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Monthly Archives: August 2015

Update: Interessantes aus der Medienwelt

Der nächste Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung passt perfekt zu meinen Gedanken zum Thema Öl:

Der Beitrag aus der SZ zeigt, dass Öl einem sogenannten „Schweinezyklus“ folgt. D. h. nach jedem Überschuss fallen die Produktionen und im Anschluss steigt wieder der Preis (sehr vereinfacht). Zum Thema „Schweinezyklus“ habe ich noch einen eigenen Beitrag verfasst.

Ich bin davon überzeugt, dass aktuell im Bereich Öl unterbewertete Unternehmen gekauft werden können.

 

Happy Birthday Warren Buffett

 

Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag Mr. Buffett. Das Orakel aus Omaha ist am 30.08 wieder ein Jahr älter geworden. Der Trieb nach immer mehr Geld lässt den Mann weiterhin fit und agil wirken. Für mich persönlich ist Buffett ein großes Vorbild in allen Bereichen. Er gestaltet sein Leben sehr genügsam und hat stets nur das eine im Fokus: Wie kann ich Werte generieren?

 

Um ein Beispiel zu geben, wie Buffett „tickt“ ist in der ersten Abbildung sein Netzwerk abgebildet. Es ähnelt einem gut durchdachten Spinnennetz indem nur er zielsicher zwischen den einzelnen „Seilschaften“ wandeln kann.

In der zweiten Abbildung sind einige sehr interessante Konsumgüterhersteller abgebildet. Warren Buffett ist bei einigen direkt oder inderekt durch seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway beteiligt.

Der Vorteil an Konsumgüterherstellern ist das nachhaltige Geschäfstkonzept. Gegessen und getrunken wird immer.

Was ist Eure Lieblingsmarke und welcher Konzern profitiert davon?

 

 

Was ist Risiko?

In der Finanzbranche existieren einige interessante Kennzahlen, wie z. B.

Vor allem auf das Beta möchte ich heute eingehen. Beta ist vereinfacht ausgedrückt eine Kennzahl um das Risiko zu messen. Es misst, wie stark ein Wert im Vergleich zum Markt schwankt. Warum jedoch die Schwankung gerade als Risiko bezeichnet wird ist mir nicht klar. Für Value Investoren sind kurzfristige Kursschwankungen (hier vor allem nach unten) eher eine Chance als ein Risiko.

An der Börse setzen sich auf lange Sicht die „guten Unternehmen“ durch. Kurzfristige Kursschwankungen von 10, 20 oder gar 50 % sind eher eine Einladung zum beherzten zugreifen, als ein Grund um panisch zu verkaufen.

Das größte Risiko sehe ich in meinem Verhalten:

  • Bin ich in der Lage der „Massenpanik“ zu entgehen?
  • War ich in der Vergangenheit diszipliniert genug um Cashreserven zu bilden?
  • Habe ich, immer wenn Börsen und Aktien zum „Talk of Town“ wurden, meine Aktienquote reduziert?

Ich kann den nächsten Aktiencrash nicht vorraussagen. Das einzige was ich beeinflussen kann, bin ich selbst.

 

Risiko ist, wenn Anleger nicht wissen, was sie machen.

Warren Buffett

 

Unser unersättlicher Staat trotz absoluter Inkompetenz

Bitte versteht mich an dieser Stelle jetzt nicht falsch. Ich kann von Glück reden in einem so tollen Land, wie Deutschland es ist, geboren worden zu sein. Bei uns laufen viele Dinge richtig gut! Meiner Meinung nach muss in Deutschland niemand Hunger leiden, jeder bekommt ein Dach über dem Kopf wenn er möchte und die Krankenversorgung ist auch stets gegeben.

Wir sind (oder waren) Exportweltmeister und haben fast Vollbeschäftigung. In vielen Branchen wird vom Fachkräftemangel gesprochen. Dies alles sind Zeichen einer tollen Volkswirtschaft, in der ziemlich viel ziemlich gut läuft.

ABER:

Ich bin der Meinung, dass unser Staat unersättlich ist und seine Bürger „ausnimmt wie eine Weihnachtsgans“. Mir ist klar, dass die oben genannten Punkte irgendjemand zahlen muss (Schulen, Krankenversicherung, etc.). Was ich jedoch nicht verstehe ist folgendes:

    • Von meinem Bruttolohn kommt nur die Hälfte auf meinem Konto an, obwohl mein Arbeitgeber ca. 130 % meines Bruttolohns zahlen muss
    • wenn ich von diesen 50 % mir etwas zu essen oder Dinge des täglichen Lebens kaufen möchte, zahle ich weitere 19 % Steuer
    • wenn dann noch was übrig bleibt (und das ist bei vielen Leuten nicht der Fall), kann ich mein Geld anlegen (es sei jetzt mal dahingestellt wie ich es anlege).
    • Jedoch muss ich weitere 25 % meiner Kapitaleinkünfte (klar, abzgl. Freibetrag) beim Staat abliefern




Ich verstehe, dass jemand die Rechnung für unsere tolle Infrastruktur usw. zahlen muss. Ich verstehe, dass „breite Schultern mehr tragen müssen“. Und das ist auch richtig so.

