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Waschmittelhersteller gibt Gas

Der ehemalige Adidas Manager Hans Van Bylen will durchstarten

Das Top Ziel des neuen Managers des Waschmittelherstellers ist die Fortsetzung des profitablen Wachstums. Hans Van Bylen will den Online Umsatz bis 2020 verdoppeln, auf dann über 4 Mrd. Euro.

Hauptziel des Wachstums ist dabei das digitale Geschäft. Die Verdopplung des Umsatzes soll vor allem im Bereich der Klebestoffe erfolgen. Henkel will hierzu neue Wege gehen und mehrere Kanäle gleichzeitig beliefern. Mit dieser sogenannten Omni-Channel Strategie will Hans Van Bylen Henkel vom Produktanbieter zum Lösungsanbieter verändern.

Vor allem bei Waschmittel und Shampoo will Henkel auf Online Plattformen, Abo Modelle und automatische Nachbestellungen setzen. Henkel setzt diese Strategie bereits erfolgreich beim Online Wäschedienst „Persil Service“ ein. Dieser Service wird zusammen mit einem mittelständischen Wäschereiunternehmen geführt. Der Konsumgüterriese Henkel will in Zukunft verstärkt auf Joint Venture setzen. Laut dem CEO Van Bylen gibt es einige Marktteilnehmer, die das „Home-Delivery“ Geschäft oder Endverbrauchergeschäft besser können.

Investitionen in Firmen Gründungen

Wie auch andere Unternehmen will Henkel einen Fonds für Start Ups aufsetzen. Das Volumen soll 150 Mio. Euro betragen. Das Geld soll in neue innovative Unternehmen investiert werden mit hoher digitaler oder technologischer Expertise. Für den Fonds wird ein eigener Chief Digital Officer ernannt.

Van Bylen will in IT und neue Unternehmen bis Ende 2020 etwa eine Milliarde Euro investieren. Um diese enormen Investitionen zu finanzieren sollen die Erlöse durchschnittlich organisch um 2 bis 4 Prozent wachsen.

Henkels Markenportfolio

Unilever tut es, Procter & Gamble tut es. Nun will sich auch Henkel stärker auf die internationalen Marken fokussieren. Im Jahr 2020 sollen die besten 10 Marken 75 Prozent des Umsatzes ausmachen. Neben der Fokussierung ist für die „Agenda 2020“ sind auch Akquisitionen wichtig um in angrenzende Bereiche einzudringen. Der neue CEO Van Bylen will auch bei der Profitabilität weiter zulegen. So soll die Ebit Marge jährlich im Schnitt um sieben bis neun Prozent zulegen. Es ist spannend wie sich die großen Konsumgüterhersteller in unseren Regalen ein Kopf an Kopf Rennen liefern.

In meinem Buch „Handbuch der Aktienanalyse“ zeige ich Ihnen, wie Sie unterbewertete Unternehmen erkennen und davon profitieren können.

 

Große Baustellen bei Nestlé

Leise, still und heimlich hat Nestlé Froneri, das Eiskrem- und Tiefkühl-Joint-Venture von Nestlé und R&R Ice Cream am 1. Oktober gestartet. Das Gemeinschaftsunternehmen bringt es auf 2,5 Mrd. Euro Jahresumsatz, wichtigster Markt ist Deutschland.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Nestlé S.A. und R & R Ice Cream Plc., Froneri, hat nach Abschluss aller wettbewerbsrechtlicher Genehmigungsverfahren diese Woche die Arbeit aufgenommen. Geführt werden die Geschäfte von R&R-Chef Ibrahim Najafi. Nestlé-Vorstand Luis Cantarell wird Vorsitzender des Aufsichtsrats, dem drei Nestlé-Manager und drei Vertreter des R&R-Eigentümers, dem britischen Finanzinvestor PAI, angehören. Cantarell wird zwar Ende des Jahres aus dem Vorstand des Weltkonzern ausscheidet, aber auch künftig die Interessen der Schweizer bei Froneri wahrnehmen. Mit ihm wechselt das Management der Nestlé-TK-Sparte fast vollständig in die neue Gesellschaft.

Froneri wird auch Nestlés Großverbrauchergeschäft mit Erlenbacher zugeschlagen. Dagegen bleiben Wagner Pizza sowie das TK-Geschäft in Italien außen vor.

Nestlé ist aktuell am Eismarkt abgeschlagen. Weltweit wird Eis im Wert von ca. 77 Mrd USD im Jahr verkauft. Der Schweizer Anteil liegt bei ca. 10 Prozent. Unilevers Anteil hingegen ist doppelt so groß. Er will mit dem Deal Kompetenzen bündeln in einer nach wie vor dynamischen Kategorie. Weltweit, so die Prognose von Euromonitor, soll der Eiskremmarkt bis 2020 um 14 Prozent auf dann 87 Mrd. USD wachsen. Als besonders vielversprechend gelten die Regionen Asia-Pacific und Afrika.

Das Eisgeschäft soll an die Börse gehen

Es ist noch unklar, ob Nestlé mit dem Deal  eine weniger erfolgreiche Beteiligung losschlagen möchte, oder seine Aktionäre an dem Erfolg der neuen Gesellschaft beteiligen. Wie letzteres geht, hat zuletzt Procter & Gamble mit dem Verkauf seines Parfumgeschäfts vorexerziert. Reuters zitiert Frederic Stevin von PAI damit, die Unternehmensanteile der Partner könnten sich künftig auch verändern. Auf längere Sicht wolle man mit Froneri an die Börse.

Die Ausgliederung aus dem Nestlé-Konzern ist aus Sicht von Analysten logisch, weil bei der Neupositionierung als größtem Wellness- und Gesundheitskonzern nur störend. Zuletzt habe die Eis-Sparte an Umsatzbedeutung leicht eingebüßt. Nestlé will, unbestätigten Meldungen lokaler Medien zufolge, die Eisfabrik in Serbien schließen. Sie ist Teil der 2005 übernommenen griechischen Delta Ice Cream.

Ungeachtet dessen wurden die Erwartungen nicht erfüllt

Angesichts der Schwäche in vielen Schwellenländern schätzt der Lebensmittelriese Nestlé seine Wachstumschancen pessimistischer ein. Aus eigener Kraft werde der Konzern im laufenden Jahr wohl nur um 3,5 Prozent zulegen, teilte Nestlé am Donnerstag mit. Eigentlich hatte der Hersteller von Kitkat-Schokoriegeln, Maggi-Fertiggerichten und Nescafé wie im Vorjahr um 4,2 Prozent wachsen wollen.

In den ersten neun Monaten blieb Nestlé hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurück. Insgesamt setzte der Konzern mit 65,5 Mrd. Schweizer Franken (60,3 Mrd. Euro) nominal 1 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum (64,9 Mrd.). Organisch stieg der Umsatz um 3,3 Prozent, wovon 0,8 Prozentpunkte auf Preissteigerungen zurückgehen. Wechselkursseffekte wirkten sich mit -1,7 Prozent, Akquisitionen und Veräußerungen mit -0,6 Prozent mindernd auf das Umsatzwachstum aus.

Nestlé ist stark im Umbruch. Neben dem Eisdeal sollen auch mehrere lokale Wassermarken auf dem Prüfstand stehen. Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht.

Pepsico verdient weniger

 

Der Snack- und Softdrink-Konzern Pepsico hat trotz guter Geschäfte mit neuen Produkten auf dem US-Markt im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von knapp 2 Prozent verbucht. Den Wermutstropfen steuert der starke Dollarkurs bei, der die Einnahmen aus dem Ausland in der Umrechnung schmälert. Der Gewinn allerdings klettert unerwartet stark.
Den amerikanischen Chips- und Getränkehersteller Pepsico stimmen gute Geschäfte auf dem Heimatmarkt zuversichtlich für das Gesamtjahr. Neue Snacks wie kalorienarmes Popcorn oder Bio-Limonaden kämen bei den Verbrauchern gut an, teilte der Coca-Cola-Konkurrent am Donnerstag mit. Allerdings schmälere der starke US-Dollar die Einnahmen aus dem Ausland. So ging im dritten Quartal (bis Anfang September) der Umsatz um 1,9 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar zurück. Damit schnitt der Konzern aber besser ab als Analysten es erwartet hatten.
Der Gewinn kletterte unerwartet stark auf rund 2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf das Geschäft in Venezuela belastet, so dass damals nur 533 Millionen Dollar unter dem Strich standen. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun etwas mehr Gewinn als zuvor. Je Aktie will er 4,78 Dollar verdienen. Zum Halbjahr war er noch von 7 Cent weniger ausgegangen. (dpa-AFX)

Coca Cola mit weniger Umsatz

Der Hersteller von Zuckerbrause muss mit sinkenden Umsätzen kämpfen

Gegenüber dem Vorjahresquartal ist der Umsatz um 7 Prozent gefallen. Noch schlimmer war es beim Gewinn. Dieser fiel um 28 Prozent. Schuld an dem Rückgang sind laut Coca Cola vor allem die Währungsschwankungen und der laufende Konzernumbau. Die US Getränkehersteller tun sich weiter schwer, da die Trends rund um das Thema Fitness und Gesundheit die Nachfrage nach klassischen Softdrinks dämpfen. Der Umsatz fiel bereits das sechste mal in Folge auf 10,6 Mrd. US-Dollar. Auch der Gewinn fiel auf 1 Milliarde US-Dollar.

Auch die Konkurrenz reagiert

Sondersteuern auf zuckerhaltige Lebensmittel haben gerade Hochkonjunktur unter Politikern und Gesundheitsexperten. Der Lebensmittelhersteller Pepsico will aus diesem Grund in Zukunft weniger Zucker, Salz und ungesättige Fettsäuren in den Produkten verwenden. Das ausgegebene Ziel kommt einen angesichts des langen Umsetzungplans jedoch unseriös vor. Die vorgestellte Agenda will die Ziele bis im Jahr 2025 umgesetzt haben. Mindestens zwei Drittel des globalen Getränkeportfolios sollen geändert werden. Der Zuckerzusatz soll maximal 100 Kalorien pro 12 Unzen-Portion (rund 355 Milliliter) betragen.

