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Tag Archives for " Stefan Bielmeier "

Monsun und SUV beeinflussen die Ölpreise

Wie jeden Monat hat die Internationale Energieagentur (IEA) auch vorgestern wieder einmal ein schriftliches Update ihrer gegenwärtigen Einschätzung des globalen Rohölmarktes – den viel beachteten „Oil Market Report“ – vorgelegt. Und diese Status-Quo-Analyse fiel im September spürbar negativer aus als noch in den zurückliegenden Monaten. Kurz und unangenehm lautet die aktualisierte IEA-Botschaft: Aufgrund einer nachlassenden Nachfragewachstums-geschwindigkeit, einer robuster als erwarteten Rohölproduktion der Nicht-OPEC-Staaten und einer erhöhten OPEC-Förderung wird sich die Resynchronisierung von Angebot und Nachfrage auf dem Rohölmarkt auf der Zeitachse noch etwas weiter nach hinten verschieben. Ging die IEA bis dato davon aus, dass sich der seit dem Herbst 2014 im Ausnahmezustand befindende Rohölmarkt im Laufe des (späten) 2H 2016 wieder ausgleichen würde, kalkuliert die 29-Staaten-Organisation nun mit einem „Angebots-Nachfrage-Rendezvous“ im 2H 2017. Basierend auf der neuen IEA-Prognose antizipiert die IEA für die kommenden vier Quartale einen neuerlichen (kumulierten) Angebotsüberschuss von über 200 Mio. Barrel.

Am zuletzt wieder hoffnungsfroheren Rohölmarkt sorgte diese neue IEA-Klangfarbe für einen fühlbaren Stimmungsdämpfer. So knickte der Brent-Rohölpreis seit Veröffentlichung des IEA-Reports um immerhin 4% auf 46 USD ein. Hierfür dürfte sicherlich auch eine Rolle gespielt haben, dass auch die kurz zuvor veröffentlichten Monats-Berichte des US-Energieministeriums (DOE) und der OPEC – gleichwohl mit unterschiedlichen Begründungen – eine Spur negativer formuliert wurden als zuvor.

Ein wichtiger Impulsgeber für die vorgenommene IEA-Aktualisierung war eine zurückhaltendere Verbrauchsprognose für China und Indien vor dem Hintergrund der jüngsten Konsumdaten im Juni und Juli. Explizit wird der Rückgang des indischen Verbrauchswachstums im Juli angeführt, das sich nach einem stabilen Anstieg von 12% im Durchschnitt des 1H 2016 auf 5% im Juli abgekühlt hatte. Wie schnelllebig dieses „Impuls-Geschäft“ aber sein kann, zeigt sich exemplarisch an den von Indiens Ölministerium nahezu zeitgleich mit der IEA-Veröffentlichung bekannt gegebenen Verbrauchszahlen für den Monat August. Diese hatten nämlich einen Wiederanstieg des nationalen Konsumzuwachses auf über 11% zum Inhalt. Es spricht demgemäß Vieles dafür, dass die IEA-Statistiker den verbrauchshemmenden Einmaleffekt der Monsun-Überflutungen unterschätzt haben. Auch in China könnten Sondereffekte für die zuletzt deutlich schwächelnde Wachstumsgeschwindigkeit des Rohölproduktkonsums verantwortlich zeichnen. So litt im Sommer auch das Reich der Mitte unter massiven Überflutungen in diversen Landesteilen. Zudem ordnete Peking bereits im Vorfeld des jüngsten G20-Gipfels zur Verbesserung der Luftqualität umfangreiche Reduktionen der wirtschaftlichen Aktivität insbesondere in schadstoffreichen Industrien an. Der von einem spürbar steigenden SUV-Marktanteil (Sports Utility Vehicle) begleitete Pkw-Absatz in China in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres (+13%) spricht jedenfalls nicht für eine ausgeprägte Rohöl-Diät.

Vor dem Hintergrund einer entsprechenden Ankündigung des Betreiber-Konsortiums wurde auf der Angebotsseite des IEA-Modells im September-Report zudem die Produktionsaufnahme des kasachischen Ölfeldes „Kashagan“ berücksichtigt. Dies könnte sich allerdings mit Blick auf die (sehr lange) Historie speziell dieses Ölfeldes als vorschnell erweisen. So wurde das aufgrund seines theoretischen Potenzials als „Elefanten-Feld“ bezeichnete Offshore-Vorkommen bereits im Jahre 2000 entdeckt und sollte ursprünglich im Jahre 2005 (!) online gehen. Erst Ende 2013 nahm Kashagan dann kurz seinen Dienst auf, um wegen einer porösen Pipeline-Infrastruktur umgehend wieder geschlossen zu werden.

