 20 oder noch mehr Jahre) ist? Ich verzichte hier gerne auf meine „Liqudität“ und kaufe mein Wunschunternehmen zu günstigen Preisen ein.

Die beiden oben genannten Beispiele zeigen, dass die Börse nichts mit der Realität zu tun hat!

Mathe oder rationale Überlegungen sind an der Börse nicht willkommen. Die Börse ist ein Martkplatz. Preise (Kurse) für die Ware (Unternehmen) werden hin und her gerufen, solange bis ein Kunde kauft oder verkauft. Erst zu Hause wird dann in Ruhe nachgerechnet, ob der Preis der Ware auch dem Wert der Ware entspricht.

 

Solange unsere Investments in jedem Jahr 15 % zulegen, mache ich mir um Quartalszahlen keine Sorgen.

– Warren Buffett –

 

Zinseszins und Aktienrückkäufe – Die Waffen des Herrn Buffett

Unser aller Lehrmeister in Sachen Value Investing, Warren Buffett, überzeugt durch Einfachheit und Weitblick. In „Finanzworten“ ausgedrückt meint Buffett Zinseszins, Aktienrückkäufe und Qualitätsfirmen. Qualitätsfirmen sind für Langfristanleger ideal, jedoch nicht zu jedem Preis. Ausschlaggebend dafür ist die Bewertung des Unternehmens an der Börse.

Ein guter Maßstab um einen ersten Überblick zu bekommen, ist der Umsatz. Wird ein Handwerker vor Ort verkauft, wird oftmals der einfache Umsatz als Kaufpreis zugrunde gelegt. Das ist eine gute Ausgangsbasis – an der Börse, wie auch woanders. Natürlich hängt es von vielen Kennzahlen ab. So werden beispielsweise Softwarefirmen oder kerngesunde Markenartikler mit einem Vielfachen des Jahresumsatzes bewertet.

Desweiteren sollten das Gewinnvielfache (KGV), das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und andere Dinge überzeugen. Alle Kennziffern zusammen müssen ein solides Unternehmen erkennen lassen. Einen Überblick, wie FGC Kennzahlen bewertet und interpretiert, erhalten Sie im Handbuch der Kennzahlenanalyse.

Loyalität

Der Vorstand muss vertrauenswürdig und loyal sein. Dies kann er am besten beweisen, indem er das Unternehmen besitzt (Familienunternehmen) oder sein Einkommen vom langfristigen Erfolg des Unternehmens abhängig ist. Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn die langfristigen Schulden nicht zu hoch im Vergleich zum Eigenkapital und Umlaufvermögen sind. Der wichtigste Aspekt beim Investieren ist jedoch der Zinseszins (siehe hierzu „Die Macht des heute nicht ausgegebenen Euro“)

Neben den Dividenden gibt es noch weitere Formen der „Rückzahlung“ an Inhaber. Auch durch Aktienrückkäufe wird Geld an die Shareholder zurückgegeben. Allerdings nicht in Form von direkten Zahlungen, sondern indirekt: das Unternehmen kauft seine „eigenen“ Aktien zurück, reduziert damit die Zahl der ausgegebenen Aktien und erhöht dadurch den Anteil des einzelnen Aktionärs am Unternehmen.

Vorteile für den Aktionär:

  • Erhöhung des prozentualen Anteils am Unternehmen
  • Chance auf potenziell steigende Kurse (eine angenommene gleiche Marktkapitalisierung verteilt sich auf weniger Aktien = höhere Kurse)
  • Zahlungen des Unternehmens an den Aktionär erfolgen zu 100% ohne Steuerabzug

Vorteile für das Unternehmen:

  • Reduzierung der Aktienzahl führt zu steigenden Gewinnen je Aktie
  • Möglichkeit bei „niedrigen“ Kursen eigene Aktien zurückzukaufen
  • Dadurch ggf. höhere Renditen erzielbar als bei Invest in das eigene Business-Modell

Nachteile für den Aktionär:

  • keine Ausschüttung von „flüssigen Mitteln“
  • Aktien können „zu teuer“ zurückgekauft werden

Nachteile für das Unternehmen:

  • Reduzierung der Eigenkapitalquote

Warren Buffett selbst kauft Aktien seines eigenen Unternehmens (Berkshire Hathaway) zurück, sobald das Unternehmen ein Kurs-Buchwertverhältnis von bis zu 1,2 aufweist. Dividenden zahlt Berkshire zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht aus.