Noch ein Bier, bitte! Heineken steigert Umsatz

Der Brauereikonzern Heineken steigerte seinen Absatz im dritten Quartal stärker als die Analysten erwarteten

Bereinigt um Zu- und Verkäufe steigt der Umsatz um 2 Prozent. Der vorliegende Rückgang des Gewinns wird durch Einmaleffekte und Abschreibungen begründet. Der zweitgrößte Braukonzern der Welt hat in den Sommer Monaten mehr Bier verkauft als erwartet. Das Unternehmen aus Amsterdam konnte die Analysten überzeugen. Sie hatten lediglich mit 1,4 Prozent mehr Bierabsatz gerechnet. Wenn man die Zukäufe noch mit einrechnet konnten die Holländer ihren Absatz sogar um 5,4 Prozent steigern.

Unter Strich sinkt der Gewinn

Etwa 30 Prozent weniger Gewinn, also 1,24 Milliarden Euro konnte das Unternehmen erwirtschaften. Der Rückgang ist vor allem auf Sondereffekte aus dem letzten Jahr zurückzuführen. Dank eines Verkaufs konnten im lezten Jahr ein Sonderertrag von 379 Millionen Euro verbucht werden. In diesem Jahr musste hingegen eine Abschreibung in Höhe von 233 Millionen Euro verschmerzt werden.

Weniger verdient mit Zahnpasta und Seife

Colgate Palmolive verdient weniger

Bedingt durch negative Wechselkurse hat Colgate Palmolive 3,5 Prozent weniger umgesetzt. Auch der Gewinn ging zurück. Der Hersteller von Zahnpasta, Zahnbürsten und Seife (auch Hundefutter vertreibt das Unternehmen vor allen in den USA) musste einen Rückgang des Nettoumsatzes konzernweit um 3,5 Prozent auf 3,9 Mrd. US-Dollar verkraften. Schuld sind laut Unternehmen vor allem Währungsschwankungen und ein schwieriges Lateinamerika Geschäft. Anlayste hatten im Vorfeld höher Erwartungen geäußert.

Ian Cook, Chairman, President and Chief Executive Officer, freut sich dennoch. Der Zahnpastaprofi habe schließlich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein organisches Wachstum von 4,5 Prozent geschafft.

Ich konzentriere meine Investment auf Dinge des täglichen Lebens und leicht verständliche Geschäftskonzepte. Die langfristigen Aussichten sind aus meiner Sicht nach wie vor „blendend“.

Unilever kauft Nachhaltigkeit in das Portfolio

Unilever kauft Seventh Generation

Der Konsumgüterriese Unilever investiert in Produkte mit Nachhaltigkeitsanspruch und holt sich den US-Reinigungsmittelhersteller Seventh Generation ins Portfolio. Das Unternehmen setzt auf pflanzliche Inhaltsstoffe und vertreibt seine Artikel über Händler wie Target oder CVS Pharmacy.

Kosten werden nicht genannt

Der Konsumgüterriese Unilever hat bei einem Haushaltsartikelhersteller mit ökologischem Anspruch zugeschlagen. Wie der Konzern mitteilt, wurde mit Seventh Generation aus Vermont ein Kaufvertrag unterzeichnet. Wie viel sich Unilever den Zukauf kosten lässt, wird nicht offengelegt.

Andere Käufe zur Zeit nicht attraktiv

2015 hat der Neuzugang den Angaben zufolge 200 Mio. US-Dollar umgesetzt. Zudem habe das 1988 gegründete Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren jährlich zweistellige Wachstumsraten verzeichnet. Das US-Wirtschaftsmagazin Fortune berichtet unter Berufung auf Insider, dass Unilever zwischen 600 und 700 Mio. Dollar in bar für den Spezialisten für WPR- und Hygiene-Produkte auf pflanzlicher Basis gezahlten haben dürfte. Im Gegensatz zu Mitbewerbern wie die Honest Company von Jessica Alba, an dem Unilever zuletzt Interesse nachgesagt worden war, setzt Seventh Generation auf den Vertrieb über Händler wie Target, CVS und Walgreens. Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen.

Der Nordamerika-Chef von Unilever, Kees Kruythoff, sieht Seventh Generation auf einer Linie mit dem bestehenden Nachhaltigkeitsportfolio des Konzerns zu dem die Fair-Trade-Eiskrem-Marke Ben & Jerry’s und die Pflegemarke Dove gehören. Der CEO von Seventh Generation ist für Unilever dabei kein Unbekannter: John Replogle war bis 2006 für das nordamerikanische Hautpflegegeschäft des Konzerns verantwortlich.

Henkel verdient Geld mit Geld

Henkel verdient Geld mit Geld

 

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat zur Finanzierung der Sun-Übernahme eine Anleihe platziert, die Investoren eine Rendite von weniger als null Prozent einbringt. Henkel verdient an dem „Darlehen“ also noch, während Investoren unter dem Strich Geld verlieren. Henkel und der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis sind die ersten privatwirtschaftlichen Unternehmen, die über Anleihen in Euro Geld mit einer negativen Rendite aufnehmen. Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller hat sich über einen Bond mit einer Laufzeit bis 2018 Finanzmittel im Volumen von 500 Millionen Euro beschafft. Die Rendite dieser Anleihe liegt bei minus 0,05 Prozent und der Zinskupon bei 0 Prozent – Henkel muss seinen Anlegern also weniger Geld zurückzahlen, als aufgenommen wurde. Auch die Rendite bei Sanofi, deren Anleihe ein Volumen von einer Milliarde Euro hat, liegt bei minus 0,05 Prozent.

Insgesamt hat Henkel Anleihen im Wert von 2,2 Mrd. Euro am Markt platziert, die das Unternehmen zur Finanzierung der Übernahme des Waschmittelherstellers The Sun Products Corporation benötigt. Neben der Anleihe mit negativer Emissionsrendite hat Henkel noch drei weitere Anleihen über 700 Mio. Euro, 750 Mio. US-Dollar und 300 Mio. Pfund platziert, die neutrale oder positive Renditen und Kupons bieten. Alle Anleihen seien deutlich überzeichnet gewesen, teilte Henkel mit. Zudem hat der Konzern ein dreijähriges Bankdarlehen in Höhe von rund einer Mrd. Euro aufgenommen.

Henkel und Sanofi profitieren bei der Geldbeschaffung von der Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), die es für Anleger attraktiv macht, Geld mit geringen Verlusten zu verleihen statt es auf Bankkonten zu parken. Dort würden die Verluste nämlich noch höher ausfallen. Zudem hat die EZB in den vergangenen Monaten ihre Anleihekäufe auf Schuldtitel von Unternehmen kräftig ausgeweitet und damit die Renditen dieser Papiere gedrückt. Im Juli hatte die Deutsche Bahn als Quasi-Staatsunternehmen eine Anleihe mit negativer Rendite von minus 0,006 Prozent begeben. Der Konsumgüterkonzern Unilever emittierte dagegen kürzlich noch eine Anleihe mit knapp über 0 Prozent und einem Zinskupon von 0 Prozent. Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen.

Konsumgüterhersteller wachsen langsamer

Die 50 wertvollsten Konsumgüterhersteller wachsen so langsam wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr:

Rang* Unternehmen Sitz Umsatz im LEH** 2015 (in Mio. USD) Umsatzrendite 2015 in Prozent Kapitalrendite*** 2015 in Prozent
1 Nestlé CH 92.361 15,1 14,9
2 Procter & Gamble US 75.813 16,2 11,9
3 PepsiCo US 63.056 13,2 14,9
4 Unilever UK / NL 59.145 14,3 23,5
5 JBS BR 47.878 5,6 9,2
6 Coca-Cola Company US 44.294 22,2 12,5
7 AB InBev BE 43.604 31,9 13,0
8 Tyson Foods US 41.373 5,3 10,9
9 Mondelez US 29.636 30,0 17,8
10 L’Oréal F 28.042 18,0 18,0
11 Kraft Foods US 27.447 16,5 4,3
12 Philip Morris International US 26.794 40,0 55,2
13 Archer Daniels Midland US 25.217 3,7 9,4
14 Danone F 23.113 10,3 9,3
15 Heineken NL 22.772 15,8 11,0
16 British American Tobacco UK 20.031 44,2 25,6
17 Suntory JP 19.811 5,7 4,0
18 WH Group CN 19.147 7,2 10,7
19 Altria Group US 18.783 47,2 40,6
20 Japan Tobacco JP 17.851 25,1 19,0
21 General Mills US 17.630 12,3 12,1
22 SABMiller UK 16.534 33,1 14,0
23 Diageo UK 16.529 30,9 15,8
24 Colgate Palmolive US 16.034 17,4 32,0
25 Conagra US 15.832 2,1 2,5
26 Kimberly-Clark US 15.325 9,5 19,7
27 Kirin Breweries JP 15.213 1,8 2,0
28 Asahi Breweries JP 15.104 6,2 9,2
29 Grupo Bimbo MX 13.845 6,5 11,1
30 Reckitt Benckiser UK 13.565 25,3 20,3
31 Johnson & Johnson US 13.507 28 18,9
32 Kellogg Company US 12.344 7,4 9,0
33 SCA SE 11.688 9,5 9,1
34 Estée Lauder US 10.730 14,9 26,2
35 Reynolds American US 10.675 65,1 15,0
36 LVMH F 10.125 15,8 12,0
37 Kao JP 10.104 10,9 19,5
38 Arla Foods DK 10.026 3,9 8,0
39 Nippon Meat Packers JP 10.021 3,8 9,2
40 Royal Friesland Campina NL 10.018 5,2 11,7
41 Henkel D 9.959 14,5 17,0
42 Imperial Tobacco UK 9.823 15,9 9,6
43 Brasil Foods BR 9.819 13,1 14,0
44 Carlsberg DK 9.728 -0,3 -0,2
45 Pernod Ricard F 9.502 18,6 6,1
46 Hormel Foods US 9.264 11,6 23,3
47 Tingyi CN 8.994 5,9 8,1
48 Dean Foods US 8.122 1,2 5,5
49 Bunge Limited BM 8.092 3,0 10,2
50 Campbell Soup US 8.082 13,5 16,0

Die Lebensmittelzeitung veröffentlichte diesen Beitrag bereits im August.

Procter & Gamble Abo

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble testet in den USA, wie sich Waschmittel im Internet per Abo verkaufen lässt. In Atlanta hat der Konzern kürzlich den Tide Wash Club gestartet. In Chicago experimentiert das Unternehmen gar mit einem Wäschereinigungsdienst.

