Große Baustellen bei Nestlé

Gepostet am 7 Nov 2016

Leise, still und heimlich hat Nestlé Froneri, das Eiskrem- und Tiefkühl-Joint-Venture von Nestlé und R&R Ice Cream am 1. Oktober gestartet. Das Gemeinschaftsunternehmen bringt es auf 2,5 Mrd. Euro Jahresumsatz, wichtigster Markt ist Deutschland. Das Gemeinschaftsunternehmen von Nestlé S.A. und R & R Ice Cream Plc., Froneri, hat nach Abschluss aller wettbewerbsrechtlicher Genehmigungsverfahren diese Woche die Arbeit aufgenommen. Geführt werden die Geschäfte von R&R-Chef Ibrahim Najafi. Nestlé-Vorstand Luis Cantarell wird Vorsitzender des Aufsichtsrats, dem drei Nestlé-Manager und drei Vertreter des R&R-Eigentümers, dem britischen Finanzinvestor PAI, angehören. Cantarell wird zwar Ende des Jahres aus dem Vorstand des Weltkonzern ausscheidet, aber auch künftig die Interessen der Schweizer bei Froneri wahrnehmen. Mit ihm wechselt das Management der Nestlé-TK-Sparte fast vollständig in die neue Gesellschaft. Froneri wird auch Nestlés Großverbrauchergeschäft mit Erlenbacher zugeschlagen. Dagegen bleiben Wagner Pizza sowie das TK-Geschäft in Italien außen vor. Nestlé ist aktuell am Eismarkt abgeschlagen. Weltweit wird Eis im Wert von ca. 77 Mrd USD im Jahr verkauft. Der Schweizer Anteil liegt bei ca. 10 Prozent. Unilevers Anteil hingegen ist doppelt so groß. Er will mit dem Deal Kompetenzen bündeln in einer nach wie vor dynamischen Kategorie. Weltweit, so die Prognose von Euromonitor, soll der Eiskremmarkt bis 2020 um 14 Prozent auf dann 87 Mrd. USD wachsen. Als besonders vielversprechend gelten die Regionen Asia-Pacific und Afrika. Das Eisgeschäft soll an die Börse gehen Es ist noch unklar, ob Nestlé mit dem Deal  eine weniger erfolgreiche Beteiligung losschlagen möchte, oder seine Aktionäre an dem Erfolg der neuen Gesellschaft beteiligen. Wie letzteres geht, hat zuletzt Procter & Gamble mit dem Verkauf seines Parfumgeschäfts vorexerziert. Reuters zitiert Frederic Stevin von PAI damit, die Unternehmensanteile der Partner könnten sich künftig auch verändern. Auf längere Sicht wolle man mit Froneri an die Börse. Die Ausgliederung aus dem Nestlé-Konzern ist aus Sicht von Analysten logisch, weil bei der Neupositionierung als größtem Wellness- und Gesundheitskonzern nur störend. Zuletzt habe die Eis-Sparte an Umsatzbedeutung leicht eingebüßt. Nestlé will, unbestätigten Meldungen lokaler Medien zufolge, die Eisfabrik in Serbien schließen. Sie ist Teil der 2005 übernommenen griechischen Delta Ice Cream. Ungeachtet dessen wurden die Erwartungen nicht erfüllt Angesichts der Schwäche in vielen Schwellenländern schätzt der Lebensmittelriese Nestlé seine Wachstumschancen pessimistischer ein. Aus eigener Kraft werde der Konzern im laufenden Jahr wohl nur um 3,5 Prozent zulegen, teilte Nestlé am Donnerstag mit. Eigentlich hatte der Hersteller von Kitkat-Schokoriegeln, Maggi-Fertiggerichten und Nescafé wie im Vorjahr um 4,2 Prozent wachsen wollen. In den ersten neun Monaten blieb Nestlé hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurück. Insgesamt setzte der Konzern mit 65,5 Mrd. Schweizer Franken (60,3 Mrd. Euro) nominal 1 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum (64,9 Mrd.). Organisch stieg der Umsatz um 3,3 Prozent, wovon 0,8 Prozentpunkte auf Preissteigerungen zurückgehen. Wechselkursseffekte wirkten sich mit -1,7 Prozent, Akquisitionen und Veräußerungen mit -0,6 Prozent mindernd auf das Umsatzwachstum aus. Nestlé ist stark im Umbruch. Neben dem Eisdeal sollen auch mehrere lokale Wassermarken auf dem Prüfstand stehen. Ich bin gespannt, wo die Reise...

