Procter & Gamble Abo

Gepostet am 27 Jul 2016

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble testet in den USA, wie sich Waschmittel im Internet per Abo verkaufen lässt. In Atlanta hat der Konzern kürzlich den Tide Wash Club gestartet. In Chicago experimentiert das Unternehmen gar mit einem Wäschereinigungsdienst. Procter & Gamble hat den nächsten Testballon beim Direktverkauf seiner Produkte gestartet: In Atlanta hat der Konsumgüterriese das Abo-Modell „Tide Wash Club“ ins Leben gerufen. Kunden können im eigenen Online-Shop das beliebte Tide-Waschmittel bestellen und bekommen das dann in regelmäßigen Abständen geliefert. „Denk nie mehr an Waschmittel“, wirbt das Unternehmen auf der Seite. Geliefert werden die Produkte dabei umsonst. Preislich verlangt der Hersteller das Gleiche wie in seinem Online-Shop. Procters neuestes Angebot ähnelt damit Amazons Abo-Funktion. Auch beim Online-Riesen können sich Kunden Konsumgüter in bestimmten Abständen liefern lassen und sparen dabei sogar gegenüber der einmaligen Lieferung beim Produkt-Preis. Das Preisniveau liegt dem „Wall Street Journal“ zufolge unterhalb des Procter-Angebots. Dennoch wird im Bericht der jüngste Vorstoß von Procter & Gamble als Versuch gewertet, die „Mittelmänner“ sprich den Handel zu umgehen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Gillette Shave Club eingeführt, um dem Start-up Dollar Shave Club nicht das Feld überlassen. Mit der Übernahme des Jungunternehmens durch Unilever dürfte das Modell jetzt weiter an Bedeutung gewinnen. Procter & Gamble teste „jede Möglichkeit, um mehr über Konsumentenverhalten lernen zu können“, erklärt ein Unternehmenssprecher gegenüber dem „Wall Street Journal“. In diese Strategie passten auch die jüngsten Versuche mit der Waschmittelmarke Tide. Direkte Verbindung zum Endverbraucher Direkt mit dem Endverbraucher in Verbindung tritt der Hersteller nämlich auch bei einem anderen Pilotprojekt: In Chicago bietet der Hersteller mit „Tide Spin“ bereits seit einiger Zeit eine App an, mit der ein Wäscheservice geordert werden kann. Das Unternehmen holt die Schmutzwäsche ab und bringt sie gereinigt wieder zurück. Einen ähnlichen Service testet Henkel bereits hierzulande zusammen mit DHL und einer Hannoveraner Reinigungsfirma. Unterschiede zwischen den Angeboten liegen etwa in der Bepreisung: Soll die Kleidung einfach maschinengewaschen und zusammengelegt werden, zahlen Kunden beim Procter-Angebot gerade einmal 1,59 US-Dollar pro Pfund Wäsche. Nur bei Kleidung für die chemische Reinigung wird pro Kleidungsstück abgerechnet. Abholen und Liefern ist im Preis enthalten. Beim Henkel-Angebot wird immer pro Kleidungsstück abgerechnet. Dieser Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung...

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Cola kauft zu und zentralisiert gleichzeitig