Procter & Gamble hat den nächsten Testballon beim Direktverkauf seiner Produkte gestartet: In Atlanta hat der Konsumgüterriese das Abo-Modell „Tide Wash Club“ ins Leben gerufen. Kunden können im eigenen Online-Shop das beliebte Tide-Waschmittel bestellen und bekommen das dann in regelmäßigen Abständen geliefert. „Denk nie mehr an Waschmittel“, wirbt das Unternehmen auf der Seite. Geliefert werden die Produkte dabei umsonst. Preislich verlangt der Hersteller das Gleiche wie in seinem Online-Shop.

Procters neuestes Angebot ähnelt damit Amazons Abo-Funktion. Auch beim Online-Riesen können sich Kunden Konsumgüter in bestimmten Abständen liefern lassen und sparen dabei sogar gegenüber der einmaligen Lieferung beim Produkt-Preis. Das Preisniveau liegt dem „Wall Street Journal“ zufolge unterhalb des Procter-Angebots. Dennoch wird im Bericht der jüngste Vorstoß von Procter & Gamble als Versuch gewertet, die „Mittelmänner“ sprich den Handel zu umgehen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Gillette Shave Club eingeführt, um dem Start-up Dollar Shave Club nicht das Feld überlassen. Mit der Übernahme des Jungunternehmens durch Unilever dürfte das Modell jetzt weiter an Bedeutung gewinnen.

Procter & Gamble teste „jede Möglichkeit, um mehr über Konsumentenverhalten lernen zu können“, erklärt ein Unternehmenssprecher gegenüber dem „Wall Street Journal“. In diese Strategie passten auch die jüngsten Versuche mit der Waschmittelmarke Tide.

Direkte Verbindung zum Endverbraucher

Direkt mit dem Endverbraucher in Verbindung tritt der Hersteller nämlich auch bei einem anderen Pilotprojekt: In Chicago bietet der Hersteller mit „Tide Spin“ bereits seit einiger Zeit eine App an, mit der ein Wäscheservice geordert werden kann. Das Unternehmen holt die Schmutzwäsche ab und bringt sie gereinigt wieder zurück. Einen ähnlichen Service testet Henkel bereits hierzulande zusammen mit DHL und einer Hannoveraner Reinigungsfirma.

Unterschiede zwischen den Angeboten liegen etwa in der Bepreisung: Soll die Kleidung einfach maschinengewaschen und zusammengelegt werden, zahlen Kunden beim Procter-Angebot gerade einmal 1,59 US-Dollar pro Pfund Wäsche. Nur bei Kleidung für die chemische Reinigung wird pro Kleidungsstück abgerechnet. Abholen und Liefern ist im Preis enthalten. Beim Henkel-Angebot wird immer pro Kleidungsstück abgerechnet.

Dieser Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen.

Cola kauft zu und zentralisiert gleichzeitig

Coca Cola kauft zu

 

Coca-Cola stellt das Geschäft auf immer breitere Füße. In Brasilien verkauft der US-Konzern künftig abgepackten Bohnenkaffee. Mit der Produkteinführung sowie der Übernahme der brasilianischen Molkerei Verde Campo will der Getränkeriese den Frühstückstisch im Land erobern.

Nicht nur in Deutschland stellt sich Coca-Cola mit Kaffee breiter auf: In Brasilien steigt der US-Riese gar in den Markt für abgepackte Kaffeebohnen ein, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Demnach führt der Hersteller die neue Produktkategorie über eine lokale Tee-Tochter ein. Die Bohnen liefert der Kaffee-Exporteur Tristao Companhia de Comercio Exterior, mit dem der Getränkegigant eine Kooperation geschlossen hat.

Mit diesem Schritt will sich Coca-Cola diversifizieren und vor allem bei Frühstücksgetränken stärker positionieren. Aus diesem Grund ist der Hersteller auch dabei, die brasilianische Molkerei Verde Campo zu kaufen. Das seien die beiden letzten Eroberungsfelder in der Getränke-Kategorie, erklärt Sandor Hagen, der als Vizepräsident den Bereich New Business der brasilianischen Tochter leitet. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern sein Portfolio sukzessive mit Saft, Tee und Wasser ausgebaut.

 

Coca Cola hat in diesem Jahr bereits einen Hersteller für Soja Milch gekauft

 

Mit der Marke „Café Leão“ steigt Coca-Cola in Brasilien in den Markt für Kaffeebohnen ein.
Mit seiner Marke „Café Leão“ zielt das Unternehmen dabei insbesondere auf die kaufstarke Klientel im Land. Die Kaffee-Sorten werden ausschließlich aus hochwertigen Arabica-Bohnen hergestellt, heißt es. Brasilien sei zwar Top-Produzent dieser Bohnen, jedoch würden diese meist exportiert. Die lokale Bevölkerung hätte kaum Zugang zum heimischen Kaffee, der etwa von Starbucks für seine Kaffeeprodukte verwendet werde.

Nach dem Zukauf kommt die Zentralisierung

 

Der US-Softdrinkriese Coca-Cola ist weltweit dabei, seine Abfüllorganisation zu zentralisieren. Anfang Juli ist der neue Mega-Bottler auf dem afrikanischen Kontinent ans Netz gegangen. Das bleibt für das bisherig Coke-Schaltzentrum in Kenia nicht ohne Folgen.

Der Softdrink-Gigant Coca-Cola organisiert sich im Zuge der weltweiten Zentralisierung der Bottler in Afrika neu: Die bisherige Regionalzentrale in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, von der aus der US-Konzern bisher das Abfüllgeschäft in 31 afrikanischen Ländern steuert, verliert an Bedeutung. Wie die Zeitung Sunday Nation berichtet, soll künftig das Topmanagement im südafrikanischen Johannesburg sowie im nigerianischen Laos sitzen. Marktbeobachter fürchten nun den Verlust von Arbeitsplätzen und der Wettbewerbsfähigkeit von Kenia als Investitionsstandort für multinationale Konzerne.

Die Regionalzentrale in Nairobi war dem Bericht zufolge im September 2008 bezogen worden. Rund 10 Mio. US-Dollar soll der Bau gekostet haben. Die Entscheidung Nairobi im Coca-Cola-Netz herunterzustufen, habe sich erst in den vergangenen Tagen abgezeichnet, heißt es weiter.

 

Abfüllriese mit SAB Miller

Den afrikanischen Kontinent erschließt sich Coca-Cola in erster Linie zusammen mit dem Bierproduzenten SAB Miller. Im Mai haben die beiden Partner nach einigem Hin und Her grünes Licht für die Zusammenlegung ihrer Abfüllkapazitäten in 14 süd- und ostafrikanischen Staaten bekommen. Der daraus entstehende Abfüllriese, Coca-Coca Beverages Africa (CCBA) mit Sitz in Südafrika, kommt Unternehmensangaben zufolge auf einen Marktanteil von rund 40 Prozent und einen Umsatz von 2,9 Mrd. US-Dollar. Anfang Juli hat CCBA den Betrieb aufgenommen.

 

Unilever schärft das Portfolio

Der britische Hersteller von Konsumgütern, Unilever, steigt in das Geschäft mit Rasierern ein. Für etwa eine Milliarde US-Dollar holt sich der Konzern das Rasierer-Start-up Dollar Shave Club aus den USA ins Marken Portfolio.

Der britisch-niederländische Konzern Unilever kauft das Rasierer-Start-up Dollar Shave Club aus Kalifornien

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ fließt für das 2012 gegründete Start-up, das in diesem Jahr einen Umsatz von gut 200 Millionen US-Dollar anpeilt, eine Milliarde Dollar.

Dollar Shave Club vertreibt Rasierklingen und Pflegeprodukte im Abo. In den USA ist dieses Vertriebsmodell im Gegensatz zu Deutschland bereits relativ erfolgreich. Nach Schätzungen von Marktbeobachtern kommen dort die Online-Abomodelle bei Rasierern auf einen Marktanteil von 10 Prozent. Laut Euromonitor entfallen 5 Prozent des nordamerikanischen Marktes auf Dollar Shave Club.

Zuletzt soll sich laut LZ-Informationen Unilever auch den Wilkinson-Hersteller Edgewell als Übernahmekandidaten angeschaut haben, mit dem der Konzern 2013 kurzzeitig in den USA kooperiert hat. Für die Körperpflegemarke Axe lieferte das Unternehmen damals Rasierer, die über den Online-Versand Walmart verkauft wurden.

Eine Übernahme von Edgewell wäre der Direkteinstieg in die Produktion inklusive des Verkaufs im stationären Handel gewesen. Das New Yorker Start-up Harry’s, einer der schärfsten US-Wettbewerber von Dollar Shave Club, hat sich genau das getraut und 2014 den deutschen Rasiererhersteller Feintechnik übernommen. Die Thüringer liefern beispielsweise Rasierer und Klingen für den Discounter Lidl.

Der Online-Rasiererabo-Anbieter Dollar Shave Club gehört nun zu Unilever

Der Rasierermarkt ist in der Hand weniger Spieler. Führend ist hier der US-Konzern Procter & Gamble mit seiner Marke Gillette. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre ist allerdings der Abstand zur Konkurrenz in Nordamerika geschmolzen: Laut Daten von Euromonitor ist der Marktanteil von Procter & Gamble zwischen 2010 und 2015 von 71 auf 59 Prozent gesunken.

Als Antwort auf Online-Anbieter wie Dollar Shave Club hat der Platzhirsch im vergangenen Jahr den Gillette Shave Club mit eigenen Abo-Angeboten an den Start gebracht. Diese reichen in unterschiedlicher Ausstattung von 17 bis 22 US-Dollar (USD) pro Monat. Das Basis-Abo bei Dollar Shave Club fängt bei monatlich 1 USD plus 2 USD Liefergebühr an.

Das Geschäft mit Männerpflege ist zuletzt verstärkt in den Fokus der Branche gerückt: So haben L’Oréal und Beiersdorf ihr Portfolio zuletzt ausgebaut. Die Hamburger wagten sich auch bereits auf das Feld der Damenrasierer vor – allerdings wie Unilever auch ohne eigene Produktion. Die Klingen und Rasierer liefert der japanische Hersteller Kai. Zuletzt hatte Beiersdorf hier mit Qualitätsproblemen zu kämpfen.