mehr

Pepsico verdient weniger

Gepostet am 3 Nov 2016

  Der Snack- und Softdrink-Konzern Pepsico hat trotz guter Geschäfte mit neuen Produkten auf dem US-Markt im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von knapp 2 Prozent verbucht. Den Wermutstropfen steuert der starke Dollarkurs bei, der die Einnahmen aus dem Ausland in der Umrechnung schmälert. Der Gewinn allerdings klettert unerwartet stark. Den amerikanischen Chips- und Getränkehersteller Pepsico stimmen gute Geschäfte auf dem Heimatmarkt zuversichtlich für das Gesamtjahr. Neue Snacks wie kalorienarmes Popcorn oder Bio-Limonaden kämen bei den Verbrauchern gut an, teilte der Coca-Cola-Konkurrent am Donnerstag mit. Allerdings schmälere der starke US-Dollar die Einnahmen aus dem Ausland. So ging im dritten Quartal (bis Anfang September) der Umsatz um 1,9 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar zurück. Damit schnitt der Konzern aber besser ab als Analysten es erwartet hatten. Der Gewinn kletterte unerwartet stark auf rund 2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf das Geschäft in Venezuela belastet, so dass damals nur 533 Millionen Dollar unter dem Strich standen. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun etwas mehr Gewinn als zuvor. Je Aktie will er 4,78 Dollar verdienen. Zum Halbjahr war er noch von 7 Cent weniger ausgegangen....

mehr

Coca Cola mit weniger Umsatz

Gepostet am 1 Nov 2016

Der Hersteller von Zuckerbrause muss mit sinkenden Umsätzen kämpfen Gegenüber dem Vorjahresquartal ist der Umsatz um 7 Prozent gefallen. Noch schlimmer war es beim Gewinn. Dieser fiel um 28 Prozent. Schuld an dem Rückgang sind laut Coca Cola vor allem die Währungsschwankungen und der laufende Konzernumbau. Die US Getränkehersteller tun sich weiter schwer, da die Trends rund um das Thema Fitness und Gesundheit die Nachfrage nach klassischen Softdrinks dämpfen. Der Umsatz fiel bereits das sechste mal in Folge auf 10,6 Mrd. US-Dollar. Auch der Gewinn fiel auf 1 Milliarde US-Dollar. Auch die Konkurrenz reagiert Sondersteuern auf zuckerhaltige Lebensmittel haben gerade Hochkonjunktur unter Politikern und Gesundheitsexperten. Der Lebensmittelhersteller Pepsico will aus diesem Grund in Zukunft weniger Zucker, Salz und ungesättige Fettsäuren in den Produkten verwenden. Das ausgegebene Ziel kommt einen angesichts des langen Umsetzungplans jedoch unseriös vor. Die vorgestellte Agenda will die Ziele bis im Jahr 2025 umgesetzt haben. Mindestens zwei Drittel des globalen Getränkeportfolios sollen geändert werden. Der Zuckerzusatz soll maximal 100 Kalorien pro 12 Unzen-Portion (rund 355 Milliliter)...

