Stühlerücken in der Schweiz

Gepostet am 29 Jun 2016

Ulf Mark Schneider von Fresenius wird neuer Chef Nestlé wechselt zum 01.01.2017 den bisherigen CEO Paul Bulcke aus. Bulcke soll jedoch nahtlos in den Verwaltungsrat wechseln. Der neue Mann an der Nestlé Spitze wird der bisherige Fresenius-Lenker Ulf Mark Schneider, der bereits ab dem 01.09.2016 zu dem größten Lebensmittelkonzern wechselt. Ein Wechsel bei der Nestlé Führung wurde erwartet. Das der Kandidat jetzt jedoch von Extern kommt ist überraschend. Es ist umso überraschender, da Nestlé erst einmal in der 150 jährigen Historie auf einen externen Kandidaten gesetzt hat, nämlich 1922 auf den Finanzprofi Louis Dapples. Der Neue kommt von einem deutschen Gesundheitskonzern Der neue CEO Schneider hatte mehr als 13 Jahre den Gesundheitskonzern Fresenius geführt und die Expansion forciert. In seiner Amtszeit hat der ehemalige Student der Eliteunis in St. Gallen und Harvard den Umsatz bei Fresenius vervierfacht. Laut dem amtierenden Chef, Bulcke, besitzt Schneider einige Fähigkeiten, die gut zu Nestlé passen sollen. Der Wandel hin zu einem Gesundheits- und Beauty Konzern, in Ergänzung zu den bisherigen Lebens- und Tierfuttermitteln, soll mit der Personalie wohl noch weiter beschleunigt werden. Bereits die Babynahrung wird auf Hautunverträglichkeiten getestet und ist weiterhin ein Wachstumsmarkt für die Schweizer. Die neu geschaffene Sparte „Nestlé Health Science“ wird also noch mehr in den Fokus des Konzerns rücken. Die Unternehmen im Vergleich Bisherige Zahlen des mehrfachen Manager des Jahres bei Fresenius: 220.000 Mitarbeiter Umsatz: 27,6 Milliarden Euro Neue Herausforderung für Schneider bei Nestlé: 335.000 Mitarbeiter Umsatz 82,7 Milliarden...

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Sommerbeginn und das Geld verdienen geht los