Fakten zu Dollar Shave Club

  • Gegründet 2012
  • Sitz in Venice im US-Bundesstaat Kalifornien
  • Nach eigenen Angaben 3,2 Mio. Mitglieder
  • Umsatz im Geschäftsjahr 2015: 152 Mio. US-Dollar
  • Umsatzprognose für 2016: Über 200 Mio. US-Dollar
  • Online-Sortiment mit Fokus auf Männerpflege: Neben Rasierern, Reinigungsmarke Wanderer, Hautpflegemarke Big Cloud, Haarstylingmarke Boogies, Reinigungstüchermarke Charlies

Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen

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L´Oréal macht auf Nestlé

 

L’Oréal will den Bereich naturnahe Kosmetik mit einem Kauf eines anderen Unternehmen stärken. Der Konzern aus Frankreich hat der Rivadis-Gruppe ein Angebot für Société des Thermes de Saint-Gervais-les-Bains vorgelegt. Zum Deal zählt auch die Lizenz für die Nutzung der Kosmetikmarke Saint-Gervais Mont-Blanc. Interessant an dieser Stelle ist, dass Nestlé 30 Prozent an LÓréal hält.

L’Oréal hat der französischen Rivadis-Gruppe ein Angebot für die Société des Thermes de Saint-Gervais-les-Bains sowie die Lizenz zur Nutzung der Kosmetikmarke Saint-Gervais Mont-Blanc unterbreitet. Mit dem Zukauf wollen die Franzosen den Bereich naturnahe Kosmetik stärken. Auch Nestlé möchte verstärkt in medizinische Gesundheitsprodukte investieren.

Basierend auf dem Angebot verhandelt der Kosmetikkonzern mit Rivadis exklusiv über den Zukauf. Die Körper- und Gesichtspflegeprodukte der Marke Saint-Gervais Mont-Blanc bestehen aus Thermalwasser als auch natürlichen Pflanzenextrakten. Nach Zustimmung des Ortes Saint-Gervais-les-Bains sowie Absprache mit den Mitarbeitern der Rivadis-Gruppe erwartet L’Oréal den Abschluss der Übernahme in dem nächsten halben Jahr.

FELIX aus dem Netz – Nestlé investiert

Der Tiernahrungshersteller Nestlé Purina stellt sich auf die Digitalisierung mit einer neuen Struktur ein. Ein Relaunch soll die Marke Purina One aus der Preisfalle holen.

Hubert Wieser baut um: Der Geschäftsführer der Nestlé Tiernahrungssparte in Deutschland und der Region Zentraleuropa hat seinem Team in Euskirchen eine neue Organisationsmatrix verpasst. Zum 1. Juli hat Nestlé Purina die Aufteilung in die Business Units Fachhandel und Lebensmittelhandel wieder aufgehoben. Stattdessen gibt es nun wieder – wie schon vor vier Jahren – eine gemeinsame Marketing- und Vertriebsabteilung für beide Kanäle.

Grund dafür war laut Wieser vorwiegend der immer weiter wachsende E-Commerce-Anteil in der Kategorie. „Die Grenzen zwischen Fachhandel, E-Commerce und Lebensmitteleinzelhandel verwischen zunehmend“, so Wieser. Von der neuen Struktur verspricht er sich kürzere Entscheidungswege und mehr Effizienz. Ein digitales Kompetenzteam soll seit Herbst 2015 neues Wissen mittelfristig bei allen Mitarbeitern etablieren: „Digital geht jeden an“. Wieser kann sich vorstellen, dass der Onlineanteil der Kategorie mittelfristig auf 30 Prozent steigen könnte und erwartet disruptive Wirkungen: „Das, was der Discount vor einigen Jahren für Deutschland als Veränderungstreiber bedeutete, wird künftig der E-Commerce sein.“

Mit dem Umbau gehen einige personelle Veränderungen einher. Der bislang für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zuständige Manager Alain Virieux wird künftig das Marketing in Deutschland und den weiteren Ländern verantworten, die aus Euskirchen gesteuert werden. Neuer Vertriebschef wird Heinz Schmidt – bislang verantwortlich für den LEH.

Auch in der Werbung steht das Digitale stärker im Fokus. Ein Großteil der 2015 um 30 Prozent aufgestockten Werbegelder sei ins digitale Marketing geflossen, so Wieser. Laut Nielsen haben die Euskirchener 2015 allerdings nur 0,3 Mio. Euro mehr ausgegeben: 21,7 Mio. Euro. Digitale Mediaspendings würden von Nielsen nicht hinlänglich erfasst, argumentiert Purina.

Höhere Preise mit Relaunch

In diesem Jahr fließen ein großer Teil der Ausgaben im zweiten Halbjahr in den Relaunch von Purina One, der mit einer Anhebung der unverbindlichen Preisempfehlung einhergeht. Eine neue Rezeptur soll die Abwehrkräfte der Katzen verbessern. „Was in den letzten Jahren mit dem Regalpreis passiert ist, ist der Marke nicht dienlich“, sagt Wieser. Zwar entwickle sich der Tiernahrungsmarkt der Menge nach positiv, aber es gebe eine erhebliche Erosion der Verkaufspreise aufgrund der aktuell sehr preisaggressiven Stimmung im Handel. „Wir sind an der Grenze dessen, was gesund ist.“

Außerdem im Fokus steht der Launch einer suppenartigen Nassnahrung für Katzen unter der Marke Gourmet sowie die Markteinführung von DentaLife, einem Zahnpflegesnack für Hunde. Im Werk in Euskirchen wurden 6 Mio. CHF investiert, um das Produkt herstellen zu können. Auch die Hundesnackmarke Adventuros soll mit Innovationen ausgebaut werden. Der rheinländische Standort ist in der Nestlé Region Europa, Nahost und Nordafrika (EMEA) der einzige zur Snackproduktion – ein stetig wachsendes Segment.

200 Mio. CHF fließen in Produktion

In der Region würden jährlich mehr als 200 Mio. CHF in das Produktionsnetzwerk der Tiernahrungssparte investiert, sagt Wieser. Frische Linien sind unter anderem in Russland, Polen und Euskirchen geplant. Kapazitäten, die notwendig sind – denn der Konzern vermeldet gute Zahlen. Laut Jahresbericht war das Wachstum der Tiernahrungssparte der zweitwichtigste Wachstumstreiber in der Region EMEA, in 19 der 20 größten Märkte konnten Marktanteile gewonnen werden.

Russland sei beispielsweise mittlerweile unter den fünf größten Märkten der Tiernahrungssparte. Wie passt es da, dass Nestlé Anfang 2016 das europäische Geschäft mit Kleintiernahrung- und -zubehör – vorwiegend präsent in Frankreich, Italien und Spanien – an Wettbewerber Bob Martin verkauft hat? „Wir müssen uns fokussieren. Accessoires und Kleintiernahrung ist nicht unsere Kernkompetenz.“

Für Deutschland hat Wieser in diesem Jahr erneut ambitionierte Pläne: ein Plus von 60 Basispunkten bei den Marktanteilen. In den vergangenen Jahren konnte Nestlé Purina das liefern. In den ersten fünf Monaten konnte das Unternehmen bereits in diesem Tempo wachsen.

Ob künftig auch Aldi zum Umsatzwachstum beitragen wird, ist ungewiss. Zwar listete der Mülheimer Discounter Nestlé-Pizza ein, doch bei Tiernahrung startete der Süden einen Testballon mit Katzensnacks des hierzulande noch immer deutlich größeren Marktführers Mars in einer Aktion mit Whiskas und Dreamies. Wieser gibt sich gelassen: „Wir wollen mit allen Händlern zusammenarbeiten, müssen aber nicht unbedingt der Erste bei Aldi sein“.

Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen.

Stühlerücken in der Schweiz

Ulf Mark Schneider von Fresenius wird neuer Chef

Nestlé wechselt zum 01.01.2017 den bisherigen CEO Paul Bulcke aus. Bulcke soll jedoch nahtlos in den Verwaltungsrat wechseln. Der neue Mann an der Nestlé Spitze wird der bisherige Fresenius-Lenker Ulf Mark Schneider, der bereits ab dem 01.09.2016 zu dem größten Lebensmittelkonzern wechselt. Ein Wechsel bei der Nestlé Führung wurde erwartet. Das der Kandidat jetzt jedoch von Extern kommt ist überraschend. Es ist umso überraschender, da Nestlé erst einmal in der 150 jährigen Historie auf einen externen Kandidaten gesetzt hat, nämlich 1922 auf den Finanzprofi Louis Dapples.

Der Neue kommt von einem deutschen Gesundheitskonzern

Der neue CEO Schneider hatte mehr als 13 Jahre den Gesundheitskonzern Fresenius geführt und die Expansion forciert. In seiner Amtszeit hat der ehemalige Student der Eliteunis in St. Gallen und Harvard den Umsatz bei Fresenius vervierfacht. Laut dem amtierenden Chef, Bulcke, besitzt Schneider einige Fähigkeiten, die gut zu Nestlé passen sollen. Der Wandel hin zu einem Gesundheits- und Beauty Konzern, in Ergänzung zu den bisherigen Lebens- und Tierfuttermitteln, soll mit der Personalie wohl noch weiter beschleunigt werden.

Bereits die Babynahrung wird auf Hautunverträglichkeiten getestet und ist weiterhin ein Wachstumsmarkt für die Schweizer. Die neu geschaffene Sparte „Nestlé Health Science“ wird also noch mehr in den Fokus des Konzerns rücken.

Die Unternehmen im Vergleich

Bisherige Zahlen des mehrfachen Manager des Jahres bei Fresenius:

  • 220.000 Mitarbeiter
  • Umsatz: 27,6 Milliarden Euro

Neue Herausforderung für Schneider bei Nestlé:

  • 335.000 Mitarbeiter
  • Umsatz 82,7 Milliarden Euro

Sommerbeginn und das Geld verdienen geht los

Die Eis Sparte von Unilever will dieses Jahr stark wachsen

Eis von Langnese hat ein Ausnahmejahr mit fast zweistelligen Umsatzsteigerungen hinter sich. Mit noch mehr Werbung und verstärkten POS-Aktivitäten sowie neuen Produkten und Angebotsformen soll das Eisgeschäft von Unilever auch in diesem Jahr wachsen.