Kaufe Unternehmen, deren Produkte Du täglich siehst…

Colgate Palmolive hat einen Marktanteil von 65 % weltweit –>wie irre ist das?

Von 100 Personen putzen 65 die Zähne mit Produkten von Colgate!!!

Das sind die Unternehmen, die Buffett meint: einmal kaufen, niemals verkaufen!

Gerne würde ich diese Unternehmen besitzen (wenn auch nur Teile…)

 

Aktuell werden diese Unternehmen mit einem KGV (siehe Handbuch der Kennzahlenanalyse) von über 20 gehandelt. Buffett sagt zwar, es ist schlau solche Unternehmen zu kaufen. Das Risiko besteht jedoch im Preis der Unternehmen.

 

Eine Liste von Unternehmen, die ich jeden Tag sehe:

  • Baiersdorf
  • Coca Cola
  • Colgate Palmolive
  • Fuchs Petrolub
  • Fresenius
  • Johnson & Johnson
  • Henkel
  • General Mills
  • Hershey Corp
  • IBM
  • Kellogg
  • Kimberley Klark
  • Pepsico
  • Procter & Gamble
  • Reckitt Benckiser
  • Nestlé
  • Shell
  • Unilever
  • Wells Fargo

Happy Birthday Warren Buffett

 

Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag Mr. Buffett. Das Orakel aus Omaha ist am 30.08 wieder ein Jahr älter geworden. Der Trieb nach immer mehr Geld lässt den Mann weiterhin fit und agil wirken. Für mich persönlich ist Buffett ein großes Vorbild in allen Bereichen. Er gestaltet sein Leben sehr genügsam und hat stets nur das eine im Fokus: Wie kann ich Werte generieren?

 

Um ein Beispiel zu geben, wie Buffett „tickt“ ist in der ersten Abbildung sein Netzwerk abgebildet. Es ähnelt einem gut durchdachten Spinnennetz indem nur er zielsicher zwischen den einzelnen „Seilschaften“ wandeln kann.

In der zweiten Abbildung sind einige sehr interessante Konsumgüterhersteller abgebildet. Warren Buffett ist bei einigen direkt oder inderekt durch seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway beteiligt.

Der Vorteil an Konsumgüterherstellern ist das nachhaltige Geschäfstkonzept. Gegessen und getrunken wird immer.

Was ist Eure Lieblingsmarke und welcher Konzern profitiert davon?

 

 

Was ist Risiko?

In der Finanzbranche existieren einige interessante Kennzahlen, wie z. B.

Vor allem auf das Beta möchte ich heute eingehen. Beta ist vereinfacht ausgedrückt eine Kennzahl um das Risiko zu messen. Es misst, wie stark ein Wert im Vergleich zum Markt schwankt. Warum jedoch die Schwankung gerade als Risiko bezeichnet wird ist mir nicht klar. Für Value Investoren sind kurzfristige Kursschwankungen (hier vor allem nach unten) eher eine Chance als ein Risiko.

An der Börse setzen sich auf lange Sicht die „guten Unternehmen“ durch. Kurzfristige Kursschwankungen von 10, 20 oder gar 50 % sind eher eine Einladung zum beherzten zugreifen, als ein Grund um panisch zu verkaufen.

Das größte Risiko sehe ich in meinem Verhalten:

  • Bin ich in der Lage der „Massenpanik“ zu entgehen?
  • War ich in der Vergangenheit diszipliniert genug um Cashreserven zu bilden?
  • Habe ich, immer wenn Börsen und Aktien zum „Talk of Town“ wurden, meine Aktienquote reduziert?