Gepostet am 21 Jun 2016

Die Eis Sparte von Unilever will dieses Jahr stark wachsen Eis von Langnese hat ein Ausnahmejahr mit fast zweistelligen Umsatzsteigerungen hinter sich. Mit noch mehr Werbung und verstärkten POS-Aktivitäten sowie neuen Produkten und Angebotsformen soll das Eisgeschäft von Unilever auch in diesem Jahr wachsen. Für die Unilever-Tochter Langnese Eiskrem war 2015 ein hervorragendes Jahr. Der Umsatz erhöhte sich dank bester Wetterbedingungen und der außerordentlich erfolgreichen Neueinführung „Magnum pink & black“ im „hohen einstelligen Prozentbereich“. Konzernchef Paul Polmann bescheinigt der Sparte ein „Rekordjahr“. Unilever Deutschland nennt selbst keine absoluten Zahlen für sein Eisgeschäft, Marktforscher jedoch beziffern den Umsatz zu Endverbraucherpreisen hierzulande für 2015 auf 460 Mio. Euro. Damit steht Langnese für rund ein Drittel des Branchenumsatzes im deutschen Lebensmittelhandel. Die guten Zahlen in dieser „extrem emotionalen Kategorie“ seien nicht allein auf das gute Sommerwetter zurückzuführen, betont Geschäftsbereichsleiterin Christiane Haasis. Die Premiummarke Ben & Jerry’s habe mit überproportionalen Zuwachsraten ebenfalls viel dazu beigetragen, ebenso wie die Desserts von Cremissimo. Am deutlichsten sei der Wetter-Effekt beim Außer-Haus-Geschäft an Kiosken und in Schwimmbädern gewesen, das einen regelrechten Umsatzsprung machte. Das Marketing in Hamburg hat den 80. Geburtstag von Langnese voriges Jahr genutzt und mit dem Sänger Heino einen bekannten Testimonial engagiert, um die Präsenz auf den Verkaufsflächen zu verstärken. Wettbewerber beobachten hohe Investitionen des Hamburger Marktführers in seine POS-Präsenz. „Ubiquität ist extrem wichtig für Eiskrem“, sagt Haasis und begründet damit auch, weshalb Langnese seit Anfang Mai an Aldi liefert. Zuvor sei schon die Listung bei Hofer „extrem erfolgreich“ gewesen, zumal der österreichische Aldi-Ableger in besonderen Kühltruhen in Kassennähe zusätzlich Impuls-Artikel anbiete. Nielsen-Daten aus Deutschland belegen für die ersten vier Monate dieses Jahres – das heißt noch ohne Aldi – erhebliche Mehrumsätze von Langnese sowohl im klassischen Handel wie auch im Harddiscount. Hersteller wollen mit Innovationen punkten Damit die Kategorie Eiskrem weiter wachse müssen Hersteller und Handel nach Ansicht von Haasis ständig neue Kaufimpulse auslösen: mit Aktionen, zusätzlichen Platzierungen und einer Vielzahl von Innovationen. Die „absolute Nummer-eins-Innovation“ sei im vorigen Jahr Magnum „pink & black“ gewesen, der größte Erfolg seit der Geburt der Marke vor 26 Jahren. Um diesen Erfolg zu wiederholen oder sogar zu übertreffen, setzt Langnese auf Magnum Double und die aktuelle Werbekampagne „Release the beast“. Für das Stiel Eis mit mehreren Schichten kommt eine neue Technik zum Einsatz. Im Unilever-Eiswerk in Heppenheim, wird jährlich ein hoher ein- bis zweistelliger Millionenbetrag investiert. Heppenheim sei derzeit das größte Eiskremwerk Europas, heißt es in Hamburg, und die größte Magnum-Fabrik weltweit. An dem Standort werden pro Jahr mehr als 1 Mrd. Portionen Eis produziert. Auf 20 Produktionslinien laufen Produkte wie Magnum, Calipo, Cremissimo und Vinetta vom Band. Insgesamt wird in dem Werk mit sieben verschiedene Produktionstechnologien gearbeitet, darunter Stiel-Eis, „Wannen“-Produkte wie Cremissimo und Dessert-Eise wie Vienetta. Weiterhin nennt Haasis Trends, die nach ihrer Einschätzung das Eisgeschäft bestimmen: Der eine ist Snacking. Deshalb gibt es Ben & Jerry‘s künftig außer in Bechern auch zwischen zwei Cookies im „Ein-Hand-Format“, und Cornetto Frozen Joghurt wird als fruchtiger Snack für Zwischendurch positioniert. Einen zweiten Trend, den Haasis als „Eisdiele zu Hause“ beschreibt, wird mit neuen Cremissimo Sorbets aufgegriffen.   Top 6 Eiskrem-Hersteller weltweit 2016 (nach Marktanteil) Rang Unternehmen Marktanteil (in Prozent) 2015* Marktanteil (in Prozent) 2010* Veränderung (in Prozent) 1 Unilever Group 21,30 19,50 9,2   2 Nestlé SA 10,00 11,90 -16,0   3 General Mills Inc 2,90 2,80...

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Interessantes aus der Medienwelt: Video über den Ölpreis

Gepostet am 17 Jun 2016

Ich habe ein tolles Video auf Youtube über die aktuelle Lage am Ölmarkt gefunden. Es ist auf Englisch und zeigt sehr verständlich auf, warum die Preise im Keller sind:  

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Die vierte industrielle Revolution aus der Schweiz

Gepostet am 16 Jun 2016

Der Weltmarktführer für Babynahrung baut eine weltweite Einheit für E-Commerce auf Nestlé hat erkannt, dass die Art, wie Menschen Produkte kaufen und informiert sein wollen sich aktuelle stark verändert. Der Handel ist wie immer stark im Wandel und setzt auf Marken und Multi-Channel-Denken. Euromonitor (Marktforschungsinstitut) gab bekannt, dass bereits 8,7 Prozent aller Handelsumsätze mit Babynahrung online gemacht werden. In Schwellenländern, wie z. B. China wächst der Onlinehandel stäkrer als der stationäre Handel. Nestlé trägt diesem Trend in Asien Rechnung, indem es seit Anfang des Jahres mit Alibaba zusammenarbeitet. Online Geschäfte haben auch Risiken Einmal mehr sind staatliche Marktteilnehmer der Grund dafür. Die chinesische Regierung hat bereits mehrfach Importregularien geändert. Dies führt zu Verunsicherungen bei den Kunden. Die Schweizer können hier jedoch mit starken Zahlen dagegen halten: Die Marke Illuma macht in Asien bereits 650 Mio. CHF Umsatz Beba hat ein Umsatzplus in diesem Jahr von 7 Prozent Offensichtlich profitiert Nestlé von seiner starken Markenbekanntheit und spielt die eigenen Stärken konsequent...

