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Monthly Archives: Februar 2016

Happy Birthday FG Capital

Heute feiern wir uns selber. Genau heute vor einem Jahr, am 24.02.2015 wurde die Gesellschaft beim Notar gegründet. Es hat sich einiges getan. Ich möchte den heutigen Tag für eine kleine Rückschau nutzen.

 

Zu Früh ans Öl getraut

Die Firma wurde im Februar 2015 gegründet und die Homepage ist seit Mai 2015 online. Der erste Beitrag, Öl Downturn, ging am 14.05.15 online. In dem Beitrag geht es um die Gründe für den niedrigen Ölpreis. Der Preis für ein Barrel Öl betrug damals 46 $. Im Vergleich zu heute ist der Preis nochmals um 13 $ gesunken (ca. – 28 %). Damals wie heute gilt: Ich weiß nicht, wie sich die Preise für Öl, Unternehmen oder andere Dinge entwickeln werden. Kritisch betrachtet muss ich jedoch zugeben, dass ich mich wohl ein Jahr zu früh mit unterbewerteten Unternehmen aus dem Ölsektor  beschäftigt habe. Investments in diesem Bereich liegen aktuell ca. 25 % unter dem Einstandswert. Dies ist für mich nicht beunruhigend. Im Gegenteil ich freue mich darüber.

 

„Wenn man die Zukunft nur aus der Vergangenheit ableiten könnte, wären Historiker die reichsten Menschen.“

-Warren Buffett –

Cost Everage EffectDie oben stehende Zeichnung (ich weiß, akademischen Ansprüchen kann dies nicht genügen) soll zeigen, dass Kursrückgänge (selbst dauerhaft) zu Wertsteigerungen führen können. In der Situation I geht der Wert des Investments am Anfang starkt zurück und bleibt für einen langen Zeitraum niedrig (Ich denke so wird es mit dem Öl auch passieren). Am Ende der Laufzeit steigt der Wert stark an. Die Summe der niedrigen Einstandswerte während der Laufzeit überkompensiert den deutlichen Kursverlust am Anfang. Das Investment wird am Ende im Plus liegen, obwohl der Preis des Wertes am Ende niedriger liegt, als am Anfang.

Situation II gleicht eher dem Wunsch, als der Ralität. Das Investment liegt von Beginn an im Plus, wobei die Anfangsinvestitionen deutlicher steigen, als die Investitionen am Ende der Zeit. In Summe wird der Wertzuwachs geringer ausfallen, als im Vergleich zur Situation I.

Und weiter geht´s im Text

Dem ersten Beitrag sind 42 weitere Beiträge bis heute gefolgt. Mein Ziel ist es, monatlich zwischen sechs und acht Beiträge zu veröffentlichen. Die meisten Beiträge behandeln folgende Themen:

Zukunftsausblick

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen einen Newsletter mit einzubinden. Weiterhin möchte ich die Blog Roll erweitern und etwas verändern und schlussendlich einige optische Dinge verbessern. Der Blog steckt mit seinen zehn Monaten noch in den Kinderschuhen. Es macht jedoch sehr viel Spaß das Wachstum täglich zu sehen.

In vielen Ölförder-Firmen sind Staaten involviert

 

 

Mein Beitrag über den Einfluss der Ölpreise auf die Förderländer wird heute im einen weiteren Beitrag ergänzt:

 

Saudi Arabien und Russland zählen zu den wichtigsten Ölförderländern der Welt. Die Staatskonzerne sind dabei weit weniger bekannt als westliche Energieriesen wie ExxonMobile, Shell oder BP.

 

Saudi Arabien

Die staatliche Ölfirma Aramco ist das wertvollste Unternehmen der Welt. Der saudische Staatshaushalt speist sich zu ca. 90 Prozent aus Öleinnahmen. Gerade wegen dieser Abhängigkeit trifft der Preisverfall den weltgrößten Erdöl-Exporteur besonders hart: Der Internationale Währungsfonds sagt dem Land ein massives Defizit voraus. Enorme Währungsreserven versetzen Saudi Arabien und Aramco aber in die Lage, an ihrer Politik festzuhalten und weiter große Mengen Öl in den Markt zu pumpen. Der Chef von Aramco Khalid Al-Falih ließ zuletzt verlauten, dass der Konzern seine Investitionen nicht kürzen werde. Dies wird allgemein als Ablehnung zur Fördersenkung gesehen.