Ich kann den nächsten Aktiencrash nicht vorraussagen. Das einzige was ich beeinflussen kann, bin ich selbst.

 

Risiko ist, wenn Anleger nicht wissen, was sie machen.

Warren Buffett

 

Was haben Schneebälle und Dividenden gemeinsam…?

Der größte Unterschied zwischen Scheebällen und Dividenden: Schneebälle gibts im Winter, Dividenden (hoffentlich) das ganze Jahr. Spaß beiseite.

Ein Unternehmen kann den Gewinn grundsätzlich wie folgt verteilen:

  • ausschütten (durch Aktienrückkäufe oder Dividenden)
  • investieren
  • Schulden zurückführen

Dividenden sind der Teil des Jahresüberschusses einer Firma, der an die Inhaber ausgeschüttet wird. Manche Unternehmen machen das quartalsweise (hier vor allem in den USA), manche nur einmal im Jahr. Es gibt sogar Unternehmen, die monatlich ausschütten.

Angenommen die Dividenden werden nicht ausgegeben, sondern wieder reinvestiert und die aktuelle Dividendenrendite (vor Steuern) liegt bei 6 % (bei Shell liegt sie aktuell sogar darüber). Das Ergebnis ist atemberaubend. 10.000,00 € wachsen in 50 Jahren auf über 180.000,00 € an. Bedenkt man jetzt noch, dass in den 50 Jahren die Dividenden eventutell sogar noch angehoben werden können, so ist klar, dass Value Investing und Dividenden sehr stark miteinander verbunden sind.

Aber was haben Schneebälle mit Dividenden gemeinsam? Denkt man an einen Schneeball (egal wie groß) und rollt den Ball im Schnee, so wird der Schneeball immer größer und größer. Wenn er einen Hügel hinabrollt muss man ihn nur einmal anstupsen und er wird beim runterollen immer größer. Ganz von alleine. Dasselbe gilt für Dividenden. Egal wie hoch die Dividendeneinnahmen sind: niemals ausgeben, stets reinvestieren. Das Investment wird nun von ganz alleine anwachsen (vorausgesetzt ihr habt die richtigen Aktien gewählt)..

Zu diesem Thema gibt es auch zwei erstklassige Bücker, die ich allen Value Investoren empfehle:

 

Einfluss von Währungsschwankungen auf Value Investoren

Eine Grundsatzfrage: Welchen Einfluss haben Währungsschwankungen auf Value Investoren? Ich werde mal versuchen das Thema an einem aktuellen Beispiel zu erklären.

Betrachtet man das Unternehmen Nestlé fällt auf, dass die „Unternehmenswährung“ der Schweizer Franken ist. Der Schweizer Franken ist zu Beginn des Jahres 2015 im Vergleich zum Euro stark gestiegen (Achtung: hier nicht vom Chartbild täuschen lassen). Hat man also als nicht Schweizer Nestlé Aktien Anfang 2015 gehalten, so ist der € Wert der Aktien stark gestiegen. Das freut natürlich die €-Nestlé Aktionäre.

Die andere Seite der Medaille ist jedoch, dass der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern seine Ware ins „€-Ausland“ jetzt teurer verkaufen muss. Die Nachfrage nach Nestlé Produkten sollte also sinken. Und sinkende Nachfrage führt zu sinkenden Absatz und dieser führt (normalerweise) zu sinkenden Aktienpreisen.

Was will ich damit sagen?

Als Value Investor sind kurzfristige Einflüsse wie Währung, Zinsen, Edelmetallpreise, etc. unerheblich. Der stets langfristig orientierte Value Investor beachtet solche Einflüsse bei seinen Investitionsentscheidungen nicht.

Zeit ist der Freund von wunderbaren Unternehmen und der Feind von mittelmäßigen Unternehmen.

Warren Buffett