Interview mit Kilian von finanzdurchblick.net

 

 

Kilian

FG: Hallo Kilian, bitte stell Dich kurz vor

 

KE: Hallo Florian – freut mich riesig, dass du mich nach diesem Interview gefragt hast. Ich heiße Kilian und befinde mich gerade in dem jungen Alter von 22 Jahren. Ich studiere im 9ten Semester Medizin, und zwar mach ich das ganze über die Bundeswehr.

 

FG: Auf Deiner Homepage www.finanzdurchblick.net betreibst Du einen Blog und bietest einige hilfreiche Tools rund um das Thema Finanzen an. Kannst du etwas von deinem einem Projekt erzählen?

 

KE: Gerne sogar. „Finanzdurchblick“ ist aktuell mein großes Leidenschaftsprojekt. Die Idee hierzu entstand vor ungefähr einem halben Jahr. Ich bin bei Youtube über Videos von „Fight Mediocrity“ gestoßen. Dabei geht es unter anderem auch darum, seine Leidenschaft zu finden und daraus etwas aufzubauen, was anderen Menschen weiter hilft. Wer diesen Youtubechannel noch nicht kennst, muss dort unbedingt einmal reinschauen. Diese Ideen aus den verschiedenen vorgestellten Büchern haben mich infiziert und so habe ich beschlossen, ein Blogbusiness zum Thema Finanzbildung zu starten. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet dazu? Der Grund ist ein ganz einfacher: Damit kann ich meine Leidenschaft „die Finanzwelt“ mit etwas Sinnvollem verbinden. Daher liegt der Fokus auf meinem Blog darauf, dass ich vor allem finanziellen Laien eine Möglichkeit geben möchte, sich schnell und effizient in diese Thematik einzuarbeiten. Ich selbst musste mir all mein Wissen nämlich mühsam und zum Teil auch teuer erarbeiten. Mittlerweile ist mein Blog drei Monate alt und ich habe bisher insgesamt 10.000 Besucher darauf begrüßen dürfen. Inwiefern aus diesem Blog auch ein Business entstehen wird, wird die Zukunft zeigen. Zunächst versuche ich, mit guten Inhalten mir eine Leserschaft aufzubauen. Darauf liegt aktuell mein Fokus! Am meisten gefällt mir bisher der aktive Austausch mit Gleichinteressierten.

FG: Nun ist es so, dass es viele andere Finanzblogs schon gibt. Was macht dich unter diesen vielen besonders?

 

KE: Der einfache Zugang für Beginner zur fremden Finanzwelt. Finanzbildung und damit verbundene Handlungen für den Alltag zu ziehen, ist an sich ein gar nicht so schwerer Prozess – man muss eben nur wissen, wie man an die ganze Sache herangeht. Daher habe ich ein kostenloses Tutorial verfasst, was den Leser bei seinem Start in die Finanzwelt begleitet. Es fängt bei den Basics, wie man generell Vermögen aufbaut an, geht dann weiter zu Themen wie Sparen oder Versicherungen. Am Ende geht es dann um den konkreten Anlageprozess. Bei jeder Lektion gebe ich meinem Leser eine konkrete Aufgabe, sodass er am Ende ein solides Fundament für seinen weiteren Vermögensaufbau gelegt hat.

So einen Leitfaden habe ich bei anderen Blogs in dieser Form noch nicht gesehen.

 

FG: Wie bist Du zum Thema Finanzen gekommen?

 

KE: Durch meine Ausbildung bei der Bundeswehr. Ich habe nämlich das Privileg, dass ich direkt seit Beginn meines Ausbildung nach dem Abitur Gehalt bekomme. Somit ergab sich automatisch die Frage, wie ich meine monatliche Sparsumme investieren soll. Wie nahezu jeder, bin ich dann über Banken und Finanzberater auf das Thema gekommen. Als ich mich dann damit beschäftigt habe, wollte ich immer mehr und noch mehr wissen. Ich finde diese Finanzwelt unheimlich faszinierend und daraus ist nun meine große Leidenschaft entstanden! Über die Jahre habe ich mich dann vor allem im Bereich „Aktien“ und „Trading mit Aktien“ vertieft!

 

FG: Es ist interessant, dass sich auch Mediziner für Finanzen interessieren. Gibt es in Deinem Fachgebiet Dinge, die Du für Dein Finanzleben ableiten kannst?

 

KE: Ich habe gerade für eine Klausur gelernt, wobei das Konzept der Pathogenese der Salutogenese gegenübergestellt wird. Pathogenese beschäftigt sich mit der Frage, was macht krank und entspricht eher der traditionellen Ansicht. Die Salutogenese hingegen stellt sich die Frage, was gesund hält. So eine Veränderung der Sichtweise würde ich auch gerne mehr im Bereich Finanzen sehen. Anstatt, dass viele wie bisher, immer darauf schauen, wie verliere ich bloß kein Erspartes (was in dem Fall die Ansicht der Pathogenese repräsentiert), würde ich mir wünschen, wenn sie sich vermehrt nach Chancen umschauen würden. Natürlich birgt eine höhere Rendite auch mehr Risiken, aber wenn man die Sache geplant angeht, denke ich, dass diese sehr überschaubar sind.