Gepostet am 24 Jul 2016

Coca Cola kauft zu   Coca-Cola stellt das Geschäft auf immer breitere Füße. In Brasilien verkauft der US-Konzern künftig abgepackten Bohnenkaffee. Mit der Produkteinführung sowie der Übernahme der brasilianischen Molkerei Verde Campo will der Getränkeriese den Frühstückstisch im Land erobern. Nicht nur in Deutschland stellt sich Coca-Cola mit Kaffee breiter auf: In Brasilien steigt der US-Riese gar in den Markt für abgepackte Kaffeebohnen ein, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Demnach führt der Hersteller die neue Produktkategorie über eine lokale Tee-Tochter ein. Die Bohnen liefert der Kaffee-Exporteur Tristao Companhia de Comercio Exterior, mit dem der Getränkegigant eine Kooperation geschlossen hat. Mit diesem Schritt will sich Coca-Cola diversifizieren und vor allem bei Frühstücksgetränken stärker positionieren. Aus diesem Grund ist der Hersteller auch dabei, die brasilianische Molkerei Verde Campo zu kaufen. Das seien die beiden letzten Eroberungsfelder in der Getränke-Kategorie, erklärt Sandor Hagen, der als Vizepräsident den Bereich New Business der brasilianischen Tochter leitet. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern sein Portfolio sukzessive mit Saft, Tee und Wasser ausgebaut.   Coca Cola hat in diesem Jahr bereits einen Hersteller für Soja Milch gekauft   Mit der Marke „Café Leão“ steigt Coca-Cola in Brasilien in den Markt für Kaffeebohnen ein. Mit seiner Marke „Café Leão“ zielt das Unternehmen dabei insbesondere auf die kaufstarke Klientel im Land. Die Kaffee-Sorten werden ausschließlich aus hochwertigen Arabica-Bohnen hergestellt, heißt es. Brasilien sei zwar Top-Produzent dieser Bohnen, jedoch würden diese meist exportiert. Die lokale Bevölkerung hätte kaum Zugang zum heimischen Kaffee, der etwa von Starbucks für seine Kaffeeprodukte verwendet werde. Nach dem Zukauf kommt die Zentralisierung   Der US-Softdrinkriese Coca-Cola ist weltweit dabei, seine Abfüllorganisation zu zentralisieren. Anfang Juli ist der neue Mega-Bottler auf dem afrikanischen Kontinent ans Netz gegangen. Das bleibt für das bisherig Coke-Schaltzentrum in Kenia nicht ohne Folgen. Der Softdrink-Gigant Coca-Cola organisiert sich im Zuge der weltweiten Zentralisierung der Bottler in Afrika neu: Die bisherige Regionalzentrale in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, von der aus der US-Konzern bisher das Abfüllgeschäft in 31 afrikanischen Ländern steuert, verliert an Bedeutung. Wie die Zeitung Sunday Nation berichtet, soll künftig das Topmanagement im südafrikanischen Johannesburg sowie im nigerianischen Laos sitzen. Marktbeobachter fürchten nun den Verlust von Arbeitsplätzen und der Wettbewerbsfähigkeit von Kenia als Investitionsstandort für multinationale Konzerne. Die Regionalzentrale in Nairobi war dem Bericht zufolge im September 2008 bezogen worden. Rund 10 Mio. US-Dollar soll der Bau gekostet haben. Die Entscheidung Nairobi im Coca-Cola-Netz herunterzustufen, habe sich erst in den vergangenen Tagen abgezeichnet, heißt es weiter.   Abfüllriese mit SAB Miller Den afrikanischen Kontinent erschließt sich Coca-Cola in erster Linie zusammen mit dem Bierproduzenten SAB Miller. Im Mai haben die beiden Partner nach einigem Hin und Her grünes Licht für die Zusammenlegung ihrer Abfüllkapazitäten in 14 süd- und ostafrikanischen Staaten bekommen. Der daraus entstehende Abfüllriese, Coca-Coca Beverages Africa (CCBA) mit Sitz in Südafrika, kommt Unternehmensangaben zufolge auf einen Marktanteil von rund 40 Prozent und einen Umsatz von 2,9 Mrd. US-Dollar. Anfang Juli hat CCBA den Betrieb aufgenommen....

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Unilever schärft das Portfolio