Russland

Rosneft ist nach eigener Darstellung der weltgrößte Ölproduzent in staatlicher Hand – die Regierung kontrolliert 69,5 Prozent der Anteile. Der Ölpreisverfall setzt jedoch den Rosneft und somit auch dem Staatshaushalt unter Druck. Der russische Staat will jetzt bis zu 20 Prozent seiner Anteile verkaufen und Geld in die russische Kasse spülen. Traditionell enge Verbindungen zum Kreml verschaffen eine bedeutende Stellung: Vorstand Igor Setschin gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. Nach der Zerschlagung des Yukos-Konzerns konnte sich Rosneft 2004 die Filetstücke einverleiben. Die Reserven belaufen sich laut Angaben des Unternehmens auf knapp 34 Milliarden Barrel Öl.

China

Sinopec steht für China Petroleum and Chemical Coporation. Das Unternehmen stand 2015 auf Platz zwei der Forbes Rangliste der weltweit größten Unternehmen. Der Staatskonzern ist der größte Raffineriebetreiber in Asien. Das Unternehmen ist mit seinen Tochterfirmen nicht nur in China, sondern auch anderen Ländern tätig. Auch Sinopec gerät mit dem Ölpreisverfall unter Druck. Die Fördermenge ging 2015 bereits um 4,7 Prozent zurück. Die Gasproduktion stieg zuletzt jedoch um 2,6 Prozent. Somit ist die Gesamtproduktion in 2015 zum ersten Mal seit 16 Jahren gefallen.

Venezuela

Der komplett im Staatsbesitz befindliche Konzern PDVSA ist das größte Erdölunternehmen Lateinamerikas und schwer unter Druck: Mit seinen Einnahmen werden die Sozialprogramme finanziert – bei einem Preis von 30 Dollar je Barrel ist das aber kaum noch möglich. Unternehmensangaben zur Folge kann PDVSA zu 13 Dollar je Barrel fördern. Eine Tankfüllung kostet umgerechnet keine fünf Cent. Das Land mit den größten Ölreserven subventioniert Benzin mit rund zehn Milliarden Dollar im Jahr. Exporte von insgesamt 1,4 Millionen Barrel pro Tag in die USA, China und andere Karibikstaaten sind lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Iran

Die National Iranian Oil Company ist eine staatliche Firma und Teil des iranischen Ölministeriums. Die Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie im Jahre 1951 war ein Wendepunkt in der iranischen Ölpolitik. Seit diesem Zeitpunkt ist der Staat für den Ausbau der Ölindustrie, den Export des iranischen Öls und die Koordinierung mit der OPEC zuständig. Das international tätige Unternehmen sitzt in der Hauptstadt Teheran. Der Geschäftsführer Rohneddin Dschawadi ist zugleich Vize von Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh. Wie seit Ende letztem Jahr bekannt ist, will der Iran seine Ölproduktion in 2016 von 2,9 Millionen auf fast vier Millionen Barrel je Tag erhöhen.

Private Ölunternehmen wie z. B. ExxonMobile, Shell oder BP sind „Fliegengewichte“ im Vergleich zu den staatlichen Ölunternehmen. Für mich ist der aktuelle Preisverfall ein weiterer Beweis für die absolute Unfähigkeit des Staates (hier ist jeder Staat gemeint). Ich behaupte, dass der Ölmarkt mit einem größeren Einfluss von privaten Unternehmen (wie z. B. ExxonMobile, Shell oder BP) schneller zu einem Gleichgewicht führen würde, als er es aktuell (unter dem Einfluss der staatlichen Unternehmen) tut. Private Unternehmen sind viel mehr auf die Gewinnmaximierung fixiert, als ganze Staaten. Die Entlassung zehntausender von Mitarbeitern, die Rückstellung von Förderprojekten und der Verkauf ganzer Unternehmensteile sind sehr unpopuläre Maßnahmen. Staatsunternehmen können im Zweifel „nicht die eigenen Wähler vor die Tür setzen“ und Massenentlassungen durchführen.

Da die staatlichen Marktteilnehmer nur sehr behäbig auf die aktuelle Situation reagieren, müssen wir uns wohl noch etwas länger mit den niedrigen Ölpreisen abfinden. Dies ist eine tolle Möglichkeit für Value Investoren mehr Wert zu bekommen als dafür zu bezahlen. Deshalb kaufe ich aktuell massiv Ölmultis wie z. B. Shell.