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Coca Cola dreht jetzt das große Rad

Gepostet am 13 Jun 2016

Letzte Woche hatte ich bereits berichtet, dass Warren Buffett´s Lieblingsgetränk jetzt auch Soja Getränke verkauft. Der weltweit führende Erfrischungsgetränkehersteller stellt sich jetzt noch breiter auf und will seine Aktivitäten im Bereich Kaffee, Tee und Kakao noch weiter ausbauen. Wie will Coca Cola das machen? Coca Cola will vor allem das Automatengeschäft ausbauen. Die bestehende Marke Chaqwa soll Kalt- und Heißgetränke an frequenzstarken Plätzen, wie z. B. Flughäfen, Stadien und Einkaufszentren mit Hilfe der Automaten verkaufen. Coca Cola ist im Automatengeschäft bereits die Nummer Zwei in Deutschland. Nummer eins im deutschen Raum ist Dallmayr. Erste Erfolge kann Coca Cola bereits vorweisen. Chaqwa ist seit Anfang diesen Jahres bei Rewe und Penny präsent. Der Lebensmitteleinzelhandel verfolgt seit neuesten eine Markenstrategie um die Kunden und Marge zu halten. Neben der Selbstbedienung am Automaten soll Chaqwa auch für Bistros und Bäckereien anbieter mit Vollautomaten werden. Hier wird der Siegeszug von Coca Cola jedoch nicht so schnell funktionieren, da hier bereits etablierte Anbieter, wie z. B. WMF, Coffema oder Melitta stark vertreten sind. Der übermächtige Weltkonzern Coca Cola setzt hier jedoch selbstbewusst auf die eigene über „1.000 Mann starke Vertriebsmannschaft“. Weiterhin soll die Zusammenarbeit mit dem Getränkefachgroßhandel bei Marktbearbeitung und Kunden Akquise gestärkt werden. Das „Zuckerwasser aus Atlanta“, USA kann hier also voller Selbstvertrauen ans Werk gehen. Dem langfristigen Erfolg steht wohl wenig entgegen. Ich bin gespannt wie andere Hersteller von Kaffee sich verhalten werden. Nestlé verkauft Kaffee bereits seit Jahren. Die Marken Nescafé oder Nespresso sind bereits sehr stark am Markt vertreten. Und auch Nestlé kann auf eine sehr lange und erfolgreiche Historie...

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Nestlé wird 150 Jahre

Gepostet am 10 Jun 2016

Der Nahrungsmittelkonzern feiert das 150-jährige Bestehen Nest – so heißt das neue Museum am Firmensitz im schweizerischen Vevey. Der deutsche Apotheker Heinrich Nestle hat 1860 ein Milchpulver für Säuglinge erforscht. Die folgenden 150 Jahres der Industrialisierung, Mangelernährung und Forschung haben das Unternehmen extrem wachsen lassen. Letzte Woche Donnerstag hat der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt in Vevey das 150-jährige Bestehen gefeiert. Für die Feier wurde ein eigenes Museum errichtet. Es heißt wie das Logo – Ein Nest. Wenig bekannt ist jedoch, dass Henri Nestle die Rechte an seinem Logo und seiner Unterschrift 1875 für eine Millionen Schweizer franken an einen Amerikaner verkaufte, der das Unternehmen erst so groß gemacht hat. Obwohl Nestlé sehr heimatverbunden ist, macht das Unternehmen lediglich 2 % des Jahresumsatzes von 80 Milliarden Euro in der Schweiz, also ein echter „Global Player“. Nestlé wurde so groß, weil die Mütter früher auf Grund von Mangelernährung nicht in der Lage waren, die eigenen Kinder zu ernähren. Mittlerweilen macht der Hersteller  aber noch vieles mehr: Cailler, Schweizer Traditionsschokolade Maggi Eis von Mövenpick bis hin zu Häagen Dazs (mein Lieblingseis) Wasser von San Pellegrino bis Vittel Nudeln von Buitoni Tiernahrung Nespresso, Nesquik und Nescafé Wer Lebensmittel herstellt, ist für die Ernährung der Menschen verantwortlich. Beginnend beim Milchpulver können die Schweizer also stolz auf das erreichte sein. Nestlé im ständigen Wandel Nestlé wäre nicht Nestlé wenn es nicht schon längst den nächsten Trend verfolgt: personalisierte Nahrungsmittelzusätze. Mit den Sparten Nestlé Health Care und Nestlé Skin Health wird auch bereits Anti Falten Cremes verkauft. Der Nahrungsmittler bewegt sich also immer mehr Richtung Pharma Konzern. Die Zukunft bleibt spannend. Sicher ist jedoch, dass die Schweizer mit ihren Marken hervorragend aufgestellt sind und mit die höchsten Renditen in der Branche erzielen. In Summe also ein tolles Unternehmen. Warren Buffett ist mit seiner Berkshire Hathaway ja ebenfalls an einem großen Nahrungsmittelhersteller beteiligt: Kraft Heinz Company....