Gepostet am 22 Jul 2016

Der britische Hersteller von Konsumgütern, Unilever, steigt in das Geschäft mit Rasierern ein. Für etwa eine Milliarde US-Dollar holt sich der Konzern das Rasierer-Start-up Dollar Shave Club aus den USA ins Marken Portfolio. Der britisch-niederländische Konzern Unilever kauft das Rasierer-Start-up Dollar Shave Club aus Kalifornien Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ fließt für das 2012 gegründete Start-up, das in diesem Jahr einen Umsatz von gut 200 Millionen US-Dollar anpeilt, eine Milliarde Dollar. Dollar Shave Club vertreibt Rasierklingen und Pflegeprodukte im Abo. In den USA ist dieses Vertriebsmodell im Gegensatz zu Deutschland bereits relativ erfolgreich. Nach Schätzungen von Marktbeobachtern kommen dort die Online-Abomodelle bei Rasierern auf einen Marktanteil von 10 Prozent. Laut Euromonitor entfallen 5 Prozent des nordamerikanischen Marktes auf Dollar Shave Club. Zuletzt soll sich laut LZ-Informationen Unilever auch den Wilkinson-Hersteller Edgewell als Übernahmekandidaten angeschaut haben, mit dem der Konzern 2013 kurzzeitig in den USA kooperiert hat. Für die Körperpflegemarke Axe lieferte das Unternehmen damals Rasierer, die über den Online-Versand Walmart verkauft wurden. Eine Übernahme von Edgewell wäre der Direkteinstieg in die Produktion inklusive des Verkaufs im stationären Handel gewesen. Das New Yorker Start-up Harry’s, einer der schärfsten US-Wettbewerber von Dollar Shave Club, hat sich genau das getraut und 2014 den deutschen Rasiererhersteller Feintechnik übernommen. Die Thüringer liefern beispielsweise Rasierer und Klingen für den Discounter Lidl. Der Online-Rasiererabo-Anbieter Dollar Shave Club gehört nun zu Unilever Der Rasierermarkt ist in der Hand weniger Spieler. Führend ist hier der US-Konzern Procter & Gamble mit seiner Marke Gillette. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre ist allerdings der Abstand zur Konkurrenz in Nordamerika geschmolzen: Laut Daten von Euromonitor ist der Marktanteil von Procter & Gamble zwischen 2010 und 2015 von 71 auf 59 Prozent gesunken. Als Antwort auf Online-Anbieter wie Dollar Shave Club hat der Platzhirsch im vergangenen Jahr den Gillette Shave Club mit eigenen Abo-Angeboten an den Start gebracht. Diese reichen in unterschiedlicher Ausstattung von 17 bis 22 US-Dollar (USD) pro Monat. Das Basis-Abo bei Dollar Shave Club fängt bei monatlich 1 USD plus 2 USD Liefergebühr an. Das Geschäft mit Männerpflege ist zuletzt verstärkt in den Fokus der Branche gerückt: So haben L’Oréal und Beiersdorf ihr Portfolio zuletzt ausgebaut. Die Hamburger wagten sich auch bereits auf das Feld der Damenrasierer vor – allerdings wie Unilever auch ohne eigene Produktion. Die Klingen und Rasierer liefert der japanische Hersteller Kai. Zuletzt hatte Beiersdorf hier mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. Fakten zu Dollar Shave Club Gegründet 2012 Sitz in Venice im US-Bundesstaat Kalifornien Nach eigenen Angaben 3,2 Mio. Mitglieder Umsatz im Geschäftsjahr 2015: 152 Mio. US-Dollar Umsatzprognose für 2016: Über 200 Mio. US-Dollar Online-Sortiment mit Fokus auf Männerpflege: Neben Rasierern, Reinigungsmarke Wanderer, Hautpflegemarke Big Cloud, Haarstylingmarke Boogies, Reinigungstüchermarke Charlies Der Beitrag wurde aus der Lebensmittelzeitung...

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L´Oréal macht auf Nestlé

Gepostet am 20 Jul 2016

  L’Oréal will den Bereich naturnahe Kosmetik mit einem Kauf eines anderen Unternehmen stärken. Der Konzern aus Frankreich hat der Rivadis-Gruppe ein Angebot für Société des Thermes de Saint-Gervais-les-Bains vorgelegt. Zum Deal zählt auch die Lizenz für die Nutzung der Kosmetikmarke Saint-Gervais Mont-Blanc. Interessant an dieser Stelle ist, dass Nestlé 30 Prozent an LÓréal hält. L’Oréal hat der französischen Rivadis-Gruppe ein Angebot für die Société des Thermes de Saint-Gervais-les-Bains sowie die Lizenz zur Nutzung der Kosmetikmarke Saint-Gervais Mont-Blanc unterbreitet. Mit dem Zukauf wollen die Franzosen den Bereich naturnahe Kosmetik stärken. Auch Nestlé möchte verstärkt in medizinische Gesundheitsprodukte investieren. Basierend auf dem Angebot verhandelt der Kosmetikkonzern mit Rivadis exklusiv über den Zukauf. Die Körper- und Gesichtspflegeprodukte der Marke Saint-Gervais Mont-Blanc bestehen aus Thermalwasser als auch natürlichen Pflanzenextrakten. Nach Zustimmung des Ortes Saint-Gervais-les-Bains sowie Absprache mit den Mitarbeitern der Rivadis-Gruppe erwartet L’Oréal den Abschluss der Übernahme in dem nächsten halben...