Fazit: Solange es keine exakten „Produktionszähler“ an jeder Förderquelle dieser Erde und keine „Just-in-Time-Verbrauchsdaten“ für alle Konsumnationen gibt, ist die Formulierung von Angebots- und Nachfrage-Modellen aufgrund ihrer mannigfachen Einflussfaktoren (u.a. Preis, Geopolitik, Streiks, Wetter) eher eine nutzenstiftende Kunst als eine exakte Wissenschaft. Jeder Modell-Bauer, egal ob er nun DOE, IEA oder OPEC heißt, füllt das solchermaßen unvermeidliche Primärdaten-Vakuum mit auf Sekundärdaten basierenden Annahmen bzw. Erwartungen. Dass dabei subjektive Dateninterpretationen und auch Marktstimmungen eine Rolle spielen, zeigt sich u.a. daran, dass die IEA ihre US-Produktionsprognose just zu dem Zeitpunkt reduzierte, an dem sie das DOE nicht unwesentlich heraufgenommen hat! Angesichts der Flut der auf den Markt strömenden Daten tut man manchmal ganz gut daran, die kurzfristige Aufgeregtheit den Anderen zu überlassen und selbst einen Schritt zurückzutreten, um das große Ganze zu fokussieren. Dies ist nach unserem (subjektiven) Ermessen Folgendes: Als Folge massiver Investitionseinschnitte in den Jahren 2015, 2016 und mindestens wohl auch noch 2017 schrumpfen in diversen Nicht-OPEC-Staaten perspektivisch die Erzeugungsmengen (u.a. China, Indien, „Nordsee“). Angesichts einer gleichzeitig solide wachsenden Weltnachfrage und einer nur noch begrenzt steigerungsfähigen OPEC benötigt die Welt demgemäß spätestens ab dem Jahr 2018 wieder eine steigende US-Rohölproduktion („Call-on-USA“). Diese kommt erstens nicht über Nacht und zweitens nicht nur aus der derzeit gesuchten „Super-Schieferöl-Region“ Permian. Damit auch die übrigen – weniger kostengünstigen – US-Schieferöl-Regionen ihren Wachstumsbeitrag leisten können, braucht es eine wieder steigende US-Explorationsaktivität, die sich aber erst bei nachhaltig stabilen WTI-Rohölpreisen von 50-60 USD einstellt.

Dies ist ein weiterer toller Beitrag von Stefan Bielmeier aus seinem Blog.

Was hat das Knie mit den Finanzmärkten zu tun?

Kniereflexe und der Finanzmarkt

Stefan Bielmeier hat in seinem Blog folgenden Vergleich zwischen menschlicher Kniescheibe und den Finanzmärkten gezogen:

Der bekannte Kniesehnenreflex funktioniert ganz einfach: Bei einem leichten Schlag auf die Patellarsehne, hebt sich der Unterschenkel. Ähnlich funktionieren zurzeit die internationalen Zentralbanken. Es gibt eine außergewöhnliche Entwicklung, im aktuellen Fall der Brexit, nach kurzer Zeit kommen starke Versprechen der Notenbanken, dass man baldigst das monetäre Umfeld weiter lockert. So geschehen gestern, als die Zentralbank von Großbritannien vorsorglich Zinssenkungen in naher Zukunft angekündigt hat und die EZB eine baldige Änderung bei den Modalitäten des Staatsanleihekaufprogramms ankündigte. Zukünftig könnte der Ankaufschlüssel nach der Marktkapitalisierung und nicht nach den EZB-Kapitalanteilen der Länder ausgerichtet werden. Das könnte bedeuten, dass die Schuldenhöhe eines Landes den Anteil der zukaufen Anleihen im Kaufprogramm der EZB bestimmt.

Die Reaktionen am Kapitalmarkt waren auch die üblichen. Die Aktien und Unternehmensanleihen haben profitiert und die Renditen von Staatsanleihen sind gefallen. Jedoch denke ich nicht, dass solche Ankündigungen noch einen nachhaltig positiven Effekt auf das Vertrauen der Investoren haben. Damit dürfte die stabilisierende Wirkung solcher Ankündigungen für die Finanzmärkte und die konjunkturelle Entwicklung ebenfalls sehr schwach sein.