mehr

Noch ein Bier, bitte! Heineken steigert Umsatz

Gepostet am 31 Okt 2016

Der Brauereikonzern Heineken steigerte seinen Absatz im dritten Quartal stärker als die Analysten erwarteten Bereinigt um Zu- und Verkäufe steigt der Umsatz um 2 Prozent. Der vorliegende Rückgang des Gewinns wird durch Einmaleffekte und Abschreibungen begründet. Der zweitgrößte Braukonzern der Welt hat in den Sommer Monaten mehr Bier verkauft als erwartet. Das Unternehmen aus Amsterdam konnte die Analysten überzeugen. Sie hatten lediglich mit 1,4 Prozent mehr Bierabsatz gerechnet. Wenn man die Zukäufe noch mit einrechnet konnten die Holländer ihren Absatz sogar um 5,4 Prozent steigern. Unter Strich sinkt der Gewinn Etwa 30 Prozent weniger Gewinn, also 1,24 Milliarden Euro konnte das Unternehmen erwirtschaften. Der Rückgang ist vor allem auf Sondereffekte aus dem letzten Jahr zurückzuführen. Dank eines Verkaufs konnten im lezten Jahr ein Sonderertrag von 379 Millionen Euro verbucht werden. In diesem Jahr musste hingegen eine Abschreibung in Höhe von 233 Millionen Euro verschmerzt...

mehr

Weniger verdient mit Zahnpasta und Seife

Gepostet am 29 Okt 2016

Colgate Palmolive verdient weniger Bedingt durch negative Wechselkurse hat Colgate Palmolive 3,5 Prozent weniger umgesetzt. Auch der Gewinn ging zurück. Der Hersteller von Zahnpasta, Zahnbürsten und Seife (auch Hundefutter vertreibt das Unternehmen vor allen in den USA) musste einen Rückgang des Nettoumsatzes konzernweit um 3,5 Prozent auf 3,9 Mrd. US-Dollar verkraften. Schuld sind laut Unternehmen vor allem Währungsschwankungen und ein schwieriges Lateinamerika Geschäft. Anlayste hatten im Vorfeld höher Erwartungen geäußert. Ian Cook, Chairman, President and Chief Executive Officer, freut sich dennoch. Der Zahnpastaprofi habe schließlich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein organisches Wachstum von 4,5 Prozent geschafft. Ich konzentriere meine Investment auf Dinge des täglichen Lebens und leicht verständliche Geschäftskonzepte. Die langfristigen Aussichten sind aus meiner Sicht nach wie vor...

mehr

Unilever kauft Nachhaltigkeit in das Portfolio

Gepostet am 20 Sep 2016

Unilever kauft Seventh Generation Der Konsumgüterriese Unilever investiert in Produkte mit Nachhaltigkeitsanspruch und holt sich den US-Reinigungsmittelhersteller Seventh Generation ins Portfolio. Das Unternehmen setzt auf pflanzliche Inhaltsstoffe und vertreibt seine Artikel über Händler wie Target oder CVS Pharmacy. Kosten werden nicht genannt Der Konsumgüterriese Unilever hat bei einem Haushaltsartikelhersteller mit ökologischem Anspruch zugeschlagen. Wie der Konzern mitteilt, wurde mit Seventh Generation aus Vermont ein Kaufvertrag unterzeichnet. Wie viel sich Unilever den Zukauf kosten lässt, wird nicht offengelegt. Andere Käufe zur Zeit nicht attraktiv 2015 hat der Neuzugang den Angaben zufolge 200 Mio. US-Dollar umgesetzt. Zudem habe das 1988 gegründete Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren jährlich zweistellige Wachstumsraten verzeichnet. Das US-Wirtschaftsmagazin Fortune berichtet unter Berufung auf Insider, dass Unilever zwischen 600 und 700 Mio. Dollar in bar für den Spezialisten für WPR- und Hygiene-Produkte auf pflanzlicher Basis gezahlten haben dürfte. Im Gegensatz zu Mitbewerbern wie die Honest Company von Jessica Alba, an dem Unilever zuletzt Interesse nachgesagt worden war, setzt Seventh Generation auf den Vertrieb über Händler wie Target, CVS und Walgreens. Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung übernommen. Der Nordamerika-Chef von Unilever, Kees Kruythoff, sieht Seventh Generation auf einer Linie mit dem bestehenden Nachhaltigkeitsportfolio des Konzerns zu dem die Fair-Trade-Eiskrem-Marke Ben & Jerry’s und die Pflegemarke Dove gehören. Der CEO von Seventh Generation ist für Unilever dabei kein Unbekannter: John Replogle war bis 2006 für das nordamerikanische Hautpflegegeschäft des Konzerns...