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FELIX aus dem Netz – Nestlé investiert

Gepostet am 17 Jul 2016

Der Tiernahrungshersteller Nestlé Purina stellt sich auf die Digitalisierung mit einer neuen Struktur ein. Ein Relaunch soll die Marke Purina One aus der Preisfalle holen. Hubert Wieser baut um: Der Geschäftsführer der Nestlé Tiernahrungssparte in Deutschland und der Region Zentraleuropa hat seinem Team in Euskirchen eine neue Organisationsmatrix verpasst. Zum 1. Juli hat Nestlé Purina die Aufteilung in die Business Units Fachhandel und Lebensmittelhandel wieder aufgehoben. Stattdessen gibt es nun wieder – wie schon vor vier Jahren – eine gemeinsame Marketing- und Vertriebsabteilung für beide Kanäle. Grund dafür war laut Wieser vorwiegend der immer weiter wachsende E-Commerce-Anteil in der Kategorie. „Die Grenzen zwischen Fachhandel, E-Commerce und Lebensmitteleinzelhandel verwischen zunehmend“, so Wieser. Von der neuen Struktur verspricht er sich kürzere Entscheidungswege und mehr Effizienz. Ein digitales Kompetenzteam soll seit Herbst 2015 neues Wissen mittelfristig bei allen Mitarbeitern etablieren: „Digital geht jeden an“. Wieser kann sich vorstellen, dass der Onlineanteil der Kategorie mittelfristig auf 30 Prozent steigen könnte und erwartet disruptive Wirkungen: „Das, was der Discount vor einigen Jahren für Deutschland als Veränderungstreiber bedeutete, wird künftig der E-Commerce sein.“ Mit dem Umbau gehen einige personelle Veränderungen einher. Der bislang für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zuständige Manager Alain Virieux wird künftig das Marketing in Deutschland und den weiteren Ländern verantworten, die aus Euskirchen gesteuert werden. Neuer Vertriebschef wird Heinz Schmidt – bislang verantwortlich für den LEH. Auch in der Werbung steht das Digitale stärker im Fokus. Ein Großteil der 2015 um 30 Prozent aufgestockten Werbegelder sei ins digitale Marketing geflossen, so Wieser. Laut Nielsen haben die Euskirchener 2015 allerdings nur 0,3 Mio. Euro mehr ausgegeben: 21,7 Mio. Euro. Digitale Mediaspendings würden von Nielsen nicht hinlänglich erfasst, argumentiert Purina. Höhere Preise mit Relaunch In diesem Jahr fließen ein großer Teil der Ausgaben im zweiten Halbjahr in den Relaunch von Purina One, der mit einer Anhebung der unverbindlichen Preisempfehlung einhergeht. Eine neue Rezeptur soll die Abwehrkräfte der Katzen verbessern. „Was in den letzten Jahren mit dem Regalpreis passiert ist, ist der Marke nicht dienlich“, sagt Wieser. Zwar entwickle sich der Tiernahrungsmarkt der Menge nach positiv, aber es gebe eine erhebliche Erosion der Verkaufspreise aufgrund der aktuell sehr preisaggressiven Stimmung im Handel. „Wir sind an der Grenze dessen, was gesund ist.“ Außerdem im Fokus steht der Launch einer suppenartigen Nassnahrung für Katzen unter der Marke Gourmet sowie die Markteinführung von DentaLife, einem Zahnpflegesnack für Hunde. Im Werk in Euskirchen wurden 6 Mio. CHF investiert, um das Produkt herstellen zu können. Auch die Hundesnackmarke Adventuros soll mit Innovationen ausgebaut werden. Der rheinländische Standort ist in der Nestlé Region Europa, Nahost und Nordafrika (EMEA) der einzige zur Snackproduktion – ein stetig wachsendes Segment. 200 Mio. CHF fließen in Produktion In der Region würden jährlich mehr als 200 Mio. CHF in das Produktionsnetzwerk der Tiernahrungssparte investiert, sagt Wieser. Frische Linien sind unter anderem in Russland, Polen und Euskirchen geplant. Kapazitäten, die notwendig sind – denn der Konzern vermeldet gute Zahlen. Laut Jahresbericht war das Wachstum der Tiernahrungssparte der zweitwichtigste Wachstumstreiber in der Region EMEA, in 19 der 20 größten Märkte konnten Marktanteile gewonnen werden. Russland sei beispielsweise mittlerweile unter den fünf größten Märkten der Tiernahrungssparte. Wie passt es da, dass Nestlé Anfang 2016 das europäische Geschäft mit Kleintiernahrung- und -zubehör – vorwiegend präsent in Frankreich, Italien und Spanien – an Wettbewerber Bob Martin verkauft hat? „Wir müssen uns fokussieren....