Gleichzeitig wird durch die niedrigen Renditen im Euroraum der Druck auf Ersparnisse und das Bankensystem immer größer. Insbesondere in Deutschland wird dies zunehmend sichtbar. Die steigende Diskussionsdynamik bei den Themen negative Zinsen für private Kunden und betriebliche Altersvorsorge sind deutliche Zeichen einer zunehmenden Besorgnis. Dies könnte mittelfristig eher zu einer weiteren Destabilisierung im Euroraum beitragen, also genau der gegenteilige Effekt von dem, was die EZB gern erreichen würde.

 

Stefan Bielmeiers volkswirtschaftliche Beobachtungen sind sehr interessant und ich lese seine Artikel sehr gerne.

Die Exzesse des Mario Draghi und dessen Folge

Jede Dienstleistung und alle Güter besitzen einen Preis. Der Preis wird gezahlt um die Wertschöpfung zu zahlen. Die EZB (Europäische Zentralbank) hat mit den aktuellen geldpolitischen Mitteln die Marktteilnehmer überrascht und dieses oben genannte Gesetz gebrochen.

Der Preis für Geld, nämlich der Zins ist auf 0 % gesunken. Darüber hinaus wurde das Anleihen Kaufprogramm stark ausgeweitet.

„In einem Meer mit ständig steigendem Wasserpegel ist es schwierig auf Grund zu laufen“

Diese Metapher soll bedeuten, dass die internationalen Börsen angesichts der Geldschwemme stark volatil sind und wohl eher Richtung Norden tendieren werden (Annahme). Gleichzeitig wird es bei steigenden „Wasserständen“ auch schwierig, „trockenes Land und einen sicheren Hafen zu erreichen“

Mario Draghi möchte mit den jüngsten Maßnahmen mit aller Kraft gegen schwache Inflationsaussichten kämpfen. Stefan Bielmeier hat in seinem Blog ein Video mit einigen Einschätzungen zu den aktuellen EZB Schritten gepostet. Ob die Schritte wirkungsvoll sind, kann man wie so oft zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beantworten.

Was beunruhigt mich an der Sache?

Zwei Dinge:

Die Bild Zeitung schreibt, man soll jetzt Aktien kaufen. Dies war in der Vergangenheit immer ein sehr treffender Indikator für folgende Aktienmarkteinbrüche.

Zum anderen habe ich in der Süddeutschen Zeitung (ein in Sachen Wirtschaft wohl seriöseres Blatt) von einem Whisky Fonds gelesen. Der Fonds spekuliert (Entschuldigung, aber für mich ist das nichts anderes als Spekulation) darauf, dass ältere Whisky Flaschen im Wert stark ansteigen. Der Fondsvertrieb war in der Lage 9 Millionen Dollar in Hong Kong einzusammeln. Ein klares Zeichen der Spekulation ist für mich die fehlende Wertschöpfung. Es steht kein Unternehmen dahinter das einen Veredelungsprozess vornimmt und einen Mehrwert schafft. Für mich sind solche Anlageformen ein klares Zeichen von Übertreibungen und Fehlallokationen des Geldes.

Da Draghi und andere Notenbanker Geld rund um den Globus stark abwerten, quasi wertlos machen, sucht das Geld andere Kanäle. Die Börsen- und Immobilienmärkte sind durch die Geldfluten und niedrigen Zinsen überbewertet, also werden von den Investmentbankern neue Anlagemöglichkeiten erfunden. Der Vergleich zu den synthetischen Kreditverbriefungen vor der Finanzkrise 2008 ist m. E. stark zutreffend.

Warren Buffett sagt zu solchen Anlageformen:

„Die Börse ist lediglich ein Marktplatz. Die Wertschöpfung findet in den Unternehmen statt“

Ich kann die Zukunft nicht vorhersehen. Ich kann mich nur darauf vorbereiten. Cash wird jetzt zwar abgewertet. Die Bedeutung als Call Option in der Zukunft ist davon jedoch unangetastet.

2016 wird gut

GDP_nominal_per_capita_world_map_IMF_2008

 

Bielmeier ist Chefvolkswirt der DZ Bank AG. In seiner Aufgabe als Volkswirt trifft er Aussagen zur zukünftigen Entwicklung verschiedener Volkswirtschaften. Ich finde die Aussagen immer sehr fundiert und aussagekräftig.