mehr

Monsun und SUV beeinflussen die Ölpreise

Gepostet am 15 Sep 2016

Wie jeden Monat hat die Internationale Energieagentur (IEA) auch vorgestern wieder einmal ein schriftliches Update ihrer gegenwärtigen Einschätzung des globalen Rohölmarktes – den viel beachteten „Oil Market Report“ – vorgelegt. Und diese Status-Quo-Analyse fiel im September spürbar negativer aus als noch in den zurückliegenden Monaten. Kurz und unangenehm lautet die aktualisierte IEA-Botschaft: Aufgrund einer nachlassenden Nachfragewachstums-geschwindigkeit, einer robuster als erwarteten Rohölproduktion der Nicht-OPEC-Staaten und einer erhöhten OPEC-Förderung wird sich die Resynchronisierung von Angebot und Nachfrage auf dem Rohölmarkt auf der Zeitachse noch etwas weiter nach hinten verschieben. Ging die IEA bis dato davon aus, dass sich der seit dem Herbst 2014 im Ausnahmezustand befindende Rohölmarkt im Laufe des (späten) 2H 2016 wieder ausgleichen würde, kalkuliert die 29-Staaten-Organisation nun mit einem „Angebots-Nachfrage-Rendezvous“ im 2H 2017. Basierend auf der neuen IEA-Prognose antizipiert die IEA für die kommenden vier Quartale einen neuerlichen (kumulierten) Angebotsüberschuss von über 200 Mio. Barrel. Am zuletzt wieder hoffnungsfroheren Rohölmarkt sorgte diese neue IEA-Klangfarbe für einen fühlbaren Stimmungsdämpfer. So knickte der Brent-Rohölpreis seit Veröffentlichung des IEA-Reports um immerhin 4% auf 46 USD ein. Hierfür dürfte sicherlich auch eine Rolle gespielt haben, dass auch die kurz zuvor veröffentlichten Monats-Berichte des US-Energieministeriums (DOE) und der OPEC – gleichwohl mit unterschiedlichen Begründungen – eine Spur negativer formuliert wurden als zuvor. Ein wichtiger Impulsgeber für die vorgenommene IEA-Aktualisierung war eine zurückhaltendere Verbrauchsprognose für China und Indien vor dem Hintergrund der jüngsten Konsumdaten im Juni und Juli. Explizit wird der Rückgang des indischen Verbrauchswachstums im Juli angeführt, das sich nach einem stabilen Anstieg von 12% im Durchschnitt des 1H 2016 auf 5% im Juli abgekühlt hatte. Wie schnelllebig dieses „Impuls-Geschäft“ aber sein kann, zeigt sich exemplarisch an den von Indiens Ölministerium nahezu zeitgleich mit der IEA-Veröffentlichung bekannt gegebenen Verbrauchszahlen für den Monat August. Diese hatten nämlich einen Wiederanstieg des nationalen Konsumzuwachses auf über 11% zum Inhalt. Es spricht demgemäß Vieles dafür, dass die IEA-Statistiker den verbrauchshemmenden Einmaleffekt der Monsun-Überflutungen unterschätzt haben. Auch in China könnten Sondereffekte für die zuletzt deutlich schwächelnde Wachstumsgeschwindigkeit des Rohölproduktkonsums verantwortlich zeichnen. So litt im Sommer auch das Reich der Mitte unter massiven Überflutungen in diversen Landesteilen. Zudem ordnete Peking bereits im Vorfeld des jüngsten G20-Gipfels zur Verbesserung der Luftqualität umfangreiche Reduktionen der wirtschaftlichen Aktivität insbesondere in schadstoffreichen Industrien an. Der von einem spürbar steigenden SUV-Marktanteil (Sports Utility Vehicle) begleitete Pkw-Absatz in China in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres (+13%) spricht jedenfalls nicht für eine ausgeprägte Rohöl-Diät. Vor dem Hintergrund einer entsprechenden Ankündigung des Betreiber-Konsortiums wurde auf der Angebotsseite des IEA-Modells im September-Report zudem die Produktionsaufnahme des kasachischen Ölfeldes „Kashagan“ berücksichtigt. Dies könnte sich allerdings mit Blick auf die (sehr lange) Historie speziell dieses Ölfeldes als vorschnell erweisen. So wurde das aufgrund seines theoretischen Potenzials als „Elefanten-Feld“ bezeichnete Offshore-Vorkommen bereits im Jahre 2000 entdeckt und sollte ursprünglich im Jahre 2005 (!) online gehen. Erst Ende 2013 nahm Kashagan dann kurz seinen Dienst auf, um wegen einer porösen Pipeline-Infrastruktur umgehend wieder geschlossen zu werden. Fazit: Solange es keine exakten „Produktionszähler“ an jeder Förderquelle dieser Erde und keine „Just-in-Time-Verbrauchsdaten“ für alle Konsumnationen gibt, ist die Formulierung von Angebots- und Nachfrage-Modellen aufgrund ihrer mannigfachen Einflussfaktoren (u.a. Preis, Geopolitik, Streiks, Wetter) eher eine nutzenstiftende Kunst als eine exakte Wissenschaft. Jeder Modell-Bauer, egal ob er nun DOE, IEA oder OPEC heißt, füllt das solchermaßen unvermeidliche Primärdaten-Vakuum mit auf Sekundärdaten basierenden Annahmen bzw....