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Chancen und Risiken der Niedrigzinspolitik der EZB

Gepostet am 14 Jul 2016

Keine Kurskorrektur Der Leitzins verharrt auf dem Rekordtief von Null Prozent. Auch Banken sind betroffen. Sie müssen einen Strafzins von -0,4 Prozent zahlen, wenn sie Geld „über Nacht“ bei der EZB parken. Wachstumsfördnernd soll zusätzlich der Ankauf von ca 80 Mrd. Euro Staatsanleihen monatlich wirken. Die Deutschen kritisieren die EZB deswegen heftig: diese Geldflut enteignet die deutschen Sparer. Deutschland lebt aktuell in einem Finanzierungsnirwana Noch nie hatten Unternehmen so leicht Zugang zu Krediten. Trotz des billigen Geldes lässt sich jedoch nur eine geringe Investitionsneigung der Betriebe feststellen. Die Drogen der EZB wirken nicht. Die Risiken nehmen jedoch zu. Ein niedriger Zins ist in diesem Zusammenhang jedoch immer ein Symptom einer schwachen Investitionsneigung. Welche Gründe gibt es dafür: Staaten versuchen ihre Budgedefizite abzubauen Unternehmen in Krisenstaaten sind teilweise hoch verschuldet Boom in den Schwellenländern ist vorerst vorbei China versucht derzeit Auswege aus der „Überinvestitionsorgie“ zu finden. Die EZB stemmt sich mit den Investitionen und den niedrigen Zinsen gegen die sinkenden Preise und einem wirtschaftlichen Niedergang. Die Währungshüter wollen eine Inflation von zwei Prozent p. a. Wie sind die Hochrechnungen der kommenden Jahre für die Inflation: 2016 -> 0,2 Prozent 2017 -> 1,3 Prozent 2018 -> 2,0 Prozent Welche Gefahren sehen die Währungshüter? Auf Grund der langanhaltenden Niedrigzinsphase werden die Sparer verunsichert. Diese Verunsicherung destabilisiert die Banken und Versicherungen. Weiterhin besteht die Gefahr einer Immobilienblase. Als Faustformel kann jedoch allgemein gesagt werden: „Wenn es sich für Sie lohnt, investieren Sie jetzt“....

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Börsenspruch im Juli

Gepostet am 11 Jul 2016

„Der Aktienmarkt ist der einzige Markt, vor dem die Leute weglaufen, wenn dort ein Ausverkauf stattfindet.“ – Martin D. Sass –

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Was hat das Knie mit den Finanzmärkten zu tun?