Für die Unilever-Tochter Langnese Eiskrem war 2015 ein hervorragendes Jahr. Der Umsatz erhöhte sich dank bester Wetterbedingungen und der außerordentlich erfolgreichen Neueinführung „Magnum pink & black“ im „hohen einstelligen Prozentbereich“. Konzernchef Paul Polmann bescheinigt der Sparte ein „Rekordjahr“. Unilever Deutschland nennt selbst keine absoluten Zahlen für sein Eisgeschäft, Marktforscher jedoch beziffern den Umsatz zu Endverbraucherpreisen hierzulande für 2015 auf 460 Mio. Euro. Damit steht Langnese für rund ein Drittel des Branchenumsatzes im deutschen Lebensmittelhandel.

Die guten Zahlen in dieser „extrem emotionalen Kategorie“ seien nicht allein auf das gute Sommerwetter zurückzuführen, betont Geschäftsbereichsleiterin Christiane Haasis. Die Premiummarke Ben & Jerry’s habe mit überproportionalen Zuwachsraten ebenfalls viel dazu beigetragen, ebenso wie die Desserts von Cremissimo. Am deutlichsten sei der Wetter-Effekt beim Außer-Haus-Geschäft an Kiosken und in Schwimmbädern gewesen, das einen regelrechten Umsatzsprung machte.

Das Marketing in Hamburg hat den 80. Geburtstag von Langnese voriges Jahr genutzt und mit dem Sänger Heino einen bekannten Testimonial engagiert, um die Präsenz auf den Verkaufsflächen zu verstärken. Wettbewerber beobachten hohe Investitionen des Hamburger Marktführers in seine POS-Präsenz. „Ubiquität ist extrem wichtig für Eiskrem“, sagt Haasis und begründet damit auch, weshalb Langnese seit Anfang Mai an Aldi liefert. Zuvor sei schon die Listung bei Hofer „extrem erfolgreich“ gewesen, zumal der österreichische Aldi-Ableger in besonderen Kühltruhen in Kassennähe zusätzlich Impuls-Artikel anbiete.

Nielsen-Daten aus Deutschland belegen für die ersten vier Monate dieses Jahres – das heißt noch ohne Aldi – erhebliche Mehrumsätze von Langnese sowohl im klassischen Handel wie auch im Harddiscount.

Hersteller wollen mit Innovationen punkten

Damit die Kategorie Eiskrem weiter wachse müssen Hersteller und Handel nach Ansicht von Haasis ständig neue Kaufimpulse auslösen: mit Aktionen, zusätzlichen Platzierungen und einer Vielzahl von Innovationen. Die „absolute Nummer-eins-Innovation“ sei im vorigen Jahr Magnum „pink & black“ gewesen, der größte Erfolg seit der Geburt der Marke vor 26 Jahren.

Um diesen Erfolg zu wiederholen oder sogar zu übertreffen, setzt Langnese auf Magnum Double und die aktuelle Werbekampagne „Release the beast“. Für das Stiel Eis mit mehreren Schichten kommt eine neue Technik zum Einsatz.

Im Unilever-Eiswerk in Heppenheim, wird jährlich ein hoher ein- bis zweistelliger Millionenbetrag investiert. Heppenheim sei derzeit das größte Eiskremwerk Europas, heißt es in Hamburg, und die größte Magnum-Fabrik weltweit. An dem Standort werden pro Jahr mehr als 1 Mrd. Portionen Eis produziert. Auf 20 Produktionslinien laufen Produkte wie Magnum, Calipo, Cremissimo und Vinetta vom Band. Insgesamt wird in dem Werk mit sieben verschiedene Produktionstechnologien gearbeitet, darunter Stiel-Eis, „Wannen“-Produkte wie Cremissimo und Dessert-Eise wie Vienetta.

Weiterhin nennt Haasis Trends, die nach ihrer Einschätzung das Eisgeschäft bestimmen: Der eine ist Snacking. Deshalb gibt es Ben & Jerry‘s künftig außer in Bechern auch zwischen zwei Cookies im „Ein-Hand-Format“, und Cornetto Frozen Joghurt wird als fruchtiger Snack für Zwischendurch positioniert. Einen zweiten Trend, den Haasis als „Eisdiele zu Hause“ beschreibt, wird mit neuen Cremissimo Sorbets aufgegriffen.

 

Top 6 Eiskrem-Hersteller weltweit 2016 (nach Marktanteil)

Rang Unternehmen Marktanteil (in Prozent) 2015* Marktanteil (in Prozent) 2010* Veränderung (in Prozent)
1 Unilever Group 21,30 19,50 9,2  
2 Nestlé SA 10,00 11,90 -16,0  
3 General Mills Inc 2,90 2,80 4,6  
4 Lotte Group 2,00 2,60 -23,1  
5 Inner Mongolia Yili Industrial Group 1,40 1,10 27,3  
6 Mars Inc 1,20 1,30 -7,7  

*Kategorie: Eiscreme und gefrorene Desserts

Quelle: euromonitor.com

 

Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen

 

Die vierte industrielle Revolution aus der Schweiz

Der Weltmarktführer für Babynahrung baut eine weltweite Einheit für E-Commerce auf

Nestlé hat erkannt, dass die Art, wie Menschen Produkte kaufen und informiert sein wollen sich aktuelle stark verändert. Der Handel ist wie immer stark im Wandel und setzt auf Marken und Multi-Channel-Denken. Euromonitor (Marktforschungsinstitut) gab bekannt, dass bereits 8,7 Prozent aller Handelsumsätze mit Babynahrung online gemacht werden.

In Schwellenländern, wie z. B. China wächst der Onlinehandel stäkrer als der stationäre Handel. Nestlé trägt diesem Trend in Asien Rechnung, indem es seit Anfang des Jahres mit Alibaba zusammenarbeitet.

Online Geschäfte haben auch Risiken

Einmal mehr sind staatliche Marktteilnehmer der Grund dafür. Die chinesische Regierung hat bereits mehrfach Importregularien geändert. Dies führt zu Verunsicherungen bei den Kunden. Die Schweizer können hier jedoch mit starken Zahlen dagegen halten:

  • Die Marke Illuma macht in Asien bereits 650 Mio. CHF Umsatz
  • Beba hat ein Umsatzplus in diesem Jahr von 7 Prozent

Offensichtlich profitiert Nestlé von seiner starken Markenbekanntheit und spielt die eigenen Stärken konsequent aus.

Coca Cola dreht jetzt das große Rad

Letzte Woche hatte ich bereits berichtet, dass Warren Buffett´s Lieblingsgetränk jetzt auch Soja Getränke verkauft. Der weltweit führende Erfrischungsgetränkehersteller stellt sich jetzt noch breiter auf und will seine Aktivitäten im Bereich Kaffee, Tee und Kakao noch weiter ausbauen.

Wie will Coca Cola das machen?

Coca Cola will vor allem das Automatengeschäft ausbauen. Die bestehende Marke Chaqwa soll Kalt- und Heißgetränke an frequenzstarken Plätzen, wie z. B. Flughäfen, Stadien und Einkaufszentren mit Hilfe der Automaten verkaufen. Coca Cola ist im Automatengeschäft bereits die Nummer Zwei in Deutschland. Nummer eins im deutschen Raum ist Dallmayr.

Erste Erfolge kann Coca Cola bereits vorweisen. Chaqwa ist seit Anfang diesen Jahres bei Rewe und Penny präsent. Der Lebensmitteleinzelhandel verfolgt seit neuesten eine Markenstrategie um die Kunden und Marge zu halten. Neben der Selbstbedienung am Automaten soll Chaqwa auch für Bistros und Bäckereien anbieter mit Vollautomaten werden. Hier wird der Siegeszug von Coca Cola jedoch nicht so schnell funktionieren, da hier bereits etablierte Anbieter, wie z. B. WMF, Coffema oder Melitta stark vertreten sind.

Der übermächtige Weltkonzern

Coca Cola setzt hier jedoch selbstbewusst auf die eigene über „1.000 Mann starke Vertriebsmannschaft“. Weiterhin soll die Zusammenarbeit mit dem Getränkefachgroßhandel bei Marktbearbeitung und Kunden Akquise gestärkt werden. Das „Zuckerwasser aus Atlanta“, USA kann hier also voller Selbstvertrauen ans Werk gehen. Dem langfristigen Erfolg steht wohl wenig entgegen.

Ich bin gespannt wie andere Hersteller von Kaffee sich verhalten werden. Nestlé verkauft Kaffee bereits seit Jahren. Die Marken Nescafé oder Nespresso sind bereits sehr stark am Markt vertreten. Und auch Nestlé kann auf eine sehr lange und erfolgreiche Historie verweisen.

Warren Buffett´s Lieblingsgetränk kauft zu

Der Getränkeriese Coca-Cola kauft in Lateinamerika Ades

Warren Buffett trinkt leidenschaftlich gerne Coca Cola. Passenderweise besitzt er gleich 10 % dieser Firma über seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. Der US Konzern Coca Cola kauft für 575 Mio. Dollar das Soja-Drink-Geschäft von Unilever, ein Lebensmittelkonzern aus England. Gemeinsam mit dem lateinamerikanischen Coke-Abfüller Femsa kauft der amerikanische Konzern das Unilever Geschäft ab. Femsa darf in seinem Vertriebsgebiet (Venezuela, Brasilien, Argentinien und den Philippinen) die Soja Drinks verkaufen. Der bisherige Umsatz von 284 Mio. Dollar hat Ades mit dem Verkauf von 56 Mio. Einheiten an Sojamilch und Fruchtsaftgetränken erreicht. Ades wurde 1988 in Argentinien gegründet und beliefert bisher Märkte wie z. B. Mexiko, Uruguay, Bolivien und Chile.

Ob Buffett jetzt von seiner geliebten Cherry Coke auf Sojamilch umsteigt?

Ich glaube wohl eher nicht 🙂

 

Nestlé besorgt sich seine Kunden selber

Zusammen mit dem Forschungspartner DBV Technologies entwickelt Nestlé einen Allergietest

Der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé betreibt seit 2011 auch eine eigene Gesundheitssparte: Nestlé Health Science.

In diesem Unternehmensbereich entwickelt Nestlé jetzt einen Allergietest für Säuglinge und investiert 10 Millionen Euro. Der Test stellt fest, ob eine Unverträglichkeit von Kuhmilch bei Säuglingen besteht. Laut einer Studie des Lebensmittelkonzerns leiden 2 bis 3 % aller Säuglinge und Kleinkinder unter dieser Unverträglichkeit, also ein rießiger Markt.