mehr

Henkel verdient Geld mit Geld

Gepostet am 12 Sep 2016

Henkel verdient Geld mit Geld   Der Konsumgüterkonzern Henkel hat zur Finanzierung der Sun-Übernahme eine Anleihe platziert, die Investoren eine Rendite von weniger als null Prozent einbringt. Henkel verdient an dem „Darlehen“ also noch, während Investoren unter dem Strich Geld verlieren. Henkel und der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis sind die ersten privatwirtschaftlichen Unternehmen, die über Anleihen in Euro Geld mit einer negativen Rendite aufnehmen. Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller hat sich über einen Bond mit einer Laufzeit bis 2018 Finanzmittel im Volumen von 500 Millionen Euro beschafft. Die Rendite dieser Anleihe liegt bei minus 0,05 Prozent und der Zinskupon bei 0 Prozent – Henkel muss seinen Anlegern also weniger Geld zurückzahlen, als aufgenommen wurde. Auch die Rendite bei Sanofi, deren Anleihe ein Volumen von einer Milliarde Euro hat, liegt bei minus 0,05 Prozent. Insgesamt hat Henkel Anleihen im Wert von 2,2 Mrd. Euro am Markt platziert, die das Unternehmen zur Finanzierung der Übernahme des Waschmittelherstellers The Sun Products Corporation benötigt. Neben der Anleihe mit negativer Emissionsrendite hat Henkel noch drei weitere Anleihen über 700 Mio. Euro, 750 Mio. US-Dollar und 300 Mio. Pfund platziert, die neutrale oder positive Renditen und Kupons bieten. Alle Anleihen seien deutlich überzeichnet gewesen, teilte Henkel mit. Zudem hat der Konzern ein dreijähriges Bankdarlehen in Höhe von rund einer Mrd. Euro aufgenommen. Henkel und Sanofi profitieren bei der Geldbeschaffung von der Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), die es für Anleger attraktiv macht, Geld mit geringen Verlusten zu verleihen statt es auf Bankkonten zu parken. Dort würden die Verluste nämlich noch höher ausfallen. Zudem hat die EZB in den vergangenen Monaten ihre Anleihekäufe auf Schuldtitel von Unternehmen kräftig ausgeweitet und damit die Renditen dieser Papiere gedrückt. Im Juli hatte die Deutsche Bahn als Quasi-Staatsunternehmen eine Anleihe mit negativer Rendite von minus 0,006 Prozent begeben. Der Konsumgüterkonzern Unilever emittierte dagegen kürzlich noch eine Anleihe mit knapp über 0 Prozent und einem Zinskupon von 0 Prozent. Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung...