Gepostet am 6 Jul 2016

Kniereflexe und der Finanzmarkt Stefan Bielmeier hat in seinem Blog folgenden Vergleich zwischen menschlicher Kniescheibe und den Finanzmärkten gezogen: Der bekannte Kniesehnenreflex funktioniert ganz einfach: Bei einem leichten Schlag auf die Patellarsehne, hebt sich der Unterschenkel. Ähnlich funktionieren zurzeit die internationalen Zentralbanken. Es gibt eine außergewöhnliche Entwicklung, im aktuellen Fall der Brexit, nach kurzer Zeit kommen starke Versprechen der Notenbanken, dass man baldigst das monetäre Umfeld weiter lockert. So geschehen gestern, als die Zentralbank von Großbritannien vorsorglich Zinssenkungen in naher Zukunft angekündigt hat und die EZB eine baldige Änderung bei den Modalitäten des Staatsanleihekaufprogramms ankündigte. Zukünftig könnte der Ankaufschlüssel nach der Marktkapitalisierung und nicht nach den EZB-Kapitalanteilen der Länder ausgerichtet werden. Das könnte bedeuten, dass die Schuldenhöhe eines Landes den Anteil der zukaufen Anleihen im Kaufprogramm der EZB bestimmt. Die Reaktionen am Kapitalmarkt waren auch die üblichen. Die Aktien und Unternehmensanleihen haben profitiert und die Renditen von Staatsanleihen sind gefallen. Jedoch denke ich nicht, dass solche Ankündigungen noch einen nachhaltig positiven Effekt auf das Vertrauen der Investoren haben. Damit dürfte die stabilisierende Wirkung solcher Ankündigungen für die Finanzmärkte und die konjunkturelle Entwicklung ebenfalls sehr schwach sein. Gleichzeitig wird durch die niedrigen Renditen im Euroraum der Druck auf Ersparnisse und das Bankensystem immer größer. Insbesondere in Deutschland wird dies zunehmend sichtbar. Die steigende Diskussionsdynamik bei den Themen negative Zinsen für private Kunden und betriebliche Altersvorsorge sind deutliche Zeichen einer zunehmenden Besorgnis. Dies könnte mittelfristig eher zu einer weiteren Destabilisierung im Euroraum beitragen, also genau der gegenteilige Effekt von dem, was die EZB gern erreichen würde.   Stefan Bielmeiers volkswirtschaftliche Beobachtungen sind sehr interessant und ich lese seine Artikel sehr...

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Stühlerücken in der Schweiz

Gepostet am 29 Jun 2016

Ulf Mark Schneider von Fresenius wird neuer Chef Nestlé wechselt zum 01.01.2017 den bisherigen CEO Paul Bulcke aus. Bulcke soll jedoch nahtlos in den Verwaltungsrat wechseln. Der neue Mann an der Nestlé Spitze wird der bisherige Fresenius-Lenker Ulf Mark Schneider, der bereits ab dem 01.09.2016 zu dem größten Lebensmittelkonzern wechselt. Ein Wechsel bei der Nestlé Führung wurde erwartet. Das der Kandidat jetzt jedoch von Extern kommt ist überraschend. Es ist umso überraschender, da Nestlé erst einmal in der 150 jährigen Historie auf einen externen Kandidaten gesetzt hat, nämlich 1922 auf den Finanzprofi Louis Dapples. Der Neue kommt von einem deutschen Gesundheitskonzern Der neue CEO Schneider hatte mehr als 13 Jahre den Gesundheitskonzern Fresenius geführt und die Expansion forciert. In seiner Amtszeit hat der ehemalige Student der Eliteunis in St. Gallen und Harvard den Umsatz bei Fresenius vervierfacht. Laut dem amtierenden Chef, Bulcke, besitzt Schneider einige Fähigkeiten, die gut zu Nestlé passen sollen. Der Wandel hin zu einem Gesundheits- und Beauty Konzern, in Ergänzung zu den bisherigen Lebens- und Tierfuttermitteln, soll mit der Personalie wohl noch weiter beschleunigt werden. Bereits die Babynahrung wird auf Hautunverträglichkeiten getestet und ist weiterhin ein Wachstumsmarkt für die Schweizer. Die neu geschaffene Sparte „Nestlé Health Science“ wird also noch mehr in den Fokus des Konzerns rücken. Die Unternehmen im Vergleich Bisherige Zahlen des mehrfachen Manager des Jahres bei Fresenius: 220.000 Mitarbeiter Umsatz: 27,6 Milliarden Euro Neue Herausforderung für Schneider bei Nestlé: 335.000 Mitarbeiter Umsatz 82,7 Milliarden...

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Sommerbeginn und das Geld verdienen geht los