Passenderweise besitzt Nestlé gleich die passende Antwort auf den Test: Für Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen bei Babys und kleinen Kindern stellt der Konzern spezielle Nahrung unter den Marken Althéra, Alfaré und Alfamino.

Eine tolle Win-Win Situation. Beeindruckend ist, dass ca. 30 % aller L Óréal Aktien zum weltgrößten Lebensmittelhersteller Nestlé gehören. Der Hauptprofit sollte jedoch einmal mehr bei Nestlé liegen. Ich habe diese Informationen in der Lebensmittelzeitung gelesen.

US Riese sticht Deutschen Riesen aus

Der Konsumgüterriese Johnson & Johnson kann sich im Bieterstreit um das US Unternehmen Vogue International durchsetzen.

Der Hersteller der „bebe und ob Marke“ zahlt satte 3,3 Mrd. US Dollar. Vogue International ist ein Haarpflegespezialist und besitzt Marken wie z. B. OGX und Maui. Der Deal wird im dritten Quartal 2016 über die Bühne gehen. Neben dem Unilever Konzern aus England war auch ein deutsches Schwergewicht interessiert: Henkel. Ob der Dax Konzern auf Grund des aktuell schlechteren Wechselkurses nicht zum Zuge kam, kann nur spekuliert werden. Auch L Óréal war Intersse nachgesagt worden. Beeindruckend ist, dass ca. 30 % aller L Óréal Aktien zum weltgrößten Lebensmittelhersteller Nestlé gehören.

Johnson & Johnson erweitert mit dem Zukauf seine Sortimente im Bereich Körper- und Haarpflege. Im Jahr 2015 machte J & J etwa 20 % ihres Gesamtumsatzes mit diesen Artikeln. Nach der Übernahme des Dermokosmetik Spezialisten NeoStrata im April ist dies bereits der zweite Zukauf in 2016. Die Nachricht habe ich in der Lebensmittelzeitung gelesen.

Konsumgüterhersteller und der Discount

Unilever geht bei Aldi in die Vollen

Nun wagt sich Unilever als einer der letzten großen Markenartikler ins Aldi-Sortiment, und dies nicht vorsichtig tastend, sondern gleich mit Knorr Fixprodukten, Langnese-Magnum und mit Duschdas. Mit den Duschartikeln stellt der Discounter erstmals direkte Marken-Konkurrenz zu Nivea ins Regal.

Unilever beliefert seit dieser Woche Aldi Nord und Süd mit Knorr Fixprodukten, Langnese-Eis und Duschdas Körperpflegeprodukten. Das ist für die Hamburger Deutschland-Zentrale ein Kurswechsel. Noch vor einem halben Jahr äußerte sich Ulli Gritzuhn als Chef der Region D-A-CH eher hinhaltend über Aldi-Listungen: „Wir sind, momentan extrem zufrieden mit unseren Handelskanälen und –partnern. Es wäre unprofessionell, wenn man sich nicht alle Optionen anguckt, aber es gibt momentan sicherlich keine Pläne.“

Der Preisverfall, der nach der Aldi-Listung etwa von Red Bull und Funny Frisch im klassischen Handel einsetzte, wurde bei Unilever als „Katastrophe“ gewertet, trotzdem nahm Vertriebsgeschäftsführer Peter Dekkers schon vor Monaten Verhandlungen mit der Nummer eins des Hartdiscounts auf. Den Grund dafür hat Gritzuhn ebenfalls bereits formuliert: Wenn die Markenartikler, die nicht an Aldi liefern, von den Marktverwerfungen ebenso betroffen waren wie die Lieferanten, dann wollte Unilever die Entwicklung doch lieber selbst vorantreiben.

Konsumgüterriesen üben sich in Spieltheorie

Zumal Nestlé als Hauptwettbewerber die Entscheidung für die Zusammenarbeit mit Aldi längst getroffen hatte. Für Unilever bestand die Gefahr, dass die Frankfurter nach Wagner Pizza auch mit Maggi und Schöller das Rennen machen könnten. Die Hamburger hätten mit Knorr und Langnese das Nachsehen gehabt.

Was die Belieferung von Aldi mit Knorr für das ewige Kopf-an-Kopf-Rennen mit Maggi um die Marktführerschaft bedeutet hängt von der Reaktion der anderen Kunden ab. Unilever lässt sich von den zu erwartenden Strafmaßnahmen nicht abschrecken. Wenn sie sich kurzfristig kaum vermeiden lassen, sollen doch längerfristig die Vorteile überwiegen.

Dekkers schwierige Aufgabe bestand darin, im Gespräch auf höchster Ebene das Schlimmste zu verhindern. In den vergangenen Wochen hat er die großen Kunden alle über die kommende Verschärfung der Wettbewerbssituation informiert – und zugleich kundenspezifische Vorschläge zur Erhaltung der Wertschöpfung präsentiert. Eine unmittelbare Vergleichbarkeit der Artikel wird so weit wie möglich vermieden. Mit Duschdas steht Unilever jedoch bei Aldi mit Standardgrößen und – auch das ist neu – in unmittelbarem Wettbewerb zu Nivea.

Von Knorr wird Aldi ein Kernsortiment aus Suppen und Fix-Produkten wie Bolognese fix führen. Sieben andere Bolognese-Varianten könnten dem klassischen Handel ebenso zur Differenzierung dienen, wie die wachsende Premium-Range „Natürlich lecker“ und die Breite des Knorr-Sortiment insgesamt.

Magnum-Eiskrem gibt es bei Aldi seit Dienstag in den Varianten Classic und Mandel in Multi-Packs. Die Packung der Sondergröße 5 x 100 ml kostet 2,79 Euro. Eine Preisanpassung wird Wettbewerbern besonders schwer gemacht: Lidl verkauft die üblichen 4 x 110 ml für 2,99 Euro, der Supermarktpreis liegt bei 3,29 Euro.

Für Eskimo geht Hofer noch weiter

Sonderplatzierungen für das Impulsgeschäft mit Eis sind bei Aldi nicht vorgesehen. In Österreich dagegen bekam der Außendienst der Unilever-Tochter Eskimo sogar Zutritt zu den Hofer-Filialen – ein absolutes Novum – um die Truhen zu befüllen. Dazu kann man sich in Essen und Mülheim noch nicht durchringen.

Die strategisch schwerwiegende Entscheidung ist bei Unilever von längerer Hand vorbereitet und in Abstimmung mit dem Mutterkonzern getroffen worden. Der Blick der Londoner Zentrale für die Potenz von Aldi wird durch dessen Erfolge in Großbritannien zunehmen geschärft. Auch, dass Procter & Gamble Top-Marken wie Pampers und Head & Shoulders bei Aldi verkauft, hat Vorbildfunktion.
Inwiefern Unilever durch die Distributionsausweitung den Bedeutungsverlust des Deutschlandgeschäfts aufhalten kann, bleibt abzuwarten. Der Umsatz in Deutschland ist auf zuletzt 1,2 Mrd. Euro zusammengeschmolzen. War Deutschland für Unilever lange der größte europäische Markt, hat Großbritannien durch zahlreiche Übernahmen mittlerweile die Pole-Position übernommen.

Problem mit Margarine nicht gelöst

Grund dafür ist auch das weiterhin schwächelnde Margarinegeschäft, das hierzulande rund 500 Mio. Euro zum Deutschland-Umsatz beiträgt und die Geschäfte der Region damit stärker beeinträchtigt als alle anderen. Unilever ist hierzulande weiter als die englischen Schwester von dem erklärten Ziel entfernt, die Abhängigkeit vom margenschwachen Geschäft mit Lebensmitteln zu vermindern und mehr lukrativere Umsätze mit Körperpflegeprodukten zu generieren.

Vor diesem Hintergrund zeigen sich Beobachter überrascht, welche Unilever-Marken jetzt bei Aldi auftauchen. Wäre eine Listung für Rama oder Becel nicht mindestens ebenso hilfreich wie für Knorr gewesen? Axe und Dove wurden ebenfalls als Listungskandidaten im Körperpflegebereich hoch gehandelt. Anscheinend ist nicht jeder Wunsch von Unilever in Erfüllung gegangen – und nicht jeder von Aldi.

Beitrag wurde von der Lebensmittelzeitung übernommen

Bierverkauf geht weiter – Wettbewerbshüter schauen hin

 Warren Buffett´s Partner hat noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen.

AB InBev stellt weitere Marken zum Verkauf

Der Bierriese AB InBev legt bei seinem Angebot an die EU-Kartellwächter nach: Weitere Marken aus dem Portfolio von SABMiller sollen im Falle einer Übernahme verkauft werden. Ob der weltgrößte Braukonzern damit die Wettbewerbshüter überzeugen kann, wird sich bereits in wenigen Wochen zeigen.

Im Ringen um grünes Licht aus Brüssel für die Milliarden-Übernahme des kleineren Konkurrenten SABMiller zieht Biergigant AB InBev neue Register: Der EU-Kommission bietet der Konzern nun den Verkauf der gesamten Geschäftsaktivitäten von SABMiller in Mittel-Osteuropa inklusive der Marke Pilsner Urquell im Falle einer Fusion an, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Laut Analysten von Exane BNP Paribas geht es dabei um Vermögenswerte in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar (rund 4,4 Mrd. Euro). Das Angebot an die Kartellwächter gilt zusätzlich zum bereits vereinbarten Verkauf der SABMiller-Biermarken Peroni, Grolsch und Meantime für 2,55 Mrd. Euro an den japanischen Brauer Asahi.

AB InBev ist damit bereit sich von fünf weiteren Ländergesellschaften zu trennen: Dreher Breweries in Ungarn, Kompania Piwowarska in Polen, Plzenský Prazdroj und Pivovary Topvar in der Tschechischen Republik und der Slowakei sowie Ursus Breweries in Rumänien. Der Bieriese versucht so die Bedenken der EU-Behörden zu zerstreuen, dass die Milliarden-Fusion der Nummer eins und Nummer zwei auf dem weltweiten Biermarkt den Wettbewerb lahmlegen könnte.
Ob AB InBev mit seinem neuen Angebot die europäischen Wettbewerbshüter im ersten Anlauf überzeugen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen: Bis zum 24. Mai will die EU-Kommission eine Einschätzung abgeben, ob die Fusion mit den bisher gemachten Zugeständnissen über die Bühne gehen kann oder weiter Nachbesserungsbedarf besteht.