mehr

Konsumgüterhersteller wachsen langsamer

Gepostet am 1 Sep 2016

Die 50 wertvollsten Konsumgüterhersteller wachsen so langsam wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr: Rang* Unternehmen Sitz Umsatz im LEH** 2015 (in Mio. USD) Umsatzrendite 2015 in Prozent Kapitalrendite*** 2015 in Prozent 1 ⚊ Nestlé CH 92.361 15,1 14,9 2 ⚊ Procter & Gamble US 75.813 16,2 11,9 3 ⚊ PepsiCo US 63.056 13,2 14,9 4 ⚊ Unilever UK / NL 59.145 14,3 23,5 5 ⚊ JBS BR 47.878 5,6 9,2 6 ▲ Coca-Cola Company US 44.294 22,2 12,5 7 ▼ AB InBev BE 43.604 31,9 13,0 8 ⚊ Tyson Foods US 41.373 5,3 10,9 9 ⚊ Mondelez US 29.636 30,0 17,8 10 ▲ L’Oréal F 28.042 18,0 18,0 11 ▲ Kraft Foods US 27.447 16,5 4,3 12 ⚊ Philip Morris International US 26.794 40,0 55,2 13 ▼ Archer Daniels Midland US 25.217 3,7 9,4 14 ▼ Danone F 23.113 10,3 9,3 15 ▼ Heineken NL 22.772 15,8 11,0 16 ▼ British American Tobacco UK 20.031 44,2 25,6 17 Suntory JP 19.811 5,7 4,0 18 ▼ WH Group CN 19.147 7,2 10,7 19 ▲ Altria Group US 18.783 47,2 40,6 20 ▼ Japan Tobacco JP 17.851 25,1 19,0 21 ▼ General Mills US 17.630 12,3 12,1 22 ▲ SABMiller UK 16.534 33,1 14,0 23 ▲ Diageo UK 16.529 30,9 15,8 24 ▼ Colgate Palmolive US 16.034 17,4 32,0 25 ▼ Conagra US 15.832 2,1 2,5 26 ▲ Kimberly-Clark US 15.325 9,5 19,7 27 ▼ Kirin Breweries JP 15.213 1,8 2,0 28 ▼ Asahi Breweries JP 15.104 6,2 9,2 29 ▲ Grupo Bimbo MX 13.845 6,5 11,1 30 ▼ Reckitt Benckiser UK 13.565 25,3 20,3 31 ▼ Johnson & Johnson US 13.507 28 18,9 32 ▼ Kellogg Company US 12.344 7,4 9,0 33 ⚊ SCA SE 11.688 9,5 9,1 34 ▲ Estée Lauder US 10.730 14,9 26,2 35 Reynolds American US 10.675 65,1 15,0 36 ▲ LVMH F 10.125 15,8 12,0 37 ▲ Kao JP 10.104 10,9 19,5 38 ▼ Arla Foods DK 10.026 3,9 8,0 39 ▲ Nippon Meat Packers JP 10.021 3,8 9,2 40 ▼ Royal Friesland Campina NL 10.018 5,2 11,7 41 ⚊ Henkel D 9.959 14,5 17,0 42 ▼ Imperial Tobacco UK 9.823 15,9 9,6 43 ▼ Brasil Foods BR 9.819 13,1 14,0 44 ▼ Carlsberg DK 9.728 -0,3 -0,2 45 ▼ Pernod Ricard F 9.502 18,6 6,1 46 ▲ Hormel Foods US 9.264 11,6 23,3 47 ▼ Tingyi CN 8.994 5,9 8,1 48 ▼ Dean Foods US 8.122 1,2 5,5 49 ▼ Bunge Limited BM 8.092 3,0 10,2 50 ▲ Campbell Soup US 8.082 13,5 16,0 *berücksichtigt nur Bilanz veröffentlichende Unternehmen, weshalb Konsumgüterhersteller wie Mars und Oetker nicht vertreten sind **ohne Verbrauchssteuer ***gewichtet mit den LEH-Umsätzen (ohne Verbrauchssteuer) Die Lebensmittelzeitung veröffentlichte diesen Beitrag bereits im...