Gepostet am 21 Jun 2016

Die Eis Sparte von Unilever will dieses Jahr stark wachsen Eis von Langnese hat ein Ausnahmejahr mit fast zweistelligen Umsatzsteigerungen hinter sich. Mit noch mehr Werbung und verstärkten POS-Aktivitäten sowie neuen Produkten und Angebotsformen soll das Eisgeschäft von Unilever auch in diesem Jahr wachsen. Für die Unilever-Tochter Langnese Eiskrem war 2015 ein hervorragendes Jahr. Der Umsatz erhöhte sich dank bester Wetterbedingungen und der außerordentlich erfolgreichen Neueinführung „Magnum pink & black“ im „hohen einstelligen Prozentbereich“. Konzernchef Paul Polmann bescheinigt der Sparte ein „Rekordjahr“. Unilever Deutschland nennt selbst keine absoluten Zahlen für sein Eisgeschäft, Marktforscher jedoch beziffern den Umsatz zu Endverbraucherpreisen hierzulande für 2015 auf 460 Mio. Euro. Damit steht Langnese für rund ein Drittel des Branchenumsatzes im deutschen Lebensmittelhandel. Die guten Zahlen in dieser „extrem emotionalen Kategorie“ seien nicht allein auf das gute Sommerwetter zurückzuführen, betont Geschäftsbereichsleiterin Christiane Haasis. Die Premiummarke Ben & Jerry’s habe mit überproportionalen Zuwachsraten ebenfalls viel dazu beigetragen, ebenso wie die Desserts von Cremissimo. Am deutlichsten sei der Wetter-Effekt beim Außer-Haus-Geschäft an Kiosken und in Schwimmbädern gewesen, das einen regelrechten Umsatzsprung machte. Das Marketing in Hamburg hat den 80. Geburtstag von Langnese voriges Jahr genutzt und mit dem Sänger Heino einen bekannten Testimonial engagiert, um die Präsenz auf den Verkaufsflächen zu verstärken. Wettbewerber beobachten hohe Investitionen des Hamburger Marktführers in seine POS-Präsenz. „Ubiquität ist extrem wichtig für Eiskrem“, sagt Haasis und begründet damit auch, weshalb Langnese seit Anfang Mai an Aldi liefert. Zuvor sei schon die Listung bei Hofer „extrem erfolgreich“ gewesen, zumal der österreichische Aldi-Ableger in besonderen Kühltruhen in Kassennähe zusätzlich Impuls-Artikel anbiete. Nielsen-Daten aus Deutschland belegen für die ersten vier Monate dieses Jahres – das heißt noch ohne Aldi – erhebliche Mehrumsätze von Langnese sowohl im klassischen Handel wie auch im Harddiscount. Hersteller wollen mit Innovationen punkten Damit die Kategorie Eiskrem weiter wachse müssen Hersteller und Handel nach Ansicht von Haasis ständig neue Kaufimpulse auslösen: mit Aktionen, zusätzlichen Platzierungen und einer Vielzahl von Innovationen. Die „absolute Nummer-eins-Innovation“ sei im vorigen Jahr Magnum „pink & black“ gewesen, der größte Erfolg seit der Geburt der Marke vor 26 Jahren. Um diesen Erfolg zu wiederholen oder sogar zu übertreffen, setzt Langnese auf Magnum Double und die aktuelle Werbekampagne „Release the beast“. Für das Stiel Eis mit mehreren Schichten kommt eine neue Technik zum Einsatz. Im Unilever-Eiswerk in Heppenheim, wird jährlich ein hoher ein- bis zweistelliger Millionenbetrag investiert. Heppenheim sei derzeit das größte Eiskremwerk Europas, heißt es in Hamburg, und die größte Magnum-Fabrik weltweit. An dem Standort werden pro Jahr mehr als 1 Mrd. Portionen Eis produziert. Auf 20 Produktionslinien laufen Produkte wie Magnum, Calipo, Cremissimo und Vinetta vom Band. Insgesamt wird in dem Werk mit sieben verschiedene Produktionstechnologien gearbeitet, darunter Stiel-Eis, „Wannen“-Produkte wie Cremissimo und Dessert-Eise wie Vienetta. Weiterhin nennt Haasis Trends, die nach ihrer Einschätzung das Eisgeschäft bestimmen: Der eine ist Snacking. Deshalb gibt es Ben & Jerry‘s künftig außer in Bechern auch zwischen zwei Cookies im „Ein-Hand-Format“, und Cornetto Frozen Joghurt wird als fruchtiger Snack für Zwischendurch positioniert. Einen zweiten Trend, den Haasis als „Eisdiele zu Hause“ beschreibt, wird mit neuen Cremissimo Sorbets aufgegriffen.   Top 6 Eiskrem-Hersteller weltweit 2016 (nach Marktanteil) Rang Unternehmen Marktanteil (in Prozent) 2015* Marktanteil (in Prozent) 2010* Veränderung (in Prozent) 1 Unilever Group 21,30 19,50 9,2   2 Nestlé SA 10,00 11,90 -16,0   3 General Mills Inc 2,90 2,80...

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