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Monthly Archives: November 2016

Waschmittelhersteller gibt Gas

Der ehemalige Adidas Manager Hans Van Bylen will durchstarten

Das Top Ziel des neuen Managers des Waschmittelherstellers ist die Fortsetzung des profitablen Wachstums. Hans Van Bylen will den Online Umsatz bis 2020 verdoppeln, auf dann über 4 Mrd. Euro.

Hauptziel des Wachstums ist dabei das digitale Geschäft. Die Verdopplung des Umsatzes soll vor allem im Bereich der Klebestoffe erfolgen. Henkel will hierzu neue Wege gehen und mehrere Kanäle gleichzeitig beliefern. Mit dieser sogenannten Omni-Channel Strategie will Hans Van Bylen Henkel vom Produktanbieter zum Lösungsanbieter verändern.

Vor allem bei Waschmittel und Shampoo will Henkel auf Online Plattformen, Abo Modelle und automatische Nachbestellungen setzen. Henkel setzt diese Strategie bereits erfolgreich beim Online Wäschedienst „Persil Service“ ein. Dieser Service wird zusammen mit einem mittelständischen Wäschereiunternehmen geführt. Der Konsumgüterriese Henkel will in Zukunft verstärkt auf Joint Venture setzen. Laut dem CEO Van Bylen gibt es einige Marktteilnehmer, die das „Home-Delivery“ Geschäft oder Endverbrauchergeschäft besser können.

Investitionen in Firmen Gründungen

Wie auch andere Unternehmen will Henkel einen Fonds für Start Ups aufsetzen. Das Volumen soll 150 Mio. Euro betragen. Das Geld soll in neue innovative Unternehmen investiert werden mit hoher digitaler oder technologischer Expertise. Für den Fonds wird ein eigener Chief Digital Officer ernannt.

Van Bylen will in IT und neue Unternehmen bis Ende 2020 etwa eine Milliarde Euro investieren. Um diese enormen Investitionen zu finanzieren sollen die Erlöse durchschnittlich organisch um 2 bis 4 Prozent wachsen.

Henkels Markenportfolio

Unilever tut es, Procter & Gamble tut es. Nun will sich auch Henkel stärker auf die internationalen Marken fokussieren. Im Jahr 2020 sollen die besten 10 Marken 75 Prozent des Umsatzes ausmachen. Neben der Fokussierung ist für die „Agenda 2020“ sind auch Akquisitionen wichtig um in angrenzende Bereiche einzudringen. Der neue CEO Van Bylen will auch bei der Profitabilität weiter zulegen. So soll die Ebit Marge jährlich im Schnitt um sieben bis neun Prozent zulegen. Es ist spannend wie sich die großen Konsumgüterhersteller in unseren Regalen ein Kopf an Kopf Rennen liefern.

In meinem Buch „Handbuch der Aktienanalyse“ zeige ich Ihnen, wie Sie unterbewertete Unternehmen erkennen und davon profitieren können.

 

Erst Nestlé, jetzt Mars

Die Eisbranche scheint ziemlich in Bewegung zu sein. Mars wird nämlich ab 2017 Eis wieder selber im Lebensmitteleinzelhandel vertreiben.

Diese strukturellen Veränderungen kommt in etwa ein Jahr vor der Zusammenlegung der Süßwarensektion. Mars wird ab Anfang 2017 den Eisvertrieb wieder selbst machen. Der bisherige Partner, R & R Ice Cream hat in 2016 ca 34,5 Millionen Euro mit dem Eis von Mars erlöst. Dieser Schritt war jedoch zu erwarten. Wie wir bereits berichtet haben, ist R & R ein Joint Venture mit Nestlé eingegangen. Die Trennung von Mars erfolgt daher bereits in 2017. Für Mars macht eine weitere Zusammenarbeit mit R & R keinen Sinn, da das Nestlé Eisportfolio starke Wettbewerbsmarken besitzt.