Ich bin jedoch der Meinung, dass der Staat trotz dieser Unersättlichkeit und diesen immensen monetären Mitteln unsere Kohle ganz schön verprasst. Immer dann, wenn der Staat sich einschaltet, zeigen sich Ineffizienzen:

  • Krankenversicherungssystem: Norwegen macht uns vor wie es geht!
  • Rentenversicherungssystem: Ich zahle Geld ein und weiß nicht ob ich überhaupt noch was davon bekomme. Ich will nicht arrogant sein, aber ich wette ich bin viel besser im Geld anlegen als die deutsche Rentenversicherung. Unser Umlagedeckungsverfahren ist absoluter Schrott!
  • eine weitere Liste von Steuergeldverschwendungen findet ihr Hier

 

Was wäre, wenn der Staat uns weniger belangen würde und die genannten Dinge in private (effizientere) Hände legen würde?

Ich bin auf Eure Gedanken zu diesem Thema sehr gespannt.

Was haben Schneebälle und Dividenden gemeinsam…?

Der größte Unterschied zwischen Scheebällen und Dividenden: Schneebälle gibts im Winter, Dividenden (hoffentlich) das ganze Jahr. Spaß beiseite.

Ein Unternehmen kann den Gewinn grundsätzlich wie folgt verteilen:

  • ausschütten (durch Aktienrückkäufe oder Dividenden)
  • investieren
  • Schulden zurückführen

Dividenden sind der Teil des Jahresüberschusses einer Firma, der an die Inhaber ausgeschüttet wird. Manche Unternehmen machen das quartalsweise (hier vor allem in den USA), manche nur einmal im Jahr. Es gibt sogar Unternehmen, die monatlich ausschütten.

Angenommen die Dividenden werden nicht ausgegeben, sondern wieder reinvestiert und die aktuelle Dividendenrendite (vor Steuern) liegt bei 6 % (bei Shell liegt sie aktuell sogar darüber). Das Ergebnis ist atemberaubend. 10.000,00 € wachsen in 50 Jahren auf über 180.000,00 € an. Bedenkt man jetzt noch, dass in den 50 Jahren die Dividenden eventutell sogar noch angehoben werden können, so ist klar, dass Value Investing und Dividenden sehr stark miteinander verbunden sind.

Aber was haben Schneebälle mit Dividenden gemeinsam? Denkt man an einen Schneeball (egal wie groß) und rollt den Ball im Schnee, so wird der Schneeball immer größer und größer. Wenn er einen Hügel hinabrollt muss man ihn nur einmal anstupsen und er wird beim runterollen immer größer. Ganz von alleine. Dasselbe gilt für Dividenden. Egal wie hoch die Dividendeneinnahmen sind: niemals ausgeben, stets reinvestieren. Das Investment wird nun von ganz alleine anwachsen (vorausgesetzt ihr habt die richtigen Aktien gewählt)..

Zu diesem Thema gibt es auch zwei erstklassige Bücker, die ich allen Value Investoren empfehle:

 

Einfluss von Währungsschwankungen auf Value Investoren

Eine Grundsatzfrage: Welchen Einfluss haben Währungsschwankungen auf Value Investoren? Ich werde mal versuchen das Thema an einem aktuellen Beispiel zu erklären.

Betrachtet man das Unternehmen Nestlé fällt auf, dass die „Unternehmenswährung“ der Schweizer Franken ist. Der Schweizer Franken ist zu Beginn des Jahres 2015 im Vergleich zum Euro stark gestiegen (Achtung: hier nicht vom Chartbild täuschen lassen). Hat man also als nicht Schweizer Nestlé Aktien Anfang 2015 gehalten, so ist der € Wert der Aktien stark gestiegen. Das freut natürlich die €-Nestlé Aktionäre.

Die andere Seite der Medaille ist jedoch, dass der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern seine Ware ins „€-Ausland“ jetzt teurer verkaufen muss. Die Nachfrage nach Nestlé Produkten sollte also sinken. Und sinkende Nachfrage führt zu sinkenden Absatz und dieser führt (normalerweise) zu sinkenden Aktienpreisen.

Was will ich damit sagen?

Als Value Investor sind kurzfristige Einflüsse wie Währung, Zinsen, Edelmetallpreise, etc. unerheblich. Der stets langfristig orientierte Value Investor beachtet solche Einflüsse bei seinen Investitionsentscheidungen nicht.

Zeit ist der Freund von wunderbaren Unternehmen und der Feind von mittelmäßigen Unternehmen.

Warren Buffett

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