Auch in Südafrika steht noch die Genehmigung des Deals aus. In den USA hat SABMiller im Vorfeld der geplanten Mega-Übernahme sich aus dem Joint-Venture mit dem US-Bierkonzern Molson Coors zurückgezogen, um dort etwaige Bedenken über eine zu hohe Marktkonzentration zuvorzukommen.

Schwacher Jahresauftakt für AB InBev

Der Bierriese AB InBev muss Abschläge bei Umsatz und Gewinn verschmerzen. Der starke US-Dollar und der insgesamt rückläufige Absatz belasten das Geschäft im ersten Quartal. Auch in Deutschland verzeichnet der Beck’s-Brauer ein Minus beim Absatz.

Der weltgrößte Bierbrauer AB InBev kämpft weiter mit Problemen in Brasilien und dem starken Dollar. Gut lief dagegen das Geschäft in Mexiko, die Lage in Europa und den USA soll sich verbessert haben. Zudem konnte der vor der Übernahme des Konkurrenten SABMiller stehende Konzern höhere Preise durchsetzen. Das reichte aber nicht aus um den insgesamt rückläufigen Absatz und die Folgen des starken Dollar auszugleichen. Konzernweit gingen Umsatz und operatives Ergebnis deutlich zurück.

Der Erlös sank um zehn Prozent auf 9,4 Mrd. Dollar (8,2 Mrd. Euro), wie der Konzern am Mittwoch in Leuven mitteilte. Beim um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug der Rückgang 13 Prozent auf 3,46 Mrd. Dollar. Damit schnitt AB InBev schwächer ab als Experten erwartet hatten.
In Deutschland musste der Konzern ein Absatzminus im einstelligen Prozentbereich hinnehmen – und das, obwohl sich das Deutschland-Flaggschiff Beck’s gut verkauft hatte. Insgesamt büßte der weltgrößte Brauer hierzulande aber Anteile in einem ohnehin rückläufigen Markt ein.

Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen

Energiegeladener Buffett

 

Der Duracell Chef Stefan Sallandt hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und will den Batterie Hersteller nach vorne bringen. Warren Buffett setzt auf den Manager und seine gewohnte „dezentrale Entscheidungsfreiheit“.

Im Fokus soll in Zukunft nicht mehr das „Konzerndenken“ von Procter & Gamble stehen, sondern der Konsument.

Den deutschen Batteriemarkt dominieren Eigenmarkten. Platz eins unter den Markenherstellern besitzt Varta vor Energizer. Duracell folgt auf Platz drei. Der Manager Sallandt will die Marktanteile aggressiv zurückerobern.

Warren Buffett hat im Jahr 2014 den Deal mit Procter & Gamble ausgehandelt und den Konsumgüterhersteller mit überwiegend eigenen Aktien gezahlt. Beitrag aus der Zeit –>

Tabula Rasa bei Mondeléz

Auch Buffett´s Mondeléz kann neue Fakten berichten

Das finnische Unternehmen Fazer übernimmt von Mondelez die Gebäckmarken Jaffa, Domino und Fanipala.

  • Der US-Süßwarenhersteller Mondelez verkauft weitere Marken
  • Jetzt trennt sich der Konzern von den regionalen Marken Domino, Jaffa und Fanipala
  • Käufer ist das finnische Unternehmen Fazer

Mondelez trennt sich von weiteren regionalen Gebäckmarken. Domino, Jaffa und Fanipala gehen an das finnische Unternehmen Fazer. Dieses hatte sein Gebäckgeschäft 1995 an Danone verkauft, die es 2007 an Kraft Foods weiterreichten. 2012 kaufte Fazer jedoch die Fabrik in Vantaa zurück.

Der US-Süßwarenhersteller Mondelez geht derzeit mit dem Stahlbesen durch sein Markenportfolio: Anfang April hat der Konzern die Trennung von zehn europäischen Süßwarenmarken bekannt gegeben, darunter Carambar und Suchard. Schon im vergangenen Jahr hat Mondelez sein Kaffeegeschäft im Rahmen einer Megafusion in den niederländischen Kaffeekonzern D.E. Master Blenders eingebracht. Spekuliert wird immer wieder auch über einen Verkauf des Frischkäsegeschäfts mit der Marke Philadelphia.

Mondelez bringt Bonbonmarke Halls

Jenseits des aktionsgetriebenen Milka-Tafelschokoladengeschäfts mit Milka will sich Mondelez mit Bonbons ein neues Geschäftsfeld aufbauen.

Der Süßwarenhersteller Mondelez International startet im Juli in einer neuen Warengruppe in Deutschland und offeriert dem deutschen Handel die Bonbonmarke Halls.

Mondelez greift in einer neuen Kategorie an: In Kalenderwoche 27 startet der Hersteller von Milka-Schokolade und Oreo-Keksen mit Bonbons unter der internationalen Marke Halls in Deutschland. Nach Konzernangaben ist Halls bereits Marktführer in Spanien, Portugal und Griechenland und zählt in Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Irland, Italien und Dänemark zu den Top 5 Marken.

Auch wenn Mondelez International in dem Segment in Deutschland bislang ein unbeschriebenes Blatt ist: Weltweit setzte der Konzern laut Zahlen der Marktforscher von Euromonitor 3,9 Mrd. USD mit Zuckerwaren (ohne Kaugummi) um und ist damit der weltgrößte Hersteller in dieser Kategorie. Dicht auf den Fersen folgt Perfetti Van Melle mit 3,7 Mrd. USD, dann Mars mit 2,8 Mrd. USD. Weltweit legte das Zuckerwarengeschäft von Mondelez in den vergangenen drei Jahren laut Euromonitor 500 Mio. USD zu.

„Die Voraussetzungen sind sehr positiv“

Europaweit habe sich Halls zuletzt „sehr gut entwickelt“, so der Konzern gegenüber der LZ. Zudem wachse der deutsche Frischebonbon-Markt um 4 Prozent nach Umsatz (rollierend bis Juni 2015). „Die Voraussetzungen für den Markteintritt in das neue Segment Bonbons in Deutschland sind also sehr positiv.“

Mondelez wird die Einführung der fünf Sorten Coolwave, Citrus Mix, Extra Strong, Strawberry Flavour, Forest Fruit Flavor mit TV-Werbung, Social-Media-Aktivierung und Samplings begleiten und möchte sich nach Unternehmensangaben als „Bonbon mit dem Frischekick“ positionieren – saisonal unabhängig. Das bedeutet nicht nur neue Konkurrenz für Hustenbonbonmarktführer Ricola und die Nummer zwei Fisherman‘s Friend, sondern auch für Fruchtbonbonhersteller wie Storck und Katjes im rund 2,7 Mrd. Euro großen deutschen Markt für Zuckerwaren.

Die Bremer können frische Umsätze gut gebrauchen: Nach der LZ vorliegenden Marktzahlen mussten sie im vergangenen Jahr in Deutschland ein zweistelliges Absatzminus hinnehmen. Ein schwächeres Saisongeschäft, die Auslistung von Milka bei Lidl zur Mitte des Jahres sowie die Regalpreisstellung von über einem Euro dürften zu Buche geschlagen haben, auch wenn Oreo-Gebäck nach Konzernangaben zweistellige Wachstumsraten erzielte.

Aldi-Listung könnte helfen

„Mit unserem Geschäft in Deutschland in 2015 sind wir sehr zufrieden“, heißt es dagegen aus Bremen. Auch das Jahr 2016 sei gut gestartet, beispielsweise aufgrund von Neuprodukten wie „Milka Collage“. Die Aldi-Listung helfe, für Konsumenten „überall verfügbar zu sein“. Sie dürfte allerdings auch helfen, 2016 wieder zu Wachstum zurückzukehren. Neben Oreo sind die Bremer mit Milka präsent, die bei Aldi Süd für 95 Cent verkauft wird. Diskontierende Händler haben diesen Preis in Süddeutschland nachvollzogen.

Laut Branchenkennern sind Umsatz und Stückabsätze mit den lila Produkten bei Aldi bislang nicht besonders hoch. Das Geschäft ist mit einem Aktionsanteil von über 60 Prozent stark promotionsgetrieben. Nach LZ-Informationen hatte Mondelez die Aldi-Listung mit einer erneuten Erhöhung der Abgabepreise an den Handel flankiert.

Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen

Qualitätsaktien berichten: Beiersdorf

Baiersdorf´s erstes Quartal

 

  • Umsatz von Beiersdorf sinkt im ersten Quartal um knapp 2 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro
  • Organisch liegt das Plus bei 2,4 Prozent
  • Prognose für das Gesamtjahr wird bestätigt

Der Verfall lateinamerikanischer Währungen und eine schwächere Entwicklung bei der Klebstofftochter Tesa haben den Nivea-Hersteller Beiersdorf zum Jahresauftakt gebremst. Der Konzernumsatz ging im ersten Quartal um 1,9 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro zurück, wie Beiersdorf am Mittwoch mitteilte. Die meisten Analysten hatten hingegen mit einem leichten Anstieg gerechnet. Aus eigener Kraft, also ohne den Einfluss der Währungen sowie Zu- und Verkäufen, konnte der Konsumgüterkonzern um 2,4 Prozent wachsen.

Dabei musste die Tochter Tesa Umsatzeinbußen verkraften. Grund war eine deutliche Abschwächung der Nachfrage aus der Elektronikindustrie in Asien. Im Konsumgütergeschäft rund um Marken wie Nivea oder Eucerin lief es hingegen besser. Der Umsatz sank zwar nominal aufgrund negativer Wechselkurseffekte, organisch aber legte dieser um 3,6 Prozent zu.
Während sich der europäische Markt in der Pflegesparte gut entwickelte, blieben die Erlöse in Amerika auch um Währungseffekte bereinigt unter dem „starken Vorjahr“, wie es in der Mitteilung aus Hamburg heißt. Mit Blick auf die einzelnen Marken des Konzerns entwickelten sich Nivea und La Prairie besonders stark, mit organischen Zuwachsraten von 4,3 beziehungsweise 6,9 Prozent.

An seiner Prognose für das Gesamtjahr hält Beiersdorf fest: So soll der Konzernumsatz organisch weiterhin um 3 bis 4 Prozent steigen; die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit), die 2015 mit 14,4 Prozent auf den höchsten Stand in der Unternehmensgeschichte kletterte, leicht zulegen.