Es kann nur besser werden

Vor kurzem hat Mars bereits bekannt gegeben, das Kaugummigeschäft mit der Schokoladen Sektion zusammenzulegen. Dieser Schritt soll die Geschäfte vereinfachen. Seither herrscht jedoch an den deutschen Standorten große Unruhe. Bei Mars gibt es eine Tendenz zu Standorten mit Fabrikanschluss. In Viersen steht eine Schokoladenfabrik, bei Wrigley in Unterhaching ein Bürogebäude.

Umsätze schmelzen dahin

Auf Grund großer Rückrufaktionen und Lieferstopp bei wichtigen Kunden liegt der Umsatz knapp 10 % unter dem Vorjahr. Der Hersteller von Schokolade, Eis, Lebensmitteln und Tiernahrung erwartet jedoch durch die Veränderungen einen positiven Beitrag für das neue Geschäftsjahr.

Große Baustellen bei Nestlé

Leise, still und heimlich hat Nestlé Froneri, das Eiskrem- und Tiefkühl-Joint-Venture von Nestlé und R&R Ice Cream am 1. Oktober gestartet. Das Gemeinschaftsunternehmen bringt es auf 2,5 Mrd. Euro Jahresumsatz, wichtigster Markt ist Deutschland.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Nestlé S.A. und R & R Ice Cream Plc., Froneri, hat nach Abschluss aller wettbewerbsrechtlicher Genehmigungsverfahren diese Woche die Arbeit aufgenommen. Geführt werden die Geschäfte von R&R-Chef Ibrahim Najafi. Nestlé-Vorstand Luis Cantarell wird Vorsitzender des Aufsichtsrats, dem drei Nestlé-Manager und drei Vertreter des R&R-Eigentümers, dem britischen Finanzinvestor PAI, angehören. Cantarell wird zwar Ende des Jahres aus dem Vorstand des Weltkonzern ausscheidet, aber auch künftig die Interessen der Schweizer bei Froneri wahrnehmen. Mit ihm wechselt das Management der Nestlé-TK-Sparte fast vollständig in die neue Gesellschaft.

Froneri wird auch Nestlés Großverbrauchergeschäft mit Erlenbacher zugeschlagen. Dagegen bleiben Wagner Pizza sowie das TK-Geschäft in Italien außen vor.

Nestlé ist aktuell am Eismarkt abgeschlagen. Weltweit wird Eis im Wert von ca. 77 Mrd USD im Jahr verkauft. Der Schweizer Anteil liegt bei ca. 10 Prozent. Unilevers Anteil hingegen ist doppelt so groß. Er will mit dem Deal Kompetenzen bündeln in einer nach wie vor dynamischen Kategorie. Weltweit, so die Prognose von Euromonitor, soll der Eiskremmarkt bis 2020 um 14 Prozent auf dann 87 Mrd. USD wachsen. Als besonders vielversprechend gelten die Regionen Asia-Pacific und Afrika.

Das Eisgeschäft soll an die Börse gehen

Es ist noch unklar, ob Nestlé mit dem Deal  eine weniger erfolgreiche Beteiligung losschlagen möchte, oder seine Aktionäre an dem Erfolg der neuen Gesellschaft beteiligen. Wie letzteres geht, hat zuletzt Procter & Gamble mit dem Verkauf seines Parfumgeschäfts vorexerziert. Reuters zitiert Frederic Stevin von PAI damit, die Unternehmensanteile der Partner könnten sich künftig auch verändern. Auf längere Sicht wolle man mit Froneri an die Börse.

Die Ausgliederung aus dem Nestlé-Konzern ist aus Sicht von Analysten logisch, weil bei der Neupositionierung als größtem Wellness- und Gesundheitskonzern nur störend. Zuletzt habe die Eis-Sparte an Umsatzbedeutung leicht eingebüßt. Nestlé will, unbestätigten Meldungen lokaler Medien zufolge, die Eisfabrik in Serbien schließen. Sie ist Teil der 2005 übernommenen griechischen Delta Ice Cream.