Aus diesem Grund werde ich den Beitrag von Bielmeier fast eins zu eins hier weitergeben:

 

Vor allem dank einer gut laufenden Konsumnachfrage befindet sich die deutsche Wirtschaft im ausgehenden Jahr 2015 auf Wachstumskurs. Während in früheren Erholungsphasen zumeist die Exportstärke Deutschlands die Konjunktur angetrieben hat, ist es diesmal die robuste Binnennachfrage, Sie stützt sich auf eine ausgesprochen günstige Arbeitsmarktlage und kräftig steigende Realeinkommen.

Die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung und eine rekordhohe Beschäftigung sind die Gründe für einen dynamischen Anstieg der privaten Konsumausgaben, der 2015 auch die Kassen des deutschen Einzelhandels nach einigen eher mageren Jahren wieder hat klingeln lassen. Die Kaufbereitschaft der Verbraucher ist – angesichts einer niedrigen Inflationsrate und des extrem niedrigen Zinsniveaus – auch bei größeren Anschaffungen hoch ausgeprägt.

Dagegen halten sich die deutschen Unternehmen trotz einer auskömmlichen Gewinnentwicklung mit ihren Investitionsausgaben bislang eher zurück. Die Unsicherheiten im außenwirtschaftlichen Umfeld sind hierfür der wichtigste Grund. Die Konjunktur in einigen wichtigen Schwellenländern läuft derzeit mehr schlecht als recht. Darüber hinaus belasten geopolitische Krisen die globale Wirtschaft. Der stockende Welthandel bedeutet für die deutsche Industrie, dass die Produktion derzeit nur wenig steigen kann und die Auftragslage etwas zu wünschen übrig lässt. Daran dürfte sich vorerst nur wenig ändern.

Dennoch können wir optimistisch gen 2016 blicken. Denn der Ausblick auf das kommende Jahr verspricht eine weiterhin kräftige Inlandsnachfrage. Die ausgesprochen hohe Zahl offener Stellen auf dem Arbeitsmarkt ist ein Indiz dafür, dass die Beschäftigung weiter ansteigen wird und auch die Einkommen werden 2016 vermutlich kräftig zulegen.

Zwar wird die Inflationsrate im kommenden Jahr wohl etwas höher ausfallen als 2015, weil der Rückgang des Ölpreises für die Verbraucherpreise keine so wichtige Rolle mehr spielen wird. Dennoch können sich die privaten Haushalte auch im kommenden Jahr auf steigende Realeinkommen freuen und das Konsumklima dürfte positiv bleiben.

Auch die vielen Flüchtlinge in Deutschland werden einen positiven Einfluss auf unsere Wirtschaft haben. Wir erwarten, dass die Zahl der einwandernden Flüchtlingen auch 2016 hoch bleiben wird. Das führt bei den öffentlichen Haushalten zu einem kräftigen Ausgabenanstieg und kommt somit der heimischen Nachfrage zugute.

Die zusätzlichen Staatsausgaben zur Verpflegung, Unterbringung und weiteren Betreuung der vielen Flüchtlinge sorgen sowohl bei den privaten als auch bei den öffentlichen Konsumausgaben für stattliche Zuwächse. Sie werden wohl zum größten Teil aus dem Überschuss des Staatshaushalts geleistet und wirken daher auf die Wirtschaft wie ein kleines Konjunkturprogramm.

Die erhöhte Einwanderung sorgt darüber hinaus auf dem ohnehin schon recht engen Wohnungsmarkt für zusätzliche Nachfrage und wird sowohl die Mieten als auch das Neubauvolumen im kommenden Jahr weiter anziehen lassen. Für die Bauwirtschaft bleibt der Ausblick also positiv, zumal der Staat auch bei der Infrastruktur zusätzliche Ausgaben eingeplant hat. Die Investitionsausgaben der Unternehmen dürften sich 2016 ebenfalls allmählich beleben, wenn die internationalen Belastungsfaktoren an Gewicht verlieren und die Auslastung der Kapazitäten wieder über ihren langjährigen Durchschnittswert ansteigt.

Für den erfolgsverwöhnten deutschen Export bleiben dagegen die Aussichten auch 2016 verhalten, weil die globale Konjunktur noch nicht wieder nennenswert an Dynamik zulegt. Zwar mildern sich die Wirtschaftskrisen in Ländern wie Brasilien und Russland allmählich ab, doch eine wirkliche Erholung ist dort noch nicht in Sicht. Der wichtige Wachstumsmarkt China bleibt zwar insgesamt stabil, aber das Nachfragewachstum früherer Jahre ist nicht mehr in Reichweite. Eine stabile Industrieländerkonjunktur mit einer fortgesetzten Erholung im Euro-Raum bildet aber die Basis für eine moderat positive Exportentwicklung. Angesichts der dynamischen Binnennachfrage dürften die Importe jedoch schneller ansteigen als die Ausfuhren, so dass der Beitrag des Außenhandels zum Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr wieder leicht negativ ausfallen dürfte.