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Interview mit Kilian von finanzdurchblick.net

 

 

Kilian

FG: Hallo Kilian, bitte stell Dich kurz vor

 

KE: Hallo Florian – freut mich riesig, dass du mich nach diesem Interview gefragt hast. Ich heiße Kilian und befinde mich gerade in dem jungen Alter von 22 Jahren. Ich studiere im 9ten Semester Medizin, und zwar mach ich das ganze über die Bundeswehr.

 

FG: Auf Deiner Homepage www.finanzdurchblick.net betreibst Du einen Blog und bietest einige hilfreiche Tools rund um das Thema Finanzen an. Kannst du etwas von deinem einem Projekt erzählen?

 

KE: Gerne sogar. „Finanzdurchblick“ ist aktuell mein großes Leidenschaftsprojekt. Die Idee hierzu entstand vor ungefähr einem halben Jahr. Ich bin bei Youtube über Videos von „Fight Mediocrity“ gestoßen. Dabei geht es unter anderem auch darum, seine Leidenschaft zu finden und daraus etwas aufzubauen, was anderen Menschen weiter hilft. Wer diesen Youtubechannel noch nicht kennst, muss dort unbedingt einmal reinschauen. Diese Ideen aus den verschiedenen vorgestellten Büchern haben mich infiziert und so habe ich beschlossen, ein Blogbusiness zum Thema Finanzbildung zu starten. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet dazu? Der Grund ist ein ganz einfacher: Damit kann ich meine Leidenschaft „die Finanzwelt“ mit etwas Sinnvollem verbinden. Daher liegt der Fokus auf meinem Blog darauf, dass ich vor allem finanziellen Laien eine Möglichkeit geben möchte, sich schnell und effizient in diese Thematik einzuarbeiten. Ich selbst musste mir all mein Wissen nämlich mühsam und zum Teil auch teuer erarbeiten. Mittlerweile ist mein Blog drei Monate alt und ich habe bisher insgesamt 10.000 Besucher darauf begrüßen dürfen. Inwiefern aus diesem Blog auch ein Business entstehen wird, wird die Zukunft zeigen. Zunächst versuche ich, mit guten Inhalten mir eine Leserschaft aufzubauen. Darauf liegt aktuell mein Fokus! Am meisten gefällt mir bisher der aktive Austausch mit Gleichinteressierten.

FG: Nun ist es so, dass es viele andere Finanzblogs schon gibt. Was macht dich unter diesen vielen besonders?

 

KE: Der einfache Zugang für Beginner zur fremden Finanzwelt. Finanzbildung und damit verbundene Handlungen für den Alltag zu ziehen, ist an sich ein gar nicht so schwerer Prozess – man muss eben nur wissen, wie man an die ganze Sache herangeht. Daher habe ich ein kostenloses Tutorial verfasst, was den Leser bei seinem Start in die Finanzwelt begleitet. Es fängt bei den Basics, wie man generell Vermögen aufbaut an, geht dann weiter zu Themen wie Sparen oder Versicherungen. Am Ende geht es dann um den konkreten Anlageprozess. Bei jeder Lektion gebe ich meinem Leser eine konkrete Aufgabe, sodass er am Ende ein solides Fundament für seinen weiteren Vermögensaufbau gelegt hat.

So einen Leitfaden habe ich bei anderen Blogs in dieser Form noch nicht gesehen.

 

FG: Wie bist Du zum Thema Finanzen gekommen?

 

KE: Durch meine Ausbildung bei der Bundeswehr. Ich habe nämlich das Privileg, dass ich direkt seit Beginn meines Ausbildung nach dem Abitur Gehalt bekomme. Somit ergab sich automatisch die Frage, wie ich meine monatliche Sparsumme investieren soll. Wie nahezu jeder, bin ich dann über Banken und Finanzberater auf das Thema gekommen. Als ich mich dann damit beschäftigt habe, wollte ich immer mehr und noch mehr wissen. Ich finde diese Finanzwelt unheimlich faszinierend und daraus ist nun meine große Leidenschaft entstanden! Über die Jahre habe ich mich dann vor allem im Bereich „Aktien“ und „Trading mit Aktien“ vertieft!