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Warren Buffett´s Lieblingsgetränk kauft zu

Gepostet am 7 Jun 2016

Der Getränkeriese Coca-Cola kauft in Lateinamerika Ades Warren Buffett trinkt leidenschaftlich gerne Coca Cola. Passenderweise besitzt er gleich 10 % dieser Firma über seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. Der US Konzern Coca Cola kauft für 575 Mio. Dollar das Soja-Drink-Geschäft von Unilever, ein Lebensmittelkonzern aus England. Gemeinsam mit dem lateinamerikanischen Coke-Abfüller Femsa kauft der amerikanische Konzern das Unilever Geschäft ab. Femsa darf in seinem Vertriebsgebiet (Venezuela, Brasilien, Argentinien und den Philippinen) die Soja Drinks verkaufen. Der bisherige Umsatz von 284 Mio. Dollar hat Ades mit dem Verkauf von 56 Mio. Einheiten an Sojamilch und Fruchtsaftgetränken erreicht. Ades wurde 1988 in Argentinien gegründet und beliefert bisher Märkte wie z. B. Mexiko, Uruguay, Bolivien und Chile. Ob Buffett jetzt von seiner geliebten Cherry Coke auf Sojamilch umsteigt? Ich glaube wohl eher nicht 🙂...

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Nestlé besorgt sich seine Kunden selber

Gepostet am 6 Jun 2016

Zusammen mit dem Forschungspartner DBV Technologies entwickelt Nestlé einen Allergietest Der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé betreibt seit 2011 auch eine eigene Gesundheitssparte: Nestlé Health Science. In diesem Unternehmensbereich entwickelt Nestlé jetzt einen Allergietest für Säuglinge und investiert 10 Millionen Euro. Der Test stellt fest, ob eine Unverträglichkeit von Kuhmilch bei Säuglingen besteht. Laut einer Studie des Lebensmittelkonzerns leiden 2 bis 3 % aller Säuglinge und Kleinkinder unter dieser Unverträglichkeit, also ein rießiger Markt. Passenderweise besitzt Nestlé gleich die passende Antwort auf den Test: Für Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen bei Babys und kleinen Kindern stellt der Konzern spezielle Nahrung unter den Marken Althéra, Alfaré und Alfamino. Eine tolle Win-Win Situation. Beeindruckend ist, dass ca. 30 % aller L Óréal Aktien zum weltgrößten Lebensmittelhersteller Nestlé gehören. Der Hauptprofit sollte jedoch einmal mehr bei Nestlé liegen. Ich habe diese Informationen in der Lebensmittelzeitung...