mehr

Procter & Gamble Abo

Gepostet am 27 Jul 2016

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble testet in den USA, wie sich Waschmittel im Internet per Abo verkaufen lässt. In Atlanta hat der Konzern kürzlich den Tide Wash Club gestartet. In Chicago experimentiert das Unternehmen gar mit einem Wäschereinigungsdienst. Procter & Gamble hat den nächsten Testballon beim Direktverkauf seiner Produkte gestartet: In Atlanta hat der Konsumgüterriese das Abo-Modell „Tide Wash Club“ ins Leben gerufen. Kunden können im eigenen Online-Shop das beliebte Tide-Waschmittel bestellen und bekommen das dann in regelmäßigen Abständen geliefert. „Denk nie mehr an Waschmittel“, wirbt das Unternehmen auf der Seite. Geliefert werden die Produkte dabei umsonst. Preislich verlangt der Hersteller das Gleiche wie in seinem Online-Shop. Procters neuestes Angebot ähnelt damit Amazons Abo-Funktion. Auch beim Online-Riesen können sich Kunden Konsumgüter in bestimmten Abständen liefern lassen und sparen dabei sogar gegenüber der einmaligen Lieferung beim Produkt-Preis. Das Preisniveau liegt dem „Wall Street Journal“ zufolge unterhalb des Procter-Angebots. Dennoch wird im Bericht der jüngste Vorstoß von Procter & Gamble als Versuch gewertet, die „Mittelmänner“ sprich den Handel zu umgehen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Gillette Shave Club eingeführt, um dem Start-up Dollar Shave Club nicht das Feld überlassen. Mit der Übernahme des Jungunternehmens durch Unilever dürfte das Modell jetzt weiter an Bedeutung gewinnen. Procter & Gamble teste „jede Möglichkeit, um mehr über Konsumentenverhalten lernen zu können“, erklärt ein Unternehmenssprecher gegenüber dem „Wall Street Journal“. In diese Strategie passten auch die jüngsten Versuche mit der Waschmittelmarke Tide. Direkte Verbindung zum Endverbraucher Direkt mit dem Endverbraucher in Verbindung tritt der Hersteller nämlich auch bei einem anderen Pilotprojekt: In Chicago bietet der Hersteller mit „Tide Spin“ bereits seit einiger Zeit eine App an, mit der ein Wäscheservice geordert werden kann. Das Unternehmen holt die Schmutzwäsche ab und bringt sie gereinigt wieder zurück. Einen ähnlichen Service testet Henkel bereits hierzulande zusammen mit DHL und einer Hannoveraner Reinigungsfirma. Unterschiede zwischen den Angeboten liegen etwa in der Bepreisung: Soll die Kleidung einfach maschinengewaschen und zusammengelegt werden, zahlen Kunden beim Procter-Angebot gerade einmal 1,59 US-Dollar pro Pfund Wäsche. Nur bei Kleidung für die chemische Reinigung wird pro Kleidungsstück abgerechnet. Abholen und Liefern ist im Preis enthalten. Beim Henkel-Angebot wird immer pro Kleidungsstück abgerechnet. Dieser Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung...

mehr
Einverstanden

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Sind Sie damit einverstanden ?