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Buy and Hold – Ein Liebesgeständnis

„Buy and Hold“ ist die überlegene Strategie an den Aktienmärkten. Aus mehreren Gründen. Menschen verhalten sich auf Grund ihrer Urinstinkte bei Gefahr ängstlich. Sie reagieren mit Rückzug und Flucht. Dieses Phänomen ist auch an den Börsen zu sehen.

Als Mensch sind wir jedoch auch dem Gefühl der Euphorie unterlegen. Wir wollen bei jeder Party dabei sein und kaufen so Aktien zu astronomischen Preisen.

„Buy and Hold“ ist eine tolle Strategie um diese Heuristiken zu vermeiden. Kaufe Qualitätsfirmen, wie z. B. Colgate-Palmolive, Berkshire Hathaway, Procter & Gamble, Henkel, Fielmann, SAP, Nike, Unilever, Nestlé usw. Kurzfristige Rücksetzer sind (zum Glück) immer möglich und ermöglichen einen vorsichtigen Einstieg.

Wie erkenne ich Qualitätsfirmen?

Value Investing, das wertorientierte Investieren, kommt ohne komplizierte mathematische Formeln aus, es setzt vielmehr auf den gesunden Menschenverstand und Geduld. Je einfacher und langweiliger das Geschäftsmodell ist, desto interessanter ist es grundsätzlich für Value Investoren. Man kauft Anteile an soliden Unternehmen, die von ehrlichen und fähigen Leuten geführt werden und das zu einem Kurs, der unterhalb des fairen Wertes liegt, also das Gewinnpotenzial des Unternehmens (noch) nicht widerspiegelt.

Kurzfristige Rückschläge im Aktienkurs sind tolle Gelegenheiten um die Positionen weiter aufzustocken. So macht sich der Zinseszinseffekt bemerkbar. Man läuft nicht Gefahr, in einer Baisse oder in einem Crash Aktien panisch zu verkaufen. Wer das Auf und Ab an der Börse erträgt wird langfristig belohnt.

 

„Börsengewinne sind Schmerzensgeld – erst kommen die Schmerzen, dann das Geld“

André Kostolany

Steuern und Transaktionskosten darf man jedoch nicht unterschätzen. Sie nehmen einen Gutteil des Vermögensgewinns weg. Warren Buffett besitzt Anteile an Coca-Cola, American Express, Wells Fargo, Wal-Mart, Costco, U.S. Bancorp, Procter & Gamble, Moody’s sehr lange. Viele Positionen liegen seit mehreren Dekaden in seinem Depot. Buffett möchte eine Besteuerung des Gewinns vermeiden. Er will vollumfänglich vom Zinseszins profitieren. Solange seine Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway nicht den Gewinn einer Aktie realisiert, muss keine Steuer auf den Papiergewinn entrichtet werden. Es ist ein tolles Steuersparmodell.

In dem Buch „Warren Buffett – Das Leben ist wie ein Schneeball“ beschreibt Autorin Alice Schroeder Buffetts Rat an Studenten so:

Im Kern war seine Botschaft immer, schnell reich werden zu wollen, ist nicht das wertvollste Ziel im Leben.

Warren Buffett ist der Überzeugung, dass man sich weder mit Marktprognosen noch mit Charts aufhalten sollte, sondern vor allem mit dem Lesen der Geschäftsberichte der Unternehmen. Da steht alles drin, was ein Value Investor über das Unternehmen wissen muss und dort findet er die Zahlen und Daten, die er für die Bewertung des Unternehmens und die Ermittlung von dessen fairen Wert benötigt. Und er rät, Geld nur in Unternehmen zu investieren, deren Geschäft man auch versteht.

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