 

FG: Wie kommst Du zu Deinen Inhalten? Welche Bücher liest Du?

 

KE: Ich muss dir leider gestehen, dass ich in letzter Zeit sehr wenig Finanzbücher gelesen habe. Durch mein Studium fehlt mir oft einfach die Lust und schlichtweg die Zeit, weitere Bücher zu lesen. Meine nächsten Bücher, die ich in den kommenden Semesterferien lesen werde, beschäftigen sich mehr mit Onlinemarketing und Unternehmertum. Dieses Wissen möchte ich dann für die Weiterentwicklung meines Blogs verwenden.

Meine Inhalte sind Themen, die mich über die letzten Jahre immer wieder mir beschäftigt haben. Ich schau viel, was andere Zeitungen, Blogs und weitere Medien schreiben. Daraus sammle ich die Informationen, aber nicht in der Art und Weise, dass ich nur das Thema wiedergebe, sondern es auch kontrovers beleuchte. Ich mag kein Schwarz-Weiß-Denken, wie man es oft liest, sondern möchte am liebsten so schreiben, dass mein Leser selbst denken und sich dann ein eigenes Urteil bilden muss.

 

FG: Was war Deine aller erste Investition?

 

KE: Das war der Aktienkauf von Adidas und Apple, im Jahr 2011. Zuvor hab ich einfach klassisch irgendein Fond bespart. Mit beiden habe ich sogar Gewinne erzielt, auch wenn es einfach nur Glück war.

 

FG: Welchen Ratschlag kannst Du unseren Lesern in kurzen Worten zu der aktuellen Börsenlandschaft geben?

 

KE: Auch ich kann nicht in die Zukunft schauen – leider 😉 Daher kann ich nur jedem Anleger raten, sich eine Strategie auszuarbeiten, die in der Vergangenheit bereits gute Testergebnisse geliefert hat und dann dieser treu zu bleiben. Meine Erfahrung lehrt mich, dass man mit Emotionen und ohne klarem Plan auch keine guten Renditen erzielt.

 

FG: Du erhältst heute 1 M€ geschenkt. Wie genau verwendest Du das Geld?

 

KE: Ich würde das Geld anlegen und von den Zinserträgen mir einmal natürlich auch einen etwas feineren Lebensstandard gönnen, aber mit dem restlichen Geld würde ich vor allem sinnvolle soziale Projekte unterstützen. Dies irgendwann einmal machen zu können, ist auch eines meiner langfristigen Ziele.

FG: Lieber Kilian, vielen Dank für Deine Einblicke in Dein Projekt www.finanzdurchblick.net. Wir wünschen Dir auf diesem Weg weiterhin viel Erfolg dabei und in Deinem Studium.

 

Harv T. Eker ist Motivationstrainer und Generaldirektor von Peak Potentials, einer sehr erfolgreichen Wirtschaftsschule in den USA. Er schrieb das Buch So denken Millionäre: Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand. Es ist interessant, wie bescheiden die „normalen“ Millionäre leben. Sie haben mit sich und ihren Finanzen Frieden geschlossen. Das Leben kann herrlich sein, wenn Sie finanziell frei sind. Sie müssen nur Ihre Euros hüten und dürfen sie nicht respektlos behandeln.

 

 

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Author: Florian Günther

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5 Kommentare

  1. Sympathisches Interview! Hätte gerne noch mehr gelesen. Das mit dem Leitfaden ist eine wichtige Sache, wegen der ich mir bei meinen Blog auch noch Gedanken machen will. Für neue Leser ist so ein geführter Einstieg Gold wert. Finde es zudem lobenswert, dass du auf Dauer soziale Projekte fördern willst. Drücke dir die Daumen, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst.

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  2. Hallo Ex-Studentin (in bleib hier im Internet mal bei deinem Pseudonym),

    schön zu lesen, dass du dieses Mal mit meinem geschriebenen diesmal einverstanden bist 😉

    Ich finde soziale Projekte sehr wichtig…. Materiale Sachen und deren Luxus braucht man ab einer gewissen Höhe einfach nicht mehr (meine Meinung). Anderen etwas Gutes zu tun stell ich mir als eine dauerhafte erfüllende Tätigkeit stattdessen vor…

    Liebe Grüße
    Kilian

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  3. Hallo Kilian,

    sehr schönes und auch privates Interview. Ich finde bei solchen Interviews immer besonders interessant wie die Menschen zu dem Thema Finanzen gekommen sind und wie bei Dir welche Gründe dazu gekommen sind darüber zu schreiben.

    Mache weiter so und viel Erfolg weiterhin mit deinem Blog.

    Gruß Klaus-Dieter

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