 

FG: Es ist interessant, dass sich auch Mediziner für Finanzen interessieren. Gibt es in Deinem Fachgebiet Dinge, die Du für Dein Finanzleben ableiten kannst?

 

KE: Ich habe gerade für eine Klausur gelernt, wobei das Konzept der Pathogenese der Salutogenese gegenübergestellt wird. Pathogenese beschäftigt sich mit der Frage, was macht krank und entspricht eher der traditionellen Ansicht. Die Salutogenese hingegen stellt sich die Frage, was gesund hält. So eine Veränderung der Sichtweise würde ich auch gerne mehr im Bereich Finanzen sehen. Anstatt, dass viele wie bisher, immer darauf schauen, wie verliere ich bloß kein Erspartes (was in dem Fall die Ansicht der Pathogenese repräsentiert), würde ich mir wünschen, wenn sie sich vermehrt nach Chancen umschauen würden. Natürlich birgt eine höhere Rendite auch mehr Risiken, aber wenn man die Sache geplant angeht, denke ich, dass diese sehr überschaubar sind.

 

FG: Wie kommst Du zu Deinen Inhalten? Welche Bücher liest Du?

 

KE: Ich muss dir leider gestehen, dass ich in letzter Zeit sehr wenig Finanzbücher gelesen habe. Durch mein Studium fehlt mir oft einfach die Lust und schlichtweg die Zeit, weitere Bücher zu lesen. Meine nächsten Bücher, die ich in den kommenden Semesterferien lesen werde, beschäftigen sich mehr mit Onlinemarketing und Unternehmertum. Dieses Wissen möchte ich dann für die Weiterentwicklung meines Blogs verwenden.

Meine Inhalte sind Themen, die mich über die letzten Jahre immer wieder mir beschäftigt haben. Ich schau viel, was andere Zeitungen, Blogs und weitere Medien schreiben. Daraus sammle ich die Informationen, aber nicht in der Art und Weise, dass ich nur das Thema wiedergebe, sondern es auch kontrovers beleuchte. Ich mag kein Schwarz-Weiß-Denken, wie man es oft liest, sondern möchte am liebsten so schreiben, dass mein Leser selbst denken und sich dann ein eigenes Urteil bilden muss.

 

FG: Was war Deine aller erste Investition?

 

KE: Das war der Aktienkauf von Adidas und Apple, im Jahr 2011. Zuvor hab ich einfach klassisch irgendein Fond bespart. Mit beiden habe ich sogar Gewinne erzielt, auch wenn es einfach nur Glück war.

 

FG: Welchen Ratschlag kannst Du unseren Lesern in kurzen Worten zu der aktuellen Börsenlandschaft geben?

 

KE: Auch ich kann nicht in die Zukunft schauen – leider 😉 Daher kann ich nur jedem Anleger raten, sich eine Strategie auszuarbeiten, die in der Vergangenheit bereits gute Testergebnisse geliefert hat und dann dieser treu zu bleiben. Meine Erfahrung lehrt mich, dass man mit Emotionen und ohne klarem Plan auch keine guten Renditen erzielt.

 

FG: Du erhältst heute 1 M€ geschenkt. Wie genau verwendest Du das Geld?

 

KE: Ich würde das Geld anlegen und von den Zinserträgen mir einmal natürlich auch einen etwas feineren Lebensstandard gönnen, aber mit dem restlichen Geld würde ich vor allem sinnvolle soziale Projekte unterstützen. Dies irgendwann einmal machen zu können, ist auch eines meiner langfristigen Ziele.

FG: Lieber Kilian, vielen Dank für Deine Einblicke in Dein Projekt www.finanzdurchblick.net. Wir wünschen Dir auf diesem Weg weiterhin viel Erfolg dabei und in Deinem Studium.

 

Harv T. Eker ist Motivationstrainer und Generaldirektor von Peak Potentials, einer sehr erfolgreichen Wirtschaftsschule in den USA. Er schrieb das Buch So denken Millionäre: Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand. Es ist interessant, wie bescheiden die „normalen“ Millionäre leben. Sie haben mit sich und ihren Finanzen Frieden geschlossen. Das Leben kann herrlich sein, wenn Sie finanziell frei sind. Sie müssen nur Ihre Euros hüten und dürfen sie nicht respektlos behandeln.

 

 

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