Ungeachtet dessen wurden die Erwartungen nicht erfüllt

Angesichts der Schwäche in vielen Schwellenländern schätzt der Lebensmittelriese Nestlé seine Wachstumschancen pessimistischer ein. Aus eigener Kraft werde der Konzern im laufenden Jahr wohl nur um 3,5 Prozent zulegen, teilte Nestlé am Donnerstag mit. Eigentlich hatte der Hersteller von Kitkat-Schokoriegeln, Maggi-Fertiggerichten und Nescafé wie im Vorjahr um 4,2 Prozent wachsen wollen.

In den ersten neun Monaten blieb Nestlé hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurück. Insgesamt setzte der Konzern mit 65,5 Mrd. Schweizer Franken (60,3 Mrd. Euro) nominal 1 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum (64,9 Mrd.). Organisch stieg der Umsatz um 3,3 Prozent, wovon 0,8 Prozentpunkte auf Preissteigerungen zurückgehen. Wechselkursseffekte wirkten sich mit -1,7 Prozent, Akquisitionen und Veräußerungen mit -0,6 Prozent mindernd auf das Umsatzwachstum aus.

Nestlé ist stark im Umbruch. Neben dem Eisdeal sollen auch mehrere lokale Wassermarken auf dem Prüfstand stehen. Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht.

Pepsico verdient weniger

 

Der Snack- und Softdrink-Konzern Pepsico hat trotz guter Geschäfte mit neuen Produkten auf dem US-Markt im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von knapp 2 Prozent verbucht. Den Wermutstropfen steuert der starke Dollarkurs bei, der die Einnahmen aus dem Ausland in der Umrechnung schmälert. Der Gewinn allerdings klettert unerwartet stark.
Den amerikanischen Chips- und Getränkehersteller Pepsico stimmen gute Geschäfte auf dem Heimatmarkt zuversichtlich für das Gesamtjahr. Neue Snacks wie kalorienarmes Popcorn oder Bio-Limonaden kämen bei den Verbrauchern gut an, teilte der Coca-Cola-Konkurrent am Donnerstag mit. Allerdings schmälere der starke US-Dollar die Einnahmen aus dem Ausland. So ging im dritten Quartal (bis Anfang September) der Umsatz um 1,9 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar zurück. Damit schnitt der Konzern aber besser ab als Analysten es erwartet hatten.
Der Gewinn kletterte unerwartet stark auf rund 2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf das Geschäft in Venezuela belastet, so dass damals nur 533 Millionen Dollar unter dem Strich standen. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun etwas mehr Gewinn als zuvor. Je Aktie will er 4,78 Dollar verdienen. Zum Halbjahr war er noch von 7 Cent weniger ausgegangen. (dpa-AFX)

Coca Cola mit weniger Umsatz

Der Hersteller von Zuckerbrause muss mit sinkenden Umsätzen kämpfen

Gegenüber dem Vorjahresquartal ist der Umsatz um 7 Prozent gefallen. Noch schlimmer war es beim Gewinn. Dieser fiel um 28 Prozent. Schuld an dem Rückgang sind laut Coca Cola vor allem die Währungsschwankungen und der laufende Konzernumbau. Die US Getränkehersteller tun sich weiter schwer, da die Trends rund um das Thema Fitness und Gesundheit die Nachfrage nach klassischen Softdrinks dämpfen. Der Umsatz fiel bereits das sechste mal in Folge auf 10,6 Mrd. US-Dollar. Auch der Gewinn fiel auf 1 Milliarde US-Dollar.

Auch die Konkurrenz reagiert

Sondersteuern auf zuckerhaltige Lebensmittel haben gerade Hochkonjunktur unter Politikern und Gesundheitsexperten. Der Lebensmittelhersteller Pepsico will aus diesem Grund in Zukunft weniger Zucker, Salz und ungesättige Fettsäuren in den Produkten verwenden. Das ausgegebene Ziel kommt einen angesichts des langen Umsetzungplans jedoch unseriös vor. Die vorgestellte Agenda will die Ziele bis im Jahr 2025 umgesetzt haben. Mindestens zwei Drittel des globalen Getränkeportfolios sollen geändert werden. Der Zuckerzusatz soll maximal 100 Kalorien pro 12 Unzen-Portion (rund 355 Milliliter) betragen.

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