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US Riese sticht Deutschen Riesen aus

Gepostet am 3 Jun 2016

Der Konsumgüterriese Johnson & Johnson kann sich im Bieterstreit um das US Unternehmen Vogue International durchsetzen. Der Hersteller der „bebe und ob Marke“ zahlt satte 3,3 Mrd. US Dollar. Vogue International ist ein Haarpflegespezialist und besitzt Marken wie z. B. OGX und Maui. Der Deal wird im dritten Quartal 2016 über die Bühne gehen. Neben dem Unilever Konzern aus England war auch ein deutsches Schwergewicht interessiert: Henkel. Ob der Dax Konzern auf Grund des aktuell schlechteren Wechselkurses nicht zum Zuge kam, kann nur spekuliert werden. Auch L Óréal war Intersse nachgesagt worden. Beeindruckend ist, dass ca. 30 % aller L Óréal Aktien zum weltgrößten Lebensmittelhersteller Nestlé gehören. Johnson & Johnson erweitert mit dem Zukauf seine Sortimente im Bereich Körper- und Haarpflege. Im Jahr 2015 machte J & J etwa 20 % ihres Gesamtumsatzes mit diesen Artikeln. Nach der Übernahme des Dermokosmetik Spezialisten NeoStrata im April ist dies bereits der zweite Zukauf in 2016. Die Nachricht habe ich in der Lebensmittelzeitung...

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Was ist Value Investing?

Gepostet am 25 Mai 2016

Was ist Value Investing?   Value Investing bezeichnet eine wertorientierte Kapitalanlage. Die Ursprünge dieser Anlagemethode liegen in den 1920er Jahren – einer Zeit, in der sich Investoren von Spekulation und Insider-Informationen leiten ließen. Ein Value Investor versucht mit Hilfe der von Ben Graham, dem Vater des Value Investing, entwickelten Techniken, Wertpapiere zu kaufen, deren wahrer Wert sich nicht im Marktpreis spiegelt. Um diesen Wert zu bemessen, ist eine Bewertung der strategischen Position des Unternehmens von zentraler Bedeutung. Die Value-Investing-Methode versucht, ausgezeichnete, langfristige Performance durch den Ankauf von Wertpapieren finanziell starker (Qualitäts-)Unternehmen zu erzielen, die   von einem kompetenten Management geleitet werden und zu einem Marktpreis angeboten werden, der – nach angemessener Bewertung deutlich unter dem inneren Wert liegt.   Als Value Investor sind wir der Ansicht, dass der Ankauf von Wertpapieren zu möglichst niedrigen Preisen die Chancen auf eine langfristige, erfolgreiche Performance steigert. Dabei sind die Value-Investment-Techniken sowohl für bekannte Wertpapiere wie Nestlé als auch für Wertpapiere, die kaum Beachtung finden, geeignet. Der Schlüssel ist die Relation von Preis und Wert.   Investoren leiden häufig unter einer menschlichen Schwäche: der Angst, etwas zu verpassen. Sie wollen die heißen und populären Wertpapiere ihr Eigen nennen. Es ist bequem, Teil einer Menge zu sein. Ein Value Investor darf sich dieser Herdenmentalität jedoch nicht anschließen. Value Investing erscheint aus intuitiver und praktischer Sicht großartig. Zur Sicherung des Erfolges sind zum einen gedankliche Klarheit, ein gewisses Maß an Intelligenz und der Wille, gegen den Strom zu schwimmen, notwendig. Andererseits folgen gute Value Investoren einem simplen und verständlichen Verfahren. Um besser zu verstehen, was Value Investing bedeutet, erscheint es sinnvoll, zu betonen, was es nicht ist:   Value Investing heißt nicht: Wertpapiere zu kaufen, deren Kurscharts „gut aussehen“. populäre Wertpapiere zu kaufen und populären Strömungen zu folgen. „das Paket weiterzugeben“, wie es der legendäre Fidelity Investor Anthony Bolton bezeichnet. Er beschreibt damit Investoren, die Wertpapiere einzig und allein in der Hoffnung auf einen weiteren Preisanstieg kaufen, der den Weiterverkauf an einen anderen Investor erlaubt. Aktien aufgrund von Gerüchten, auf Empfehlung anderer oder ohne profunde Kenntnisse des Geschäfts zu kaufen.   Value Investing bedeutet, Wertpapiere mit einer angemessenen „Sicherheitsmarge“ zu kaufen. Seth Klarman, Präsident der in Boston ansässigen Baupost Gruppe, liefert dazu folgende Erklärung: „Eine Sicherheitsmarge ist erzielt, wenn Wertpapiere zu einem angemessenen Preis unter Wert gekauft werden, der Spielraum für menschliche Irrtümer, Pech oder extreme Volatilität...

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