Insgesamt sehen wir die deutsche Wirtschaft 2016 also auf einem stabilen Wachstumspfad, wobei das Bruttoinlandsprodukt wie im laufenden Jahr um 1,8 Prozent zulegen dürfte. Die Inflationsrate bleibt auch im kommenden Jahr niedrig, steigt aber mit knapp einem Prozent wieder in den positiven Bereich. Die Arbeitslosenquote, im November 2015 mit 6,0 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 1990, dürfte aufgrund erster Effekte der Flüchtlingszuwanderung nach dem deutlichen Rückgang der letzten Jahre wieder leicht ansteigen.

 

Was sind Qualitätsfirmen

Philip Fisher definierte einige Kriterien für Qualitätsfirmen, genauso wie Benjamin Graham es in Kapitel 5 seines Buches „The Intelligent Investor“ getan hat. Kennzeichen defensiver Qualitätsfirmen:

  • Eine signifikante Größe und Bedeutsamkeit
  • 20 Jahre oder länger andauernde Dividendenhistorie
  • Eigenkapitalquote von mindestens 50%
  • Aktienpreis nicht mehr als das 25-fache der durchschnittlichen Gewinne der letzten 7 Jahre
  • Aktienpreis nicht mehr als das 20-fache der letztjährigen Gewinne

Auch Stefan Bielmeier von der DZ Bank AG hat „eine Lanze für Qualitätsfirmen gebrochen“:

http://www.bielmeiersblog.dzbank.de/2015/10/19/defensive-dividendenaristokraten-bieten-hohe-renditen/

Aktuell fällt der weltweit tätige Hersteller von Produkten für den Gesundheitsbereich Johnson-Johnson aus den USA in diese Merkmale. Die Produktpalette von J&J umfasst Konsumgüter (Hautpflege, Wundpflege, etc.), medizinisch-technische Geräte, und Pharmazeutika.

sind die Marken, die vielen Verbrauchern etwas sagen.

Das seit 1944 an der Börse notierte Pharma- und Konsumgüterunternehmen ist ein sog. Dividendenaristokrat, denn im April hat J&J die Dividende um 7,1% erhöht auf den aktuellen Wert von 0,75 USD – und damit hat J&J seine Dividende das dreiundfünfzigste Jahr in Folge angehoben. Das alleine ist natürlich kein Grund für einen Kauf. Doch J&J hat kürzlich seine Quartalszahlen vorgelegt und obwohl man unter dem starken Dollar zu leiden hatte, lagen diese doch mal wieder über den Erwartungen und J&J hat einige neue Medikamente in der Pipeline, die das Zeug zu Milliardenumsätzen in sich bergen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 53% und der Umsatz beträgt rund 74 Mrd. USD. Mit einem KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 3% ist J&J attraktiv bewertet und das neue Aktienrückkaufprogramm von 10 Mrd. USD sollte dem Kurs zusätzlichen Auftrieb geben.

Wie denken andere über das Thema Öl?

In meinen bisherigen Beiträgen zum Thema Öl (Öl Downturn und Valuetrapp Öl ) sowie einigen Ausflügen in die aktuelle Medienlandschaft (Öl Multis und Schweinezyklus), möchte ich Euch die Gedanken zu diesem Thema einiger namhafter Ökonomen unserer Zeit nicht vorenthalten.

Stefan Bielmeier beleuchtet in seiner Funktion als Chef Volkswirt der DZ Bank AG aktuelle Kapitalmarktthemen. In seinem neuesten Beitrag befasst er sich auch mit dem Thema Öl.

Ich bin davon überzeugt, dass aktuell im Bereich Öl unterbewertete Unternehmen gekauft werden können.

Was hat dieses Thema mit Value Investing und FGC GmbH  zu tun?

FGC ist ein Unternehmen, dass sich an unterbewertete Unternehmen beteiligt. Fallende Ölpreise führen auch zu fallenden Preisen bei Ölunternehmen. In diesem Bereich gibt es aktuell einige unterbewertete Unternehmen mit beeindruckender Dividendenhistorie und „Systemen“ die von den fallenden Ölpreisen profitieren…