 

Beitrag aus der Lebensmittelzeitung

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Zukauf bei Nestlé und Johnson & Johnson

Johnson & Johnson kauft Dermokosmetik-Spezialisten

 

  • Johnson & Johnson will das US-Unternehmen NeoStrata übernehmen
  • NeoStrata ist einer der globalen Führer im Bereich dermokosmetischer Pflegeprodukte auf Basis von AHA-Säuren

Die Konsumentensparte des US-Pharmazie- und Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson will sich mit einem Zukauf im Bereich der medizinisch orientierten Kosmetik verstärken: Das Unternehmen hat mit dem Dermokosmetik-Spezialisten NeoStrata eine Übernahmevereinbarung getroffen. Die Transaktion umfasse auch die Schwestergesellschaften von NeoStrata sowie den Mutterkonzern TriStrata. Zu den finanziellen Details macht Johnson & Johnson keine Angaben.

Die Übernahme soll nach Zustimmung der Wettbewerbsbehörden noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Das 1988 gegründete Unternehmen NeoStrata ist nach Konzernangaben einer der globalen Führer im Bereich dermokosmetischer Pflegeprodukte, vor allem mit Anti-Aging-Produkten auf Basis von AHA-Säuren (Alpha-Hydroxycarbonsäuren).

 

Nestlé und R&R machen Eis-Deal perfekt

Nestlé und R&R Ice Cream haben sich geeinigt: Die beiden Hersteller haben die Gründung eines Joint Ventures für das Eiskremgeschäft besiegelt. Froneri soll das neue Unternehmen heißen und in über 20 Ländern aktiv sein.

Der Lebensmittelriese Nestlé und der britische Eiskremhersteller R&R Ice Cream haben ihr angestrebtes Joint Venture besiegelt: Im neuen Unternehmen Froneri vereinen sich das Speiseeis-Geschäft des Schweizer Konzerns mit den Aktivitäten der Briten in den entsprechenden Ländern, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heißt. Der neue Spross steht dabei für einen Umsatz von 2,7 Mrd. Schweizer Franken (rund 2,5 Mrd. Euro), ist in über 20 Ländern aktiv und kommt auf rund 15.000 Mitarbeiter. Vorstandsvorsitzender soll R&R-Chef Ibrahim Najafi werden, den Vorsitz im Verwaltungsrat übernimmt Nestlés Generaldirektor für die Region Europa, Naher Osten und Nordafrika, Luis Cantarell.

Mit dem Schritt will sich Nestlé im umkämpften Markt für Speiseeis stärken und seine Marktposition ausbauen. Um zu wachsen, wollen beide Parteien ihre Kompetenzen bündeln: Nestlé will in das Unternehmen seine erfolgreichen Marken und Erfahrungen aus dem Außerhausgeschäft einbringen, R&R seine Produktionsexpertise und seine starke Präsenz im Handel.
Dabei halten beide Unternehmen am Joint-Venture 50 Prozent, doch die Beteiligung könnte zukünftig sinken. Auf längere Sicht strebe das neue Unternehmen eine Börsennotierung an, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Frederic Stevenin vom Finanzinvestor und R&R-Eigentümer PAI. Auch werden Übernahmen nicht ausgeschlossen.

Bereits im vergangenen Oktober hatten beide Konzerne die Planungen für ein Joint Venture verkündet. Die Einzelheiten stehen nun fest: So soll Froneri seinen Hauptsitz in Großbritannien haben und in erster Linie in Europa, im Nahen Osten, aber auch in Argentinien, Australien, Brasilien, den Philippinen und Südafrika operieren. Neben Speiseeis umfasst das Sortiment auch in bestimmten Ländern TK-Pizza und Tiefkühlkost sowie gekühlte Milchprodukte in den Philippinen.

Noch müssen die Wettbewerbsbehörden dem Deal zustimmen und auch die Beratungen mit den Mitarbeitervertretern müssen noch abgeschlossen werden, heißt es.

 

Aus der Lebensmittelzeitung

Interessante Unternehmen

Die Adventszeit vergeht wie im Flug. Heute ist bereits der dritte Advent und in elf Tagen ist Weihnachten. Irre. Habt ihr bereits alle Eure Geschenke? Ich bin wie jedes Jahr sehr spät dran. Wahrscheinlich läuft es wie jedes Jahr: Ein Tag vor Weihnachten mach ich mich dann mal auf die Suche und werde leicht panisch

 

Ich möchte heute ein paar Gedanken zu Unternehmen schreiben, die ich sehr interessant finde. Viele der unten stehenden Unternehmen kann ich in meiner täglichen Arbeit sehen und „anfassen“, zumindest deren Produkte.

Frei nach dem Motto:

„Ich will es Euch unmöglich machen, Geld auszugeben, ohne Euch dabei selber zu bereichern“

seht ihr hier einige Unternehmen deren Geschäftsmodelle, Jahresabschlüsse und Inhaber / Unternehmenslenker ich persönlich geprüft habe

Neben Zahnpasta und Seife ist das Unternehmen aus dem schönen New York auch Hersteller (zugegeben: in Europa unbekannt) von Tierfutter. Von 100 Personen putzen 65 die Zähne mit Produkten von Colgate!!! Stetig steigende Gewinne je Aktie und Aktienrückkäufe sind starke Indikatoren eines starken Managements.

 

Ist ein Hersteller von Schmierstoffen aller Art. Im Bereich der Lebensmittelschmierstoffe wurden einige tolle Zukäufe getätigt und garantieren nachhaltige Geschäfte. Ein KGV  jenseits der 25 mahnen mich jedoch (leider) zur Zurückhaltung.

 

Deutsches Familienunternehmen mit langer Historie und toller Performance. Wie Fuchs Petrolub aktuell jedoch zu teuer.

 

Amerikanischer Pharmazie- und Konsumgüterhersteller sowie Healthcareunternehmen. Kriesenresistent selbst zu Kriegszeiten. Warum? Johnson & Johnson ist (unter anderem) Hersteller der „OP Fäden“ zum Nähen von Wunden. Makaber aber wahr.

 

Konsumgüterriese aus den USA. Es ist fast unmöglich an Produkten des Konzerns vorbeizukommen.

 

Ist im Vergleich zu den bisher genannten Unternehmen ein echtes „Small Cap“. Das Unternehmen ist der größte Hersteller von Heißluftdämpfern der Welt und fehlt in keiner Kantine. Die Gewinne, die hier Jahr für Jahr eingefahren werden suchen seines Gleichen. Entsprechend teuer ist das Unternehmen auch.

 

Knorr, Lipton Eis Tee und andere Leckereien kommen aus dem Hause Unilever. Die Briten sind jedoch auch in der Körperpflege stark aufgestellt.

 

Das Konzept deutscher Volks- und Raiffeisenbanken ist einfach. Auch die deutschen Sparkassen halten sich konsequent an die volkswirtschaftlichen Grundaufgaben von Banken:

 

– Fristentransformation

– Losgrößentransformation und

– Risikotransformation

 

Wer eine solide Bank kaufen möchte (Raiffeisenbanken und Sparkassen kann man leider nicht kaufen) ist mit Wells Fargo bestens aufgestellt. Auch Warren Buffett vertraut einen Großteil seines Vermögens diesem Unternehmen an.

 

Shell ist mit seinen weltweit 20.000 Tankstellen ein Ölunternehmen, dass sowohl mit niedrigen als auch hohen Ölpreisen gut auskommt.

 

US Tech Riese und eng verzahnt mit den meisten Unternehmen weltweit. Der Technologiekonzern kann in einer der wohl schnelllebigsten Branchen bereits seit 100 Jahren bestehen und sich Tag für Tag neu erfinden. Aktuelle Schwächephasen nutze ich (als auch das Unternehmen selbst, Stichwort Aktienrückkäufe) um Bestände auszubauen.

Was haltet Ihr von dieser kleinen Zusammenfassung? Welche Unternehmen fehlen aus Eurer Sicht?

 

 

 

Kaufe Unternehmen, deren Produkte Du täglich siehst…

Colgate Palmolive hat einen Marktanteil von 65 % weltweit –>wie irre ist das?

Von 100 Personen putzen 65 die Zähne mit Produkten von Colgate!!!

Das sind die Unternehmen, die Buffett meint: einmal kaufen, niemals verkaufen!

Gerne würde ich diese Unternehmen besitzen (wenn auch nur Teile…)

 

Aktuell werden diese Unternehmen mit einem KGV (siehe Handbuch der Kennzahlenanalyse) von über 20 gehandelt. Buffett sagt zwar, es ist schlau solche Unternehmen zu kaufen. Das Risiko besteht jedoch im Preis der Unternehmen.

 

Eine Liste von Unternehmen, die ich jeden Tag sehe:

  • Baiersdorf
  • Coca Cola
  • Colgate Palmolive
  • Fuchs Petrolub
  • Fresenius
  • Johnson & Johnson
  • Henkel
  • General Mills
  • Hershey Corp
  • IBM
  • Kellogg
  • Kimberley Klark
  • Pepsico
  • Procter & Gamble
  • Reckitt Benckiser
  • Nestlé
  • Shell
  • Unilever
  • Wells Fargo

Happy Birthday Warren Buffett

 

Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag Mr. Buffett. Das Orakel aus Omaha ist am 30.08 wieder ein Jahr älter geworden. Der Trieb nach immer mehr Geld lässt den Mann weiterhin fit und agil wirken. Für mich persönlich ist Buffett ein großes Vorbild in allen Bereichen. Er gestaltet sein Leben sehr genügsam und hat stets nur das eine im Fokus: Wie kann ich Werte generieren?

 

Um ein Beispiel zu geben, wie Buffett „tickt“ ist in der ersten Abbildung sein Netzwerk abgebildet. Es ähnelt einem gut durchdachten Spinnennetz indem nur er zielsicher zwischen den einzelnen „Seilschaften“ wandeln kann.

In der zweiten Abbildung sind einige sehr interessante Konsumgüterhersteller abgebildet. Warren Buffett ist bei einigen direkt oder inderekt durch seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway beteiligt.

Der Vorteil an Konsumgüterherstellern ist das nachhaltige Geschäfstkonzept. Gegessen und getrunken wird immer.

Was ist Eure Lieblingsmarke und welcher Konzern profitiert davon?

 

 

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