Seit Juni 2014 sind die Ölpreise im Sinkflug. Der Preis für die Ölsorte Brent (europäisches Öl) ist vom damaligen Höchstpreis von ca. 110 Dollar auf jetzt ca. 46 Dollar gefallen. Ein Minus von knapp 60 %. Die Gründe für diesen Absturz sind vielfältig:

 

  1. Die OPEC hält die Förderquoten stabil
  2. Fracking Boom in den USA
  3. Iran als zusätzlicher Ölförderer

 

Zu 1.)

Die OPEC reagierte bisher in Marktphasen mit fallenden Rohölpreisen stets mit fallenden Förderquoten. Dies hatte in der Vergangenheit den Effekt, dass eine höhere Nachfrage nach Öl (höhere Nachfrage, da niedrigere Preise) auf ein geringeres Angebot gest0ßen ist. Dies hat zu stabileren/steigenden Ölpreisen geführt. Zum jetzigen Zeitpunkt müsste die OPEC die Quoten drosseln, stattdessen werden sie jedoch erhöht.

 

Warum passt die OPEC die Quoten nicht an?

Ganz einfach: Während die USA immer mehr und mehr Öl „auf den Markt wirft“ soll die OPEC die Fördermengen kürzen. Dies hätte zur Folge, dass die OPEC Marktanteile an die USA verliert. Dies will in den Arabischen Emiraten jedoch niemand hinnehmen.

Zu 2.)

Die USA hat begonnen Öl- und Schiefergas aus tiefen Gesteinsschichten zu fördern. Diese Fördertechnik ist (wie viele andere auch) umstritten.

Welche Auswirkungen hat das auf den Ölpreis?

Bevor die USA mit dem Fracking begonnen haben, waren sie „Nettokonsumenten“. Das bedeutet sie haben mehr Öl und Gas verbraucht als sie hergestellt haben. Der Frackingboom jedoch führte dazu, dass die USA inerhalb kürzester Zeit mehr Öl und Gas aus dem Boden fördert als es selber verbraucht. Die USA haben sich somit vom Konsumenten zum Produzenten „gewandelt“.

Zu 3.)

Neben den oben genannten Einflüssen, die insgesamt zu einem höheren Ölangebot führen kommt jetzt noch der Iran hinzu. Der Iran ist ebenfalls ein Land mit hohen Erdölvorkommen und hat in der Vergangenheit bereits Öl exportiert. Allerdings bestand schon sein längerer Zeit ein Exportverbot. Im Zuge der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran wurde auch das Exportverbot von Rohöl aufgehoben. Experten erwarten das erste „Iranöl“ im Laufe des Jahres 2016 an den weltweiten Märkten. Der Einfluss auf die Preise (auf Grund höherer Angebotsmengen) sollte klar sein…

 

Was hat dieses Thema mit Value Investing und FGC GmbH  zu tun?

FGC ist ein Unternehmen, dass sich an unterbewertete Unternehmen beteiligt. Fallende Ölpreise führen auch zu fallenden Preisen bei Ölunternehmen. In diesem Bereich gibt es aktuell einige unterbewertete Unternehmen mit beeindruckender Dividendenhistorie und „Systemen“ die von den fallenden Ölpreisen profitieren…

Florian